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Frantschach-St. Gertraud soll einen neuen Namen bekommen: Die Angst vor einer Spaltung geht umAusgabe 41 | Mittwoch, 12. Oktober 2022

In der Vorwoche wurde in der Bezirkshauptstadt formell ein Kulturbeirat, bestehend aus Fachleuten aus sämtlichen Kulturbereichen, gegründet. Der Beirat soll Wolfsberg als Kulturstadt sichtbar machen und neue Projekte mit größerer Breitenwirkung entwickeln.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Die Mitglieder des neu gegründeten Wolfsberger Kulturbeirats mit Kulturstadträtin Michaela Lientscher (l.) und Bürgermeister Hannes Primus (r.) nach der konstituierenden Sitzung im Festsaal des Wolfsberger Rathauses. In der Bildmitte ist der Vorsitzende, Christof Volk, links neben ihm seine Stellvertreterin Iva Schell. UN/much

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Wolfsberg. »Wir haben eine Vielfalt von Kulturschaffenden in Wolfsberg. Nun gilt es das auch nach außen sichtbar zu machen, neue Ideen zu finden und bestehende Aktivitäten zu unterstützen. Aus dem kleinen Kulturgeschehen, das wir jetzt haben, möchten wir uns in größere Dimensionen vorwärts bewegen«, sagte Wolfsbergs Vizebürgermeisterin und Kulturreferentin Michaela Lientscher (SPÖ) anlässlich der formellen Gründung des Wolfsberger Kulturbeirats in der Vorwoche. Bei der Gründungssitzung wurde Christof Volk zum Vorsitzenden gewählt, als Stellvertreterin fungiert Iva Schell. Daneben gibt es noch neun Bereiche, die mit unabhängigen Experten besetzt wurden (siehe Infobox).

In einem ersten Statement sagte der neue Vorsitzende: »Jetzt müssen wir uns ein Bild vom Ist-Zustand machen und dann abklären, wo wollen wir hin, welche Ansprüche haben wir. Dann werden wir beginnen, das Inhaltliche zu besprechen.«

»Ich bin stolz darauf, dass wir einen Kulturbeirat mit so vielen Künstlern aus unserer Stadt gegründet haben, die uns ihr Wissen zur Verfügung stellen.«
Bürgermeister Hannes Primus (SPÖ)

Groß war die Freude bei Bürgermeister Hannes Primus (SPÖ) über die Schaffung des Beirats: »Ich bin stolz darauf, dass wir einen Kulturbeirat mit so vielen Künstlern aus unserer Stadt gegründet haben, die uns ihr Wissen zur Verfügung stellen. Ich weiß, da werden viele spannende Ideen kommen.« Sein Wunsch wäre es, dass sich Wolfsberg künftig als Kulturstadt etabliert. Das Potenzial dafür wäre sicher vorhanden, wie Beiratsmitglied Martina Graf meint: »Wolfsberg hat ein riesiges Kulturaufkommen, es gibt viele Initiativen, die gute Arbeit leisten. Aber es macht halt jeder sein eigenes Ding. Nun gilt es, alles zusammenzuführen, Veranstaltungstermine zu koordinieren und diese dann auch gemeinsam zu vermarkten.« In den kommenden Wochen werden nun die nächsten Schritte erarbeitet. So soll unter anderem die Marke »Kulturstadt Wolfsberg« entwickelt werden, aber auch die Breitenwirkung verschiedener Veranstaltungen erhöht werden, wie zum Beispiel der traditionellen Sommerausstellung auf Schloss Wolfsberg. 

Rudi Melcher, der für den Bereich zeitgenössische Musik verantwortlich ist meinte: »Wolfsberg ist unglaublich kreativ, gerade bei der Jugend bemerkt man das. Wir wollen ein Image als Stadt haben, wo Kultur an vorderster Stelle steht. Wir brauchen in dieser Zei, wo wir fast nur von Schwachsinn umgeben sind, mehr Kultur.«

50.000 Euro Budget

Für das kommende Jahr ist ein Budget von rund 50.000 Euro für Aktivitäten vorgesehen. Für die Beiräte gibt es ein Sitzungsgeld von 250 Euro. »Das ist so für vier Sitzungen pro Jahr auch so budgetiert und an die Fair-Pay-Initiative angelehnt«, sagt Lientscher.

// Kulturbeirat

Obmann: Christof Volk, Stellvertreterin Iva Schell
Musik klassisch: Iva Schell Musik zeitgenössisch: Rudi Melcher
Literatur: Martina Graf 
Bildende Kunst und Desing: Berndt Kulterer
Darstellende Kunst: Brundhilde Jantschgi 
Ausstellungen: Christof Volk 
Musikschule: Daniel Weinberger
Brauchtum und Volkskultur: Ramona Rutrecht
Museum im Lavanthaus: Christine Ragge

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