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Wolfsberg. Ein zahlreiches und höchst interessiertes Publikum strömte am vergangenen Freitag, 3. Juli, zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung »Die Römer im Lavanttal« ins Museum im Lavanthaus. Stadtrat Klaus Penz (SPÖ) überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und eröffnete den Reigen der Ansprachen. Er betonte, dass die Stadtgemeinde Wolfsberg stolz auf das Museum und seine vielfältigen Aktivitäten ist. Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher (SPÖ) strich hervor, dass das Museum eine große Bereicherung des kulturellen Lebens im Tal darstellt. Museumsleiter Christian Bachhiesl verwies auf die grundlegende Bedeutung des Alten Roms und der lateinischen Kultur für die abendländisch-europäische Zivilisation.
Die neue Sonderausstellung bietet einen breiten Überblick über das Leben im Lavanttal zur Römerzeit – dank der Arbeit der beiden Kuratoren, Corinna Zernig und Stephan Karl, die eine wissenschaftlich bestens fundierte Ausstellung ins Werk setzten, die für ein breites Publikum ansprechend ist und jede Schwellenangst vor der Erforschung der Antike schwinden lässt.
Daniel Strassnig erläuterte die digitalen Elemente der Ausstellung, die die Präsentation von Grabungsfotos, historischem Bildmaterial, Aquarellen des Römersteinbruchs Spitzelofen und Texte römischer Autoren zur Region Noricum, zu der das Lavanttal gehörte, umfasst. Für Strassnig stellte diese Eröffnung ein Jubiläum dar, ist die Römerausstellung doch die zwanzigste Ausstellung im Museum im Lavanthaus, bei deren Gestaltung er mitwirkte.
Corinna Zernig, die aus der Nähe von St. Paul stammt und in Graz das Studium der Archäologie absolviert, hob die von ihr gewählten Schwerpunkte der Ausstellung hervor, die auf den Bereichen Wohnen und Alltagsleben, Kult und Religion und Bestattungssitten liegen. Zernig verwies auf die zahlreichen, ergiebigen Fundstätten im Tal, auf die römische Villa von Allersdorf etwa, auf die bedeutenden Gräberfelder von Kollnitz und Wiesenau, und auf das große Heiligtum für den Gott Latobios am Burgstallkogel.
Der in Graz wirkende Archäologe Stephan Karl erläuterte in seiner Ansprache die enorme Bedeutung des Marmorsteinbruchs Spitzelofen – dieses Steinbruchrevier ist zwar nicht allzu groß, lieferte aber den größten und besterhaltenen Fund von Steinbruchwerkzeugen und Abbauspuren aus dem ganzen Imperium Romanum.
Nach der Eröffnung luden Zernig und Karl die Besucher zu einer Führung durch die Ausstellung. Bei lebhaften Gesprächen und kühlen Getränken klang der Abend in angenehmer Atmosphäre aus. Die Ausstellung ist bis Ende April 2028 zu besichtigen. Spezialführungen und Kinderworkshops zu den Römern im Lavanttal können im Museum gebucht werden.

Von Unbekannt
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