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360 Soldaten riefen »Ich gelobe!« am Sportplatz in St. Andrä: Militärkommandant für längeren Dienst Ausgabe 6 | Mittwoch, 4. Februar 2026

»Die Kärntner Bevölkerung ist stolz auf euch«, sagte LH Peter Kaiser zu den Jungsoldaten. Werte wie Demokratie, Gewaltenteilung und Solidarität seien mit allen Kräften zu verteidigen. Militärkommandant Eder sprach sich für eine verlängerte Wehrpflicht aus.

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St. Andrä. Rund 360 Rekruten des österreichischen Bundesheeres – auch eine Soldatin war darunter – wurden am Freitag, 29. Jänner, am Sportplatz in St. Andrä angelobt. Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Daniel Fellner dankten ihnen für ihren Einsatz. Die Soldatin und die Soldaten sind im Jänner bei den Kärntner Verbänden eingerückt.

»Die Kärntner Bevölkerung ist stolz auf euch«, sagte Kaiser zu den Anzugelobenden laut einer Aussendung des Landes Kärnten. Er verwies auf den momentanen Wertewandel, der weltweit Bündnisse ins Wanken bringe und überall Verunsicherung spüren lasse. Umso wichtiger sei es, Institutionen und Organisationen zu haben, denen man vertrauen könne. »Das österreichische Bundesheer erfüllt dieses Vertrauen in hohem Maße. Es sorgt für Schutz, Sicherheit und Zusammenhalt«, so Kaiser. Genau dieses Zusammengehörigkeitsgefühl müsse noch viel stärker gelebt werden. »Deshalb ist es so wichtig, dass Menschen bereit sind, sich für ihre Mitbürger einzubringen – und zwar im Sinne einer immerwährenden Neutralität, die Aktivität bedeutet«, betonte der Landeshauptmann. Unsere Werte wie Demokratie, Gewaltenteilung und Solidarität seien mit allen Kräften zu verteidigen, damit wir optimistisch in die Zukunft schauen können.

»Sechs Monate Wehrdienst reichen nicht mehr aus. Dafür ist die Sicherheitslage zu ernst«
Philipp Eder, Militärkommandant

Militärkommandant Brigadier Philipp Eder betonte die Bedeutung einer starken Demokratie, starker Institutionen und eines starken Bundesheeres. Deutlich sprach er sich für eine Verlängerung der Wehrpflicht und verpflichtende Milizübungen aus. »Die aktuellen sechs Monate reichen nicht mehr aus. Dafür ist die Sicherheitslage zu ernst«, sagte Eder. Er dankte den Rekruten dafür, dass sie bereit sind, den Wehrdienst zu leisten.

Dank der Bürgermeisterin

Die St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder freute sich, dass die Angelobung in ihrer Stadt stattfindet und hob die große Bedeutung des Bundesheers hervor. Auch sie dankte den Rekruten.

Die angelobten Rekruten kamen vom Jägerbataillon 26 aus der Türk-Kaserne in Spittal, Pionierbataillon 1 aus der Rohr-Kaserne in Villach, Führungsunterstützungsbataillon 1 aus der Lutschounig-Kaserne in Villach, Jägerbataillon 25 aus der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt, Stabsbataillon 7 aus der Georg Goëss-Kaserne in Klagenfurt und Goiginger-Kaserne in Bleiburg, von der 5. Kompanie der Militärpolizei aus der Georg Goëss-Kaserne, von der Sanitätslehrkompanie des Sanitätszentrums Süd aus der Laudon-Kaserne in Klagenfurt sowie von der Stabskompanie des Militärkommandos Kärnten aus der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt und aus der Rohr-Kaserne in Villach.

Der Festakt wurde von der Militärmusik Kärnten unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Dietmar Pranter musikalisch umrahmt. Auch vom Lavanttaler Edgar Unterkirchner gab es beeindruckende Musik am Saxofon. Worte der Besinnung sprachen die Militärgeistlichen Anselm Michael Kassin, Johannes Hülser und Hajret Beluli.

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