Magdalena Lobnig holt Ruder-Bronze bei Olympia: »Das ist auf alle Fälle mein Karrierehöhepunkt«Ausgabe 31 | Mittwoch, 4. August 2021

Am vergangenen Freitag hat sich die Völkermarkterin Magdalena Lobnig (31) einen Traum erfüllt. Im Finale des Ruder-Einers bei den Olympischen Spielen in Tokio wurde sie Dritte und durfte über Bronze jubeln. »Es war Zeit, abzuliefern«, freut sich die Unterkärntnerin.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Magdalena Lobnig mit ihrem Bad St. Leonharder Physiotherapeuten Othmar Haag, die stolz die Bronzemedaille in die Kamera halten. Bild rechts: Lobnig vor dem Halbfinal-Lauf in der Bucht von Tokio. Fotos: KK

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Tokio (JPN). Die Völkermarkterin Magdalena Lobnig sicherte sich am vergangenen Freitag, 30. Juli,  im Finale des Damen-Einers Bronze bei den Olympischen Spielen in Tokio. Für den österreichischen Ruderverband war es die insgesamt sechste Medaille bei Olympischen Spielen und die erste seit 1992. 

»Das ist auf alle Fälle mein Karrierehöhepunkt. Die Angst war so groß, dass es noch einmal so endet wie in Rio. Ich war so k. o. nach dem Halbfinale. Aber ich habe alles darangelegt, dass ich wieder fit werde. Ich habe mir gedacht, es ist im Endeffekt nur ein Kopfrennen, wer da vorne ist. Es war einfach Zeit, abzuliefern«, war die Unterkärntnerin glücklich, die in Rio 2016 bei den Spielen im Finale Sechste wurde. 

»Riesengroße Erleichterung«

Nach einem guten Start lag Lobnig in Führung, musste dann Twigg aus Neuseeland und im Finish auch die Russin Prachazen passieren lassen. Die Neuseeländerin gewann schließlich 3,72 Sekunden vor der Russin und 5,75 Sekunden vor der Österreicherin. Die viertplatzierte Britin Victoria Thornley hielt Lobnig um 0,67 Sekunden auf Distanz. 

»Die Medaille ist sehr, sehr schwer. Es ist aber trotzdem eine riesengroße Erleichterung«
Magdalena Lobnig nach dem Finale

»Die Medaille ist sehr, sehr schwer. Es ist aber trotzdem eine riesengroße Erleichterung. Wir waren die ganze Saison über geduldig. Das heutige Rennen war perfekt. Super, dass es im Olympiafinale geklappt hat. Ich habe es genossen«, zeigte sich die 31-Jährige nach dem Finale glücklich.

Lobnig wurde 2016 Europameisterin, ist dreifache Vize-Europameisterin und zweifache WM-Dritte. Nun hat die Völkermarkterin auch Olympia-Edelmetall zu ihrer Sammlung hinzugefügt.

»Wir haben so viel gearbeitet, jetzt ist endlich das zurückgekommen, was wir investiert haben. Ich bin einfach überwältigt. Ich möchte mich bei allen bedanken. Ich bin so froh, dass es endlich aufgegangen ist und ich die Medaille für Österreich geholt habe«, war Lobnig dankbar.

Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Landessportdirektor Arno Arthofer gratulierten der Völkermarkterin im Namen des Landes: »Eine Medaille bei Olympischen Spielen ist wohl der größte Traum aller Sportlerinnen und Sportler. Magdalena Lobnig hat sich diesen Traum mit harter Arbeit, eiserner Disziplin und einer überragenden Willensleistung nun tatsächlich erfüllt. Dazu gratulieren wir ganz herzlich. Ganz Kärnten ist stolz auf dich und freut sich mit dir.«

Grund zum Jubeln hatte auch Kurt Traer, Trainer von Lobnig: »Es ist ein Traum. Ich bin kein extrem emotionaler Typ, aber es ist einfach nur genial. Das Beste, was sie hat machen können. Sie ist ein perfektes Rennen gefahren. Sie hat sich ihren Traum erfüllt.

Am vergangenen Samstag, 31. Juli, landete Lobnig bereits wieder in Wien, wo sie von zahlreichen jubelnden Fans empfangen wurde. »Hier realisiere ich erst, was ich da eigentlich geschafft habe«, so die 31-Jährige.

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