Der dritte Anlauf: Die Lavanttaler Skigebiete starten mit dem Liftbetrieb am Heiligen AbendAusgabe 52 | Mittwoch, 23. Dezember 2020

Ursprünglich war der Saisonstart am 5. Dezember geplant. Dieser wurde aufgrund des soften Lockdowns um eine Woche verschoben. Aber auch danach wurde es, dank des harten Lockdowns, nichts. Am 24. Dezember sollte es nun aber endlich mit dem Start klappen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Die Pisten sind präpariert: Ab 24. Dezember kann man am Klippitztörl und der Koralpe Skifahren, die Weinebene startet am 25. Dezember. Über die genauen Regeln, die in den Skigebieten bzw. auf den Pisten gelten, gab es bei Redaktionsschluss aber noch zahlreiche Unklarheiten. Foto: KK

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Lavanttal. Bereits zwei Mal musste aufgrund der Covid-19-Beschränkungen der geplante Saisonstart in den heimischen Skigebieten verschoben werden. Nun soll es aber unter Einhaltung strenger Maßnahmen endlich losgehen.

Wie diese Regeln genau aussehen und welche Auflagen die Skigebiete erfüllen müssen,  war gestern (22. Dezember) noch völlig unklar. Auch die Liftbetreiber wurden bislang nicht über die genauen Vorgaben informiert. Als Starttermin wurde trotzdem der 24. Dezember festgelegt. Österreich wird zwar nach Weihnachten in den harten Lockdown zurückkehren und das öffentliche Leben bis 17. Januar zum dritten Mal heruntergefahren. Aber: Skilifte und Pisten werden diesmal nicht geschlossen. Allerdings werden die Maßnahmen noch einmal weiter verschärft. Alle Wintersportler müssen in den Liften und Warteschlangen FFP2-Masken tragen, hieß es bis gestern noch. Am Nachmittag wurde die Regelung noch einmal geändert. FFP2-Masken sind nun ab 14 Jahren Pflicht – aber nur im Bereich von Gondeln und abdeckbaren Sesselliften. Weitere Vorgaben können die Bundesländer selbst bestimmen. Diese waren zu Redaktionsschluss aber noch nicht bekannt. Für Unmut in der Gastronomie sorgt eine weitere Verordnung, diesmal vom Land: Demnach ist das Abholen von Speisen und Getränken von Skihütten verboten, wenn diese Hütten an der Skipiste liegen. Erlaubt ist es, wenn der Gastronomie-Betrieb mit dem Auto erreichbar ist..

Der Besuch der Skigebiete im Rahmen eines Tagesausflugs ist für die Österreicher im dritten Lockdown ausdrücklich erlaubt. Tagesausflüge aus dem Ausland wird es aber wohl wegen der Einreisebeschränkungen kaum geben.

»Wir werden am 24. Dezember mit allen Liften in die Saison starten. Die Pisten sind präpariert und es sieht alles wunderbar aus. Es gibt zwar noch einige offene Fragen, aber wir werden am Klippitztörl alles, was wir tun dürfen und müssen, auch tun«, sagt Georg Hochegger, Geschäftsführer der Klippitztörl Touristik.

Einige Betriebe am Klippitztörl werden den Skifahrern, sofern es genehmigt wird, Essen und Getränke »to go« anbieten.  Am 7. und 8. Jänner finden am Klippitztörl zwei FIS Slaloms statt. Und zwar kommt an jedem Tag ein Damenrennen zur Austragung. 

Auf der Koralpe geht es ebenfalls am 24. Dezember mit dem Liftbetrieb los. Allerdings werden vorerst nur zwei Lifte in Betrieb genommen. »Da wir eingeschränkt in die Saison starten, werden wir uns bei den Preisen etwas überlegen«, sagt Marion Resch von der Koralpe. Auch sie weiß noch nicht, wie es weitergeht. Völlig unklar sei laut Resch noch, wie und ob die Hütten und Gastro aufsperren darf, wie es mit dem »Take away« ablaufen wird und ob der Skiverleih aufsperren darf. Ebenfalls noch unklar ist, welche Schutzmasken letztendlich verwendet werden müssen. »Der Bund schreibt FFP2-Masken vor, aber das Land könnte noch die normalen MNS-Masken vorschreiben«, sagt Resch. 

Weinebene startet am 25.

»Wir werden am 25. Dezember aufsperren. Wir möchten dem Personal, das seit Jahren bei uns arbeitet und immer am Heiligen Abend beschäftigt war, auch einmal frei geben«, sagt Manfred Vallant, Geschäftsführer der Schilift GmbH auf der Weinebene. Die Bedingungen auf der Weinebene sind derzeit perfekt. 

»Ich frage mich nur, wie das mit den FFP2-Masken funktionieren soll. Wo bekommen die Menschen diese jetzt so schnell her. Für mich ist es unverständlich, dass man in der U-Bahn oder in Öffis, die oftmals mit Menschen vollgestopft, sind, eine normale Maske tragen kann. An den Liften an der Frischen Luft ist eine FFP2-Maske vorgeschrieben«, ärgert sich Vallant. Die Hütten am Berg werden Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten. Allerdings dürfen diese in einem Umkreis von 50 Meter von der Ausgabestelle nicht konsumiert werden. 

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