Stadtwerke sollen geprüft werden: So reagiert Geschäftsführer Schimik Ausgabe 26 | Mittwoch, 30. Juni 2021

Die Kärntner FPÖ will die Stadtwerke Wolfsberg unter die Lupe nehmen und hat eine Prüfung der Stadtwerke durch den Landesrechnungshof beantragt.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Die FPÖ Kärnten hat beim Rechnungshof beantragt, die Wolfsberger Stadtwerke zu prüfen. Geschäftsführer Christian Schimik nimmt Stellung. UN

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Jetzt nimmt Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Schimik im Interview Stellung.

Wie kommentieren Sie die Forderung der FPÖ?
Die Tagespolitik wird von Vertretern der Wolfsberger Stadtwerke nicht kommentiert.

Mit welchen Gefühlen sehen Sie einer Überprüfung durch den Landesrechnungshof entgegen?
Mit einem gelassenen Gefühl. Wir sind der Meinung, jene Bereiche, die in unserem Einflussbereich liegen, zum Besseren zu verändern – dies spiegelt sich auch in der positiven Unternehmensentwicklung wider. Vorschläge, Dinge besser machen zu können, sind aber immer willkommen.

»Immer wieder tauchen medial Vorwürfe gegen die Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter der Stadtwerke auf. Sogar ein anonymes Schreiben aus dem Frühjahr spricht von Postenbesetzungen ohne Ausschreibung und Verstößen gegen das Vergabegesetz«, heißt es in einer FPÖ-Aussendung zum Prüfantrag. Sind diese Vorwürfe richtig?
Ich trage seit 1. Juni 2020 die Verantwortung für die Geschäftsführung der Wolfsberger Stadtwerke und halte fest, dass in diesem Zeitraum alle Regeln korrekt, transparent und nachvollziehbar eingehalten wurden. 

Weiters stand in der Aussendung: »Bereits im Jahr 2014 hat der Bundesrechnungshof aufgezeigt, was alles schief läuft in den Stadtwerken.« Die FPÖ begehrt zu wissen, was aus diesem Bericht umgesetzt wurde.
Der Bundesrechnungshof hat 16 Empfehlungen an die Stadt Wolfsberg und die Stadtwerke abgegeben. Die Empfehlungen für die Stadtwerke wurden alle umgesetzt. Seitens der Stadtgemeinde wurden alle Empfehlung bis auf die Rückeingliederung der Stadtwerke in die Stadtgemeinde erfüllt. Eine Rückeingliederung erscheint unter anderem aufgrund der damit verbundenen kurz- und langfristigen Aufwendungen nicht sinnvoll zu sein. Hinsichtlich der Erfüllung der Empfehlungen gibt es einen RH-Bericht vom Dezember 2015 im Rahmen des Nachfrageverfahrens, in dem dokumentiert ist, dass bereits damals nahezu alle Empfehlungen umgesetzt worden sind.

Laut LAbg. Harald Trettenbrein und Stadträtin Isabella Theuermann soll die  Überprüfung » Ruhe und Sachlichkeit in die Stadtwerke« bringen. Stimmt das oder werden sie nur in ein schlechtes Licht gerückt?
Sowohl LAbg. Trettenbrein, wie auch Stadträtin Theuermann waren oder sind Mitglieder im Beirat der Wolfsberger Stadtwerke. Aufgrund der Beiratsordnung ergehen mindestens vierteljährlich Berichte an den Beirat. In den Beiratssitzungen wird der Beirat informiert und beiratspflichtige Maßnahmen werden zur Abstimmung gebracht. Eine direkte Information durch die Geschäftsführung und Einblicke in die Stadtwerke sind meines Erachtens somit gewährleistet.

Können Sie die Höhe der Kosten benennen, die den Stadtwerken durch den Rechtsstreit mit den beiden früheren Mitarbeitern im Zuge der »Stadtwerke-Affäre« bisher entstanden sind?
Die Stadtwerke bringen sich intensiv in die notwendige Aufarbeitung der Vergangenheit ein. Laufende Verfahren werden nicht kommentiert.

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