Für Helena Wutscher-Grünwald hat der Wecker nach 42 Berufsjahren ausgedientAusgabe 2 | Donnerstag, 9. Januar 2020

20 Jahre lang leitete die Wolfsbergerin Helena Wutscher-Grünwald die Geschicke des AMS Völkermarkt. Nun genießt sie im Ruhestand ihre neu gewonnene Freizeit und hegt ihre Weintrauben aus aller Welt.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Helena Wutscher-Grünwald vergangene Woche beim Schneiden der Reben in ihrem Garten. Die 59-Jährige widmet jetzt mehr Zeit ihren Hobbys. Foto: KK/privat

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Wolfsberg. Eine kleine Ära ging im November des Vorjahrs in Völkermarkt zu Ende. AMS-Geschäftsstellenleiterin Helena Wutscher-Grünwald – vielen auch als »Elena« bekannt – verabschiedete sich nach 20 Jahren in dieser Leitungsfunktion in den wohlverdienten Ruhestand, den sie offiziell Mitte 2020 antritt. Vor 30 Jahren führte die Liebe die gebürtige Salzburgerin in die Gemeinde Wolfsberg, wo sie seitdem mit ihrem Mann Gerald lebt.

Wutscher-Grünwald arbeitete seit 1978 beim Arbeitsmarktservice (AMS), zuerst in Salzburg, dann in Wolfsberg und Völkermarkt. »Ich habe mich stets für alles interessiert und verschiedenste Tätigkeiten, wie Erwachsenen- und Jugendberaterin, Beraterin im Berufsinformationszentrum oder im Unternehmensservice, Frauenreferentin und als Betriebsrätin ausgeführt«, blickt  die ausgebildete Berufsorientierungspädagogin zurück. Beim AMS in Völkermarkt leitete sie 25 Mitarbeiter, die Arbeitslose und Arbeitgeber betreuen. »Erfolg bedeutet für mich, zufriedene Kunden und motivierte Mitarbeiter zu haben, um gemeinsame Firmenziele zu erreichen«, so Wutscher-Grünwald. 

Ihr Berufsleben hat sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet: »Ich habe sehr gerne gearbeitet und vor allem die Abwechslung in meinem Beruf geschätzt. Wer mich kennt, weiß, dass eine monotone Arbeit nie etwas für mich gewesen wäre.«

Ihre neu gewonnene Freizeit schätzt die Wahl-Wolfsbergerin aber ebenfalls sehr, vor allem einen Punkt: »Ich muss mir keinen Wecker mehr stellen. Früher haben mich Termine durch den Tag geführt, jetzt ist mein Kalender zwar auch belegt, aber ich bin selbstbestimmter.«

Rosen und Speisetrauben

Die lebhafte 59-Jährige widmet jetzt mehr Zeit ihren Hobbys. Sie spielt Tennis und ist bei einem privaten Radclub, organisiert gerne Reisen, außerdem nimmt sie Unterricht in Klavier und Keyboard und singt beim Singkreis Wolfsberg. 

Ihre besonderen Steckenpferde befinden sich aber im Garten: Rosen und Speisetrauben. Von Letzteren besitzt Wutscher-Grünwald über 30 verschiedene Sorten, die teilweise seit 15 Jahren penibel gepflegt werden. »Ich habe Reben aus Russland, den USA oder Moldawien, dadurch können mein Mann und ich von Ende Juli bis zum Frostbeginn naturbelassene Weintrauben essen«, ist Wutscher-Grünwald stolz. Aus den restlichen Trauben wird Saft oder Marmelade gemacht. Ihr »Heiligtum« ist eine Rebe der »Stara Trta« (alte Rebe) aus Slowenien, die sie von ihrer Stieftochter Petra zu einem Geburtstag geschenkt bekam. Außerdem hat sie seit vielen Jahren die Patenschaft für 40 Reben am Weinberg in Sittersdorf.

Die Pflege von Freundschaften und natürlich die Familie stehen für Wutscher-Grünwald an oberster Stelle. Regelmäßig besucht sie ihre Mutter in Salzburg, und vor allem in sportlicher Hinsicht gibt es viele gemeinsame Unternehmungen mit ihrem Mann, wie Tennis spielen, Radfahren, Skifahren, Wandern und Reisen.

Wutscher-Grünwald dazu: »Ich möchte möglichst gesund alt werden und fit bleiben, aber auf eine angenehme Art und Weise, deshalb betreibe ich keine Sportart extrem, sondern bin eher vorsichtig. Ich würde zum Beispiel nie ohne Helm Ski- oder Radfahren.«

Persönliche Freiräume

Gemeinsam besucht das Ehepaar auch gerne kulturelle Veranstaltungen. Eines betont Wutscher-Grünwald jedoch: »Jeder Partner braucht auch seinen Freiraum. Mein Mann hat seine Stammtische und den Fußball, ich meinen Ladys-Stammtisch und die Chorproben. Dadurch gibt es zu Hause auch immer zusätzlichen Gesprächsstoff.«

1 Kommentare Kommentieren

  • Friedrich Vorderleitner
    Lavant vor 1 Woche
    Alles Gute für die Zukunft. Schöne Grüße aus Bad Vigaun.
    Bewertung -1 Kommentar bewerten + - Antworten Melden

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