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Keine Minute verpasst: Ronny Reichmann war im Jahr 2023 bei jedem WAC-Pflichtspiel live dabeiAusgabe 01 | Mittwoch, 3. Januar 2024

Ronald »Ronny« Reichmann hat im Kalenderjahr 2023 keine einzige Pflichtspielminute des RZ Pellets WAC verpasst. Lediglich bei drei Testspielen war der 45-Jährige nicht vor Ort. Begonnen haben die Stadionbesuche in ganz Österreich wegen seiner Tochter Lina Marie.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Bild oben: Ronald Reichmann (r.) mit Tochter Lina Marie, Herbert Brandtner (l.) mit Sohn Fabian und Günther Buchbauer (Mitte) unterstützen den WAC tatkräftig. Bild unten: Reichmann, Brandtner, Buchbauer und Fabrice Mosgan (v. l.) beim WAC-Auswärtsspiel im oberösterreichischen Ried im Innkreis. Fotos: KK/privat

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Wolfsberg. Die Heimstätte des RZ Pellets WAC, die Lavanttal-Arena, bietet 7.300 Zusehern Platz. Einer dieser besagten Plätze ist seit vielen Jahren für Ronny Reichmann (45) »reserviert«. Der Wolfsberger ist aber nicht nur seit vielen Jahren Abo-Besitzer und unterstützt den Bundesligaverein als Mitglied des Fanclubs »Block 1931« lautstark von den Stehplätzen auf der Osttribüne aus, sondern hat es in diesem Kalenderjahr auch geschafft, keine einzige Spielminute eines WAC-Pflichtspiels zu versäumen – und zwar live vor Ort. Das heißt konkret: Im Jahr 2023 hat Reichmann sage und schreibe 40 Spiele besucht, denn neben den Bundesliga- und Cup-Begegnungen war der 45-Jährige auch bei zwei Testspielen in Velden und Leoben dabei. »Mir fehlen in diesem Jahr nur drei Testspiele, eines davon war im Trainingslager in Spanien, die zwei anderen im Sommer-Trainingslager in Windischgarsten. Da haben wir sogar überlegt, ob wir hinfahren sollen«, lacht der Wolfsberger. Mit »wir« meint er übrigens Herbert Brandtner mit Sohn Fabian, Fabrice Mosgan und Günther Buchbauer. Mit ihnen fährt er zu den Auswärtsspielen. Reichmann: »Sie sind immer dabei, wenn sie Zeit haben. Bei den Auswärtsfahrten wechseln wir uns hinter dem Lenkrad ab.«

Die in diesem Jahr für den WAC zurückgelegten Kilometer – schließlich ging es unter anderem nach Altach, Lustenau, Innsbruck, Salzburg, Wien usw. – hat er nicht mitgezählt, aber »es sind einige Tausend. Wenn man so viel unterwegs ist wie wir, dann ist Salzburg schon fast ein Heimspiel. In knapp drei Stunden ist man dort. Spielt der WAC allerdings gegen Altach beispielsweise, dauert der ganze Ausflug um die 20 Stunden«, sagt Reichmann, der betont, dass die Auswärtsspiele immer Tagesausflüge sind. »Schon aus Kostengründen. Meine Tochter ist meistens dabei, dann wird das Übernachten auf das Jahr gerechnet schon teuer«, lacht Reichmann, der mit Elisabeth verheiratet ist. Sie haben eine gemeinsame 13-jährige Tochter, Lina Marie, die sich mindestens so sehr für Fußball interessiert wie ihr Papa.

»Wenn man so viel unterwegs ist wie wir, dann ist Salzburg schon fast ein Heimspiel«
Ronny Reichmann über die Auswärtsfahrten

Reichmann erzählt: »Meine Tochter ist ein Fußballfreak im allerpositivsten Sinn. Die ganze Fahrten zu den Auswärtsspielen haben eigentlich wegen ihr begonnen. Wir waren in Graz, und da hat sie nach dem Spiel gesagt, dass sie die anderen Stadien auch sehen will. Mittlerweile waren wir, bis auf das neue Linzer Stadion, in jedem österreichischen Bundesliga-Stadion.« Der Besuch in dem im Februar dieses Jahres eröffneten Linzer Stadion folgt aber am 24. Februar, wenn der WAC erstmals im neuen Stadion zu Gast ist, wie Reichmann versichert. Seine Tochter habe nur vier Spiele aufgrund der Schule verpasst. »Sie ist eine gute Schülerin, sonst würde das in diesem Ausmaß ohnehin nicht gehen. Sie macht sich mit dem Lernen selbst Stress, damit sie mitfahren kann«, erzählt der Wolfsberger.

»War permanent am Sportplatz«
Reichmann wuchs in Waldenstein auf und besucht im Alter von vier Jahren mit seinem Vater sein erstes WAC-Spiel. Regelmäßig im Stadion war er, als er mit 18 Jahren den Führerschein in der Tasche hatte. »Mein Vater war selbst Fußballtrainer, ich habe in Bad St. Leonhard gespielt, bis ich 15 war. Ich war permanent am Sportplatz«, erzählt Reichmann. Daran hat sich im Grunde bis heute nichts geändert, denn man sieht den 45-Jährigen neben dem WAC auch bei den WAC Amateuren, dem ATSV Wolfsberg, dem SK St. Andrä, dem FC St. Michael oder dem TSV Preitenegg regelmäßig unter den Zusehern. »Drei Spiele besuche ich am Wochenende mindestens, aber leider überschneiden sich viele Spiele permanent«, sagt er.

Dass jemand alle Spiele in einem Jahr besucht hat, ist wohl das erste Mal beim WAC der Fall. Reichmann: »Es ist auch fast unmöglich, aber ich war da beinhart. Aber es ist mehr als Fanatismus. Wir kennen mittlerweile alle Spieler und sie uns. Bei der Fahrt zu einem Spiel in Altach hat es stark geregnet und es war nicht sicher, ob gespielt werden kann. Der Verein hat uns, als wir in Deutschland waren, angerufen, dass wir warten sollen, aber dann wären wir zu spät gekommen. Zum Glück haben sie spielen können.« In Erinnerung blieb dem 45-Jährigen übrigens das Cup-Spiel in Kufstein, wie er erzählt: »Wir sind sehr früh weg gefahren, haben den Tag genutzt, die Streif und die Festung Kufstein und natürlich das Spiel besucht.«

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