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Wohnen in der Bankfiliale: Abermals wird früheres Geldinstitut in Maria Rojach zum Kauf angebotenAusgabe 16 | Mittwoch, 15. April 2026

2023 stand die ehemalige Bank-Zweigstelle der Raiffeisen St. Paul zum Verkauf. Es fand sich ein neuer Eigentümer, der ein Bauprojekt umsetzen wollte. Mittlerweile änderte er seine Pläne und bietet die Immobilie samt Einreichplan wieder an. Preis hat sich verändert.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Die frühere Filiale der Raiffeisenbank im Zentrum von Maria Rojach steht abermals zum Verkauf. Möglich wäre die Umgestaltung zu einem privaten Wohnhaus. Wahrscheinlicher ist aber die Verwendung der bereits vorhandenen Genehmigung für ein Wohnprojekt. Fünf Wohneinheiten dürften auf der 1.070 Quadratmeter großen Fläche errichtet werden. UN

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Maria Rojach. Jetzt gibt es die zweite Chance: Wer in einer früheren Bankfiliale wohnen – oder das Gelände anderweitig nutzen – möchte, kann seinen Traum in Maria Rojach leben. Denn die geschlossene Raiffeisen-Niederlassung wird abermals zum Kauf angeboten. Nun aber nicht mehr vom Institut selbst, sondern von einem Privatmann, der mittlerweile Besitzer der früheren Filiale ist. Und: Es liegt auch ein bereits genehmigter Einreichplan zur Errichtung von fünf Wohneinheiten auf dem Areal vor.

Wie berichtet war die ehemalige Bank-Zweigstelle der Raiffeisen St. Paul mit einer Grundstücksfläche von rund 1.070 Quadratmetern schon im März 2023 auf dem Markt. Damals wurde sie von der Raiffeisen Immobilien Kärnten GmbH zum Kauf angeboten. Der damalige Preis: 199.000 Euro ohne Mehrwertsteuer.

Neuer Verkaufspreis

Mittlerweile kostet das Objekt 247.000 Euro brutto, wie der Anzeige auf der Verkaufsplattform »willhaben.at« zu entnehmen ist. Mit der Suche nach einem Käufer ist der Immobilienmakler Gerald Stossier von Remax Klagenfurt beauftragt. Er sagt: »Die Filiale wurde der Bank abgekauft. Der neue Eigentümer wollte dort ein Bauprojekt umsetzen, hat davon aber wieder Abstand genommen und bietet die Immobilie nun selbst zum Kauf an. Der Einreichplan wurde auf Betreiben des jetzigen Besitzers erstellt – offenbar nicht umsonst, denn Stossier sagt: »Ja, es gibt bereits Interessenten für die frühere Bankfiliale.«

»Der neue Eigentümer wollte ein Bauprojekt umsetzen, hat davon aber Abstand genommen«
Gerald Stossier, Immobilienmakler

Der 1989 errichtete Bungalow liegt im Zentrum von Maria Rojach. Im Erdgeschoss befindet sich der frühere Kassen- und Kundenraum – 100 Quadratmeter groß und hell. Dort gibt es weiters ein Beratungszimmer, eine kleine Teeküche mit einem Spülbecken und eine Stiege in den Keller. Der Tresor, der einst im Kassenraum stand, wurde mittlerweile ebenso entfernt wie die Banktheke.

Im Untergeschoss stehen weitere 90 Quadratmeter zur Verfügung: ein Abstellraum, das frühere Archiv der Bank, ein Lager sowie ein Vorraum mit Waschbecken und anschließendem WC, letzteres in einem eigenen Raum. Dusche bzw. Badewanne fehlen und müssten bei Bedarf vom neuen Eigentümer eingebaut werden – wenn er denn in der Filiale wohnen möchte. Das ist laut der Anzeige auf »willhaben.at« nicht ausgeschlossen, in der von der Möglichkeit einer »Umgestaltung zu einem privaten Wohnhaus« die Rede ist. 

Für den eigenen Fuhrpark wäre Platz in Hülle und Fülle vorhanden. Denn vor dem Gebäude liegt ein großer, gepflasterter Platz. 2023 wurde auch mit einem »großzügigen Carport« für drei Fahrzeuge  geworben. Davon ist im jetzigen Inserat aber keine Rede mehr.

Der Einreichplan

Wahrscheinlicher als die Umwandlung zum Wohnhaus ist aber ein Neubau. Laut der Anzeige ist »ein wesentlicher Vorteil dieser Immobilie die bereits vorhandene Genehmigung für ein Wohnprojekt«. Durch den Einreichplan könne die Umsetzung »deutlich schneller erfolgen als bei vergleichbaren Objekten, bei denen die Planungs- und Genehmigungsphase erst gestartet werden muss«. Die bestehende Bausubstanz bilde »eine solide Grundlage für verschiedene Nutzungskonzepte. Ob die Entwicklung mehrerer Wohneinheiten, moderner Eigentumswohnungen oder attraktiver Mietwohnungen.«

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