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St. Andrä. Einmal mehr wird sich der Geflügelverarbeitungsbetrieb Wech in der Bischofsstadt vergrößern. Geht alles glatt, soll noch im heurigen Herbst der Bau einer neuen Halle starten, die rund 3.000 Quadratmeter groß sein wird. Bis Ende 2027 könnte sie fertiggestellt sein.
»Wir benötigen zusätzliche Verarbeitungsräume«, begründet Wech-Geschäftsführer Karl Feichtinger auf Nachfrage der Unterkärntner Nachrichten das Vorhaben, »denn das Anforderungsprofil der Produkte verändert sich, der Veredelungsbedarf wird größer, außerdem steigt der Pro-Kopf-Verbrauch stetig.« Also muss einmal mehr investiert werden. Die genaue Summe lässt sich Feichtinger nicht entlocken, ein siebenstelliger Betrag soll es aber werden. Noch gibt es keinen Termin für die notwendige Bauverhandlung, die »Vorarbeit« erledigte aber bereits der St. Andräer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am 30. Juni.
»Wir benötigen zusätzliche Verarbeitungsräume, denn das Anforderungsprofil der Produkte verändert sich«
Karl Feichtinger, Wech-Geschäftsführer
Dort nahmen die Mandatare eine Verordnung zum »integrierten Verfahren« für das Unternehmen einstimmig an. Auf dem Firmengelände in Kollegg wurde eine Umwidmung von Bauland/Gewerbe in Bauland/Industriegebiet genehmigt. Die Begründung: »Die Firma Wech wächst stetig, sie ist jetzt ein Großbetrieb.« Betont wurde auch, die Erweiterung des Unternehmens sei gut für die Stadt.
Wech – 1958 gegründet und heute einer der größten Geflügelproduzenten Österreichs – hat in den vergangenen Jahren mehrere große Bauvorhaben abgeschlossen. Von 2015 auf 2016 wurden der Verkaufsraum vergrößert sowie eine neue Versandabteilung, neue Büros und ein weiterer Parkplatz gebaut. Ein Jahr lang wurde gearbeitet und rund sechs Millionen Euro ausgegeben.
In Nachhaltigkeit investiert
2024 wurde in die Nachhaltigkeit investiert. Wech errichtete eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.200 Kilowattpeak. Seither kommen etwa 20 Prozent des benötigten Stroms aus eigener Erzeugung. Die Kosten des Baus: rund 1,3 Millionen Euro.
»Die Firma Wech wächst stetig, sie ist jetzt ein Großbetrieb«
Die Begründung der Umwidmung
Außerdem wurde im selben Jahr mit einem Aufwand von 1,2 Millionen Euro eine Industriewärmepumpe installiert: Die Abwärme der Ammoniak-Kühlanlage wird genutzt, um Wasser heiß zu machen. Auf diese Weise werden 65 Prozent des vorherigen Gasverbrauchs gespart – rund 265.000 Kubikmeter Erdgas.
Federführend beim »Gackern«
Wech ist auch federführend beim jährlichen »Gackern« in St. Andrä dabei, das heuer vom 7. bis 16. August über die Bühne geht und bereits zum 25. Mal stattfindet. 35 nationale und internationale Geflügelgerichte werden angeboten – das einzige Event dieser Art in Europa. Feichtinger ist Obmann des Veranstalter-Vereins »St. Andräer Geflügelfest«, der im Jahr 2000 gegründet wurde. Mitglieder sind neben Wech der Verein Attraktives St. Andrä, die Stadt St. Andrä und die Gackernwirtegemeinschaft. Im Vorjahr wurden beim »Gackern« rund 70.000 Besucher gezählt.

Von Horst Kakl
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