European Lithium ist einen Schritt weiter: Jetzt ist die metallurgische Untersuchung an der ReiheAusgabe 6 | Mittwoch, 10. Februar 2021

In Deutschland hat die Aufbereitung zu batteriefähigem Lithium von Proben aus dem Lavanttal begonnen. Diese Untersuchung musste zuvor verschoben werden. Über den Werksstandort wird weiter spekuliert, der Abbaubeginn ist derzeit »nicht abschätzbar«.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Dietrich Wanke, Geschäftsführer der European Lithium, reiste kürzlich nach Australien und wartet derzeit das Ende seiner Quarantäne ab. Aus seinem Hotelzimmer berichtete er den Unterkärntner Nachrichten von den jüngsten Fortschritten des Abbau-Projekts: In Deutschland wird derzeit das Test-Rohmaterial zum fertigen Produkt weiterverarbeitet. UN-Archiv

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Wolfsberg, Brisbane. Aus einem Hotel in Brisbane, wo er derzeit seine zweiwöchige Quarantänezeit nach seiner Einreise nach Australien verbringt, meldet sich European-Lithium-CEO  Dietrich Wanke. Er hat eine Fortschrittsmeldung über das Vorhaben im Lavanttal in petto. 

»Wir führen jetzt die metallurgischen Untersuchungen zu Ende« sagt Wanke, »um die vorhandenen Ressourcen zu bestätigen.« 1.000 Tonnen Rohmaterial wurden zur Dorfner Anzaplan GmbH ins deutsche Hirschau transportiert, einem Analysezentrum, wo eine Pilotanlage zur Aufbereitung von Lithium steht. Der European-Lithium-Chef: »Dort wird die chemische Weiterverarbeitung des Materials zu batteriefähigem Lithium untersucht. Das bedeutet, wir stellen das fertige Endprodukt her, um Kontrolle über die Qualität zu haben.« 

»Wir führen jetzt die metallurgischen Untersuchungen zu Ende«
Dietrich Wanke, CEO European Lithium

In Ansätzen wurde das bereits durchgeführt, bisher fehlte aber der sogenannte »Locked Cycle Test«, der wegen der Corona-Pandemie verschoben werden musste. 

»Damit beenden wir einen Teil der metallurgischen Untersuchung, die wiederum einen wesentlichen Bestandteil für die Endgültige Machbarkeitsstudie, kurz DFS für Definitive Feasibility Study, darstellt«, sagt Wanke. Die jetzt begonnene Untersuchung wird zwei bis drei Monate dauern.

Der weitere Fahrplan laut dem Geschäftsführer: »Die Endgültige Machbarkeitsstudie besteht aus drei Teilen: der Metallurgie, dem bergbaulichen Teil mit Geologie und bergbaulicher Planung, die besagt, wo und wie lange abgebaut wird, sowie der Finanzplanung, die aus Eigenmitteln für die Machbarkeitsstudie plus der Erkundung und aus Fremdmitteln besteht.« 

All das muss transparent dargestellt und Veränderungen ständig gemeldet werden, wie es die Vorgaben der australischen Börse, wo European Lithium notiert ist, vorschreiben. 

»Der Standort des verarbeitenden Werks wird im Lavanttal sein. Wo genau, ist noch nicht fix«
Derselbe zur Frage der offenen Wahl  

Zum geplanten Standort des verarbeitenden Werks sagt Wanke: »Das er im Lavanttal sein wird, ist festgelegt, Wo genau, ist aber noch nicht fixiert. Wir haben mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Die endgültige Entscheidung ist noch immer Gegenstand der Überprüfungen im Rahmen der DFS.« Und auf die Frage, wann der Abbau im Traudi-Stollen beginnen wird, meint er: »Das ist derzeit fast wie ein Blick in die Kristallkugel. Technisch wäre es möglich, den Betrieb ab Ende 2023 aufzunehmen. Es bleibt aber die Frage nach dem Fortgang der Pandemie. Derzeit ist der Beginn nicht abschätzbar.«

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