Überladene Müllinseln in Wolfsberg sorgen für Verärgerung bei den BürgernAusgabe 15 | Mittwoch, 14. April 2021

Überfüllte Müllinseln sind in der Bezirkshauptstadt kein unbekanntes Bild. Ein Problem sind vor allem Kartonagen. Die Weiterfahrt zur nächsten Sammelstelle oder der Recyclinghof sind die Alternativen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Auch wenige Tage nach der Entleerung sind einzelne Mülltonnen bereits wieder voll. Generell sorgen vor allem nicht zerkleinerte Kartonagen für Probleme. Der Bürgermeister appelliert, volle Müllsäcke nicht vor den Tonnen abzuladen. Foto: Tripolt

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Wolfsberg. Kürzlich sorgte ein Facebook-Posting einer Wolfsbergerin für Aufsehen. Sie postete ein Bild der Umweltinsel in Reding (siehe Seite 1) mit dem Zusatz: »Sagt mal, geht‘s eigentlich noch?« Darunter finden sich zahlreiche Kommentare weiterer Personen aus dem Stadtgemeindegebiet, die ähnliche Vorfälle berichten: Zu wenige Tonnen für zu viel Müll und schlussendlich überfüllte Müllinseln. 

»Ich bin der Überzeugung, dass wir mit mehr Tonnen das gleiche Problem hätten« 
Hannes Primus, Bürgermeister (SPÖ)

»Wir haben eine eigene Truppe, die nur dafür zuständig ist, die Müllinseln zu reinigen«, erklärt Hannes Primus (SPÖ), Bürgermeister von Wolfsberg. Warum die Müllinseln trotz allem so aussehen, hat für Primus mehrere Gründe: So seien die Bequemlichkeit der Leute zu nennen, die nicht zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit fahren wollen, ihren Müll lieber vor volle Tonnen stellen, oder leere Kartonage nicht zerkleinern, wodurch die Tonnen schnell gefüllt sind. »Es ist von allem etwas dabei. Jedenfalls appelliere ich an die Vernunft der Leute, dass sie ihre vollen Müllsäcke nicht daneben hinstellen, sondern entweder zu einer anderen Insel fahren oder den Recyclinghof zur Entsorgung nutzen«, so der Bürgermeister. 

Leere Kartons

Ein großes und bekanntes Problem stellen leere Kartons dar. »Es ist eine Thematik, dass leere, große Kartons, ohne gefaltet zu werden, bei den Müllinseln landen. Hier wäre mehr möglich«, spricht Primus die Ausnutzungen der Altpapiercontainer an. Auch am Facebook-Foto der Wolfsbergerin war zu sehen, dass Kartonagen abgeladen wurden, ohne zerkleinert oder gefaltet worden zu sein. 

Auf die Frage, ob Wolfsberg sein Müllentsorgungskonzept überarbeiten müsse oder ob es generell zu wenig Tonnen für die Entsorgung im Stadtgebiet gäbe, antwortet der Bürgermeister: »Wir versuchen laufend die Entsorgung zu optimieren. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir auch mit mehr Tonnen das gleiche Problem hätten.«

Das Problem sei aber laut Primus nicht auf Ostern und die damit verbundenen Geschenke sowie den Osterputz zurückzuführen: »Das war hier sicher nicht ausschlaggebend. Wir haben laufend mit diversen Müllinseln Probleme.« Definitiv sicher sei, dass zusätzlicher Müll coronabedingt anfalle. Es wird mehr online bestellt und die Verpackungen landen bei den Müllinseln. 

510 Kilogramm Müll

Laut Wolfsberger Stadtwerke, die für die Entsorgung verantwortlich zeichnen, fallen für jeden Wolfsberger jährlich insgesamt rund 510 Kilogramm Abfall an. Fast zwei Drittel davon werden gesammelt und verwertet. Der Aufruf an die Wolfsberger: Sollten einzelne Behälter voll sein, soll die nächste Sammelstelle oder der Recyclinghof aufgesucht werden.

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