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Rallye Weiz: Lengauer und Rausch wahren mit zweitem Platz die Chance auf StaatsmeistertitelAusgabe 31 | Mittwoch, 29. Juli 2026

Die Rallye Weiz hat den Titelkampf der Rallye-Staatsmeisterschaft auf den Höhepunkt gebracht. Mit einem zweiten Platz wahrten Michael Lengauer und Jürgen Rausch ihre Chancen auf den Titel. Beim Saisonfinale Ende August zählt für das Duo nur der Sieg.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Michael Lengauer und sein Lavanttaler Co-Pilot Jürgen Rausch gingen bei der Rallye Weiz in ihrem Citroën C3 Rally2 auf dem zweiten Platz durchs Ziel. Nach dem Ausfall von Serienstaatsmeister Simon Wagner ist die Meisterschaft vor dem abschließenden Lauf Ende August spannend wie lange nicht mehr. Foto: KK

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Weiz. Die Rallye Weiz hat den Kampf um den österreichischen Rallye-Staatsmeistertitel gehörig angeheizt. Auf den anspruchsvollen Asphaltprüfungen der Oststeiermark sicherten sich Michael Lengauer und sein Lavanttaler Co-Pilot Jürgen Rausch in ihrem Citroën C3 Rally2 mit einer starken Vorstellung den zweiten Gesamtrang hinter Hermann Neubauer. Damit sammelte das Duo nicht nur wichtige Meisterschaftspunkte, sondern reist mit guten Aussichten zum großen Saisonfinale.

Von Beginn an präsentierten sich Lengauer und Rausch in Weiz in ausgezeichneter Form. Mit konstant schnellen Sonderprüfungszeiten etablierten sie sich früh als erste Verfolger der Spitze und überzeugten über die gesamte Distanz mit einer kontrollierten und zugleich schnellen Fahrweise. Gerade auf den technisch anspruchsvollen Asphaltprüfungen rund um Naas und den Gollersattel spielte das Duo seine Stärken aus und behauptete den zweiten Gesamtrang souverän bis ins Ziel.

»Mit so einer Situation rechnest du nicht. Damit hat sich die Rallye komplett verändert« 
Michael Lengauer über den Wagner-Ausfall

Dabei verlief die Rallye keineswegs ohne besondere Momente. Bereits die erste Reifenentscheidung entsprach nicht den Erwartungen, wodurch das Team früh Zeit einbüßte. Entscheidender war jedoch der Ausfall des bis dahin führenden Meisterschaftsaspiranten Simon Wagner. Als Lengauer auf den technisch angeschlagenen Oberösterreicher auflief und ihn passierte, änderte sich die Ausgangslage im Titelkampf schlagartig. »Mit so einer Situation rechnest du nicht. Da war ich kurz ein bisschen von der Rolle. Ab diesem Moment hat sich die Rallye komplett verändert«, schilderte Michael Lengauer die außergewöhnliche Situation.

Trotzdem behielt das Team die Ruhe und brachte den Citroën sicher auf Rang zwei ins Ziel. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Abstimmung des Rally2-Fahrzeugs noch weiteres Potenzial bietet. »Je näher man vorne dran ist, desto wichtiger werden plötzlich auch ganz kleine Dinge. Genau dort möchten wir weiterarbeiten«, blickt Lengauer bereits auf die verbleibende Vorbereitungszeit bis zum Saisonfinale, das am 28. und 29. August mit der 1000-Hügel-Rallye rund um Krumbach in Niederösterreich stattfindet.

Enger Titelentscheid
Durch das Ergebnis in Weiz ist die TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft enger denn je zusammengerückt. Mehrere Teams dürfen sich vor dem letzten Saisonlauf noch berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen – darunter auch Michael Lengauer und Jürgen Rausch. Die Gesamtwertung nach der Rallye Weiz führt Hermann Neubauer mit 112 Punkten an. Michael Lengauer liegt mit 106 Punkten auf dem zweiten Rang, gefolgt von Simon Wagner (101 Punkte) auf Platz drei.

»Natürlich werden wir angespannt sein, aber die Vorfreude ist riesengroß« 
Jürgen Rausch über das Meisterschaftsfinale

Entsprechend groß ist die Vorfreude im Team, auch wenn die Anspannung vor dem entscheidenden Wochenende bereits spürbar ist. »Die Ausgangslage könnte kaum spannender sein. Wir werden mit einem guten Gefühl an den Start gehen. Heuer haben wir bei der Rebenland-Rallye unseren Lauf vermasselt und im Lavanttal wichtige Punkte liegen gelassen. Dass wir jetzt trotzdem noch im Titelkampf dabei sein dürfen, ist natürlich super«, sagt Co-Pilot Jürgen Rausch, der eine klare Marschrichtung für das Saisonfinale Ende August vorgibt: »Wir werden versuchen, unsere bisher beste Rallye zu fahren. Natürlich werden wir angespannt sein, aber die Vorfreude ist riesengroß. Im Endeffekt muss für uns der Sieg her. Wir werden nicht taktieren, sondern uns bestmöglich vorbereiten und dann sehen, was am Ende herauskommt.«

Besonders spannend macht die Ausgangslage auch die Situation der Konkurrenz. »Simon Wagner muss gewinnen, um überhaupt noch Chancen auf den Staatsmeistertitel zu haben. Das macht das Finale zusätzlich spannend«, erklärt Rausch. Für Michael Lengauer ist die aktuelle Situation alles andere als selbstverständlich. Erstmals bestreitet der Oberösterreicher heuer eine komplette Saison in der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft. Noch vor wenigen Monaten ging es in erster Linie darum, überhaupt regelmäßig an den Start gehen zu können. Nun kämpft man beim Saisonfinale um den Staatsmeistertitel.

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