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Lavamünd und St. Georgen eröffnen im Juni endlich ihren gemeinsamen Mountainbike-Trail Ausgabe 16 | Mittwoch, 15. April 2026

Lavamünd und St. Georgen setzen auf sanften Tourismus: Ein 40 Quadratkilometer großer Naturerlebnispark verbindet Geschichte, Bewegung und Landschaft. Mit dem Glashüttentrail und neuen Rastplätzen entsteht ein Projekt, das die Region sichtbar macht.

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Lavamünd, St. Georgen. 40 Quadratkilometer Natur, Geschichte und Bewegung im Bereich Brandl und Soboth sollen Lavamünd und St. Georgen künftig touristisch stärken. »Wir wollten ein Projekt, das unsere Region sichtbar macht, ohne sie zu verbauen. Die Leute sollen hier Natur erleben, nicht eine künstlich geschaffene Freizeitkulisse«, sagt St. Georgens Bürgermeister Karl Markut. 

Die Idee für den gemeindeübergreifenden Naturerlebnispark entstand 2023, die Umsetzung begann im Vorjahr. 206.000 Euro kostet das Gesamtprojekt, 160.000 Euro davon übernimmt das Land. Doch der Weg zur Eröffnung war steiler als gedacht. Die geplante Mountainbike-Strecke von der Brandlalm zum Koglereck erwies sich als Herausforderung: Der Abschnitt des Lavanttaler Höhenwanderwegs zwischen Koglereck und Großeck war für Radfahrer schlicht ungeeignet. 

»Also haben wir bestehende Wege angepasst, keine neuen gebaut«
Wolfgang Gallant, Bürgermeister Lavamünd

»Es mussten einige Adaptierungen vorgenommen werden, die nun abgeschlossen sind«, erklärt der Lavamünd Bürgermeister Wolfgang Gallant, »aber wir wollten keine massiven Eingriffe. Also haben wir bestehende Wege angepasst, keine neuen gebaut.« Asphalt kam nirgends zum Einsatz – ein Punkt, auf den Gallant stolz ist. 

Neben der Strecke entstanden Rastplätze mit Bänken und Mülleimern, dazu eine Beschilderung, die sowohl Orientierung bietet als auch auf besondere Orte hinweist. Auf der Brandlalm wurden zwei Kameras installiert, die Live-Blicke über das Tal und bis zur Stiftshütte ermöglichen.

Glashüttentrail

Ein Herzstück ist der Glashüttentrail, der eine Länge von rund elf Kilometern aufweist. Er macht die Geschichte der Glaserzeugung in St. Vinzenz wieder lebendig. 

Lavamünds Vizebürgermeister Georg Loibnegger erzählt begeistert: »Wir haben mit Andreas Bernhard, einem Archäologen und Historiker vom Burgmuseum ArcheoNorico in Deutschlandsberg, zusammengearbeitet, um die historische Bedeutung der Glashütten aufzuarbeiten. Entlang des Trails stehen nun Tafeln bei alten Brennöfen, Köhlerstellen und Fundorten. Das ist nicht nur Sport, das ist Kulturvermittlung.« 

Parallel dazu wurden auch Imagevideos über den Radweg sowie ein Video zur Geschichte der Glaserzeugung produziert. Die Videos sollen rechtzeitig zur Eröffnung auch veröffentlicht  werden. 

Aber nicht nur Radfahrer, sondern auch Wanderer profitieren vom Naturerlebnispark: Entlang bestehender Wanderwege wurden ebenfalls neue Rastplätze geschaffen. »Wir wollten, dass sich die Leute ausruhen, jausnen und die Landschaft genießen können. Es geht um Lebensqualität – für Gäste und Einheimische«, sagt St. Georgens Bürgermeister Markut. 

Dass sich die Eröffnung verzögerte, lag auch an den Informationstafeln, die erst heuer fertiggestellt wurden. »Das ist sich im Vorjahr einfach nicht mehr ausgegangen. Aber jetzt sind wir in der finalen Phase«, sagt Markut. 

Eröffnung am 14. Juni

Am Sonntag, 14. Juni, wird der Mountainbiketrail vom Kogler-eck zum Brandl im Rahmen eines gemeinsamen Gemeinde-Radwandertags eröffnet. Damit kann man künftig vom Freizeitzentrum in Lavamünd über Slowenien mit dem Fahrrad aufs Brandl fahren. Der Lückenschluss zu den steirischen Radwegen in Eibiswald fehlt derzeit aber noch.

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