Rauchende Colts und leichte Mädchen: Mit »1870« drehte Lavanttaler einen klassischen WesternAusgabe 37 | Mittwoch, 15. September 2021

Klaus »Muno« Weinlinger und der Ebenthaler Armin Schnitzler sind zwei große Westernfans. Nun erfüllten sich die beiden einen Kindheitstraum und drehten selbst einen Western. Der 60-minütige Film unter dem Titel »1870« ist seit Kurzem auf DVD erhältlich.

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Wolfserg. Das Jahr 1870 war im Wilden Westen eine raue Zeit. Es kam zu Schießereien, Banküberfällen, Verfolgungsjagden, und die Cowboys hingen im Saloon mit leichten Mädchen ab. Über diese Zeit machten der Wolfsberger Tätowierer Klaus »Muno« Weinlinger und der Ebenthaler Armin Schnitzler einen klassischen Western. Titel: »1870«. Entstanden ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Familie, Missgunst, Verrat und Vertrauen. 

»Es ein Mix aus Agatha Christie, Quentin Tarantino und Django. Leute sterben, es fließt viel Blut und jeder versucht herauszufinden, wer hinter den Morden steckt«, erzählt der Weinlinger über den Film (wir berichteten).

»Die Dreharbeiten waren recht herausfordernd, aber es wurde sehr professionell gearbeitet«
Klaus »Muno« Weinlinger, Produzent und Darsteller

Gedreht wurde ab September 2019 an verschiedenen Orten im Lavanttal, wie in Wolfsberg, an der Lavant bei St. Andrä, auf der Koralpe, aber auch in den Westernstädten »Lucky Town« im Burgenland und »Golden Eagle« bei Hartberg. »Die Koralpe verfügt über eine rote Felsstruktur, damit konnten die Rocky Mountains perfekt nachgestellt werden«, sagt Weinlinger. 

Der Wolfsberger legte viel Wert auf Authentizität, lange Zeit wurde recherchiert, welche Waffen, Kleidung und Werkzeuge zu dieser Zeit benutzt wurden, danach begab er sich auf die Suche, um die Requisiten aufzutreiben. Am schwierigsten war es natürlich, an Original-Waffen aus der Zeit zu bekommen.

Neben den Hauptdarstellern wirkten noch rund 60 weitere Personen als Nebendarsteller bzw. Statisten an dem Film mit, darunter auch Stuntreiter und eine Gruppe eines Westernvereins, die weltweit Schlachten aus dem US-Bürgerkrieg nachstellt.

»Die Dreharbeiten waren recht herausfordernd. Oftmals hatten wir nur eine Möglichkeit, eine Szene in den Kasten zu bekommen. Aber es haben alle sehr professionell gearbeitet«, meint Weinlinger. Nach rund einem Jahr Dreharbeiten ging es zur Postproduktion, also dem Schneiden des Film. Das hat Armin Schnitzler übernommen und beanspruchte einige Zeit, denn »einige Aufnahmen mussten auch nachvertont werden. Bei Außenaufnahmen gab es hin und wieder Störgeräusche«, sagt Weinlinger. 

Der fertiggeschnittene Film ging schließlich nach Deutschland, wo der international bekannte Blues-Rock-Musiker Jimmy Cornett die Filmmusik schrieb und den Streifen vertonte.

Nun ist es soweit. Sämtliche Arbeiten sind abgeschlossen und der Film ist auf DVD erhältlich. Erworben werden kann die DVD mit dem 60-Minuten-Streifen, Zusatzmaterial und einem Booklet um zehn Euro in Munos Studio »Baroque Ink« in der Spanheimerstraße in Wolfsberg, bei Pueblo Tattoo in Klagenfurt, bei Tina Tattoo in Leibnitz, im Motodrome Sintschnig, Roxor in Wolfsberg, bei Skyvalley, der MEDI-Versicherung, im Club Vital sowie der OMV-Tankstelle und der ENI-Tankstelle im Lavanttal.

Finanziert wurde der Film aus der eigenen Tasche, in den Hauptrollen zu sehen sind neben Armin Schnitzler die Lavanttaler Klaus Weinlinger, Lukas und Daniel Weinlinger und Herbert Dinauer. 

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