Loretowiese in St. Andrä hat einen neuen Besitzer: Wer er ist und was er vorhat, bleibt streng geheim Ausgabe 27 | Mittwoch, 7. Juli 2021

Die Jesuiten, bisherige Eigentümer jener Wiese, auf der »Gackern« stattfindet, haben sie verkauft. Was nun damit geschehen soll, gibt niemand preis. Der neue Inhaber will ungenannt bleiben, wie sein Anwalt mitteilte. Wichtig ist: Die »Gackern«-Verträge sind aufrecht.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Seit vielen Jahren geht das »Gackern« auf der Loretowiese in St. Andrä über die Bühne. Sie ist jetzt im Besitz eines Mannes, der seine Identität nicht in der Zeitung lesen will. Foto: Pulsinger

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St. Andrä. »Gackern« ist zwar auch heuer wieder abgesagt, darüber gemunkelt wird aber trotzdem – wenn auch im Zusammenhang mit der Loretowiese. Der Veranstaltungsort des »Hendl-Events« mitten in St. Andrä hat nämlich einen neuen Besitzer. Der hat es aber nicht gerne, wenn darüber berichtet wird. 

Streng geheim

Fest steht: Die Loretowiese, die zum Besitz des Jesuitenordens gehörte, wurde an einen deutschen Milliardär – es gibt mehr als hundert von ihnen – verkauft. Der Zeitpunkt wird ebenso als »top secret« eingestuft wie der Umfang des Handels, also was genau den Besitzer gewechselt hat.

Von Relevanz ist nun, welche Pläne dem neuen Eigentümer für die Wiese vorschweben, auf der das »Gackern« seit vielen Jahren stattfindet. Eine Antwort darauf war nicht zu erhalten.

Die St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) sagte dazu lediglich: »Die Verträge, die mit dem Orden bestanden, wurden übernommen und sind aufrecht.« Weitere Fragen verweist sie an den Rechtsvertreter des deutschen Milliardärs.

»Es handelt sich beim Liegenschaftskauf um eine private Angelegenheit meines Mandanten«
Der Anwalt des Milliardärs

Der verbat sich die Nennung seines sowie des Namens seines Mandanten, lehnt jeden Kommentar ab, sandte an die Unterkärntner Nachrichten aber ein Schreiben dieses Inhalts: Es handle sich »beim gegenständlichen Liegenschaftskauf um eine private Angelegenheit meines Mandanten (...) und dementsprechend (werden) dazu keinerlei Informationen bzw. Auskünfte erteilt (...), zumal an sich mit der Verkäuferin (Anm.: der Österreichischen Provinz der Gesellschaft Jesu) auch mündlich vereinbart wurde, über die gesamte Transaktion Stillschweigen zu bewahren.« Der Schlusssatz des Anwaltsschreibens lautet so: »Bleibt abschließend festzuhalten, dass sich mein Mandant (...) weitere rechtliche Schritte ausdrücklich vorbehält, sollten seine Namensrechte oder andere ihm im Rahmen seiner Privatsphäre zustehenden höchstpersönlichen Rechte im Rahmen der Berichterstattung verletzt werden.« Die Unterkärntner Nachrichten dankten dem Anwalt darauf »herzlich« für die schriftliche Bestätigung des Kaufs.

Karl Feichtinger, Obmann des »Vereins St. Andräer Geflügelfest«, der das »Gackern« zuletzt 2019 auf der Loretowiese durchführte, meinte auf die Frage, wie lange der Vertrag zur Nutzung der Wiese noch laufe: »Mehrere Jahre.«

Nicht von Bedeutung

Für ihn ist der Eigentümerwechsel nicht von Bedeutung, denn: »Es ist alles vertraglich gesichert. Da der neue Eigentümer in die Fußstapfen der vorigen tritt, erwarte ich keine Probleme.« Steht er in gutem  Einvernehmen mit dem jetzigen Besitzer? »Ich kenne ihn nicht«, so Feichtinger.

Nun wären an dieser Stelle weitere Ausführungen über den Milliardär möglich. Sie unterbleiben aber, um seine Identität zu schützen – wie es ihm zusteht. 

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