Peugeot kombiniert Elektro- und WasserstoffantriebAusgabe 23 | Mittwoch, 9. Juni 2021

Der neue Peugeot e-Expert Hydrogen ist das erste Serienfahrzeug des französischen Herstellers, das eine Elektroversion mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle anbietet. Eine Verfügbarkeit sowie Preise für den österreichischen Markt gibt es bis dato noch nicht.

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Unterkärntner Nachrichten Redaktion Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion officeno@spamunterkaerntner.at
In drei Minuten ist Wasserstoff für eine Reichweite von rund 400 Kilometern (laut WLTP) getankt. Erhältlich sein wird der Van in zwei unterschiedlichen Längen, allerdings nur mit einer Ausstattungsvariante, die 17-Zoll-Aluräder, einen 7-Zoll-Touchscreen und eine 180-Grad-Rückfahrkamera umfasst. Foto: Peugeot

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Als einer der ersten Hersteller bietet Peugeot ab heuer im Segment der kompakten Vans neben den Modellen Verbrenner- und Elektromotor auch eine Elektroversion mit Wasserstoff-Brennstoffzelle in Serie an.

Der neue Peugeot e-Expert Hydrogen verfügt über ein neues, innovatives und spezifisches »Mid-Power-Plug-in-Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektro«-System. Es besteht aus einer Brennstoffzelle, die mit Hilfe des im Tank befindlichen Wasserstoffs den für den Antrieb des Fahrzeugs erforderlichen Strom erzeugt, und einer Lithium-Ionen-Hochspannungsbatterie mit einer Kapazität von 10,5 kWh, die über das Stromnetz aufgeladen werden kann und die in bestimmten Fahrphasen den Elektromotor antreibt.

Mit diesem System ausgerüstet, kann der Van alle Strecken ohne CO2-Emissionen zurücklegen. In nur drei Minuten ist Wasserstoff für eine Reichweite von über 400 Kilometern im WLTP-Zyklus getankt.

Erhältlich ist der e-Expert Hydrogen in zwei unterschiedlichen Längen (»Standard« mit einer Länge von 4,95 Meter und »Lang« mit 5,30 Metern Länge), die über die gleichen Ladevolumeneigenschaften wie die diesel- und batterieelektrischen Versionen verfügen. Das Ladevolumen beträgt bis zu 6,1 Kubikmeter, die maximale Nutzlast liegt bei 1.100 Kilogramm und die maximale Anhängelast bei 1.000 Kilogramm.

Verschiedene Betriebsphasen
Beim Anfahren und bei niedriger Geschwindigkeit versorgt die Hochvoltbatterie den Elektromotor allein mit der Energie, die er für die Traktion benötigt. Bei gleichmäßiger Geschwindigkeit liefert die Brennstoffzelle die Energie direkt an den Elektromotor, beim Beschleunigen, Überholen oder Bergauffahren werden Brennstoffzelle und die Hochvoltbatterie kombiniert, um den Elektromotor mit Energie zu versorgen. Energie zurückgewonnen wird beim Bremsen und Verzögern durch Rekuperation.

Drei unterschiedliche Fahrmodi stehen dem Fahrer per Wählschalter zur Verfügung: »Eco«, »Normal« und »Power«. Im Modus »Eco« verfügt der e-Expert Hydrogen über 60 kW Leistung und 190 Nm maximales Drehmoment und ist damit für eine optimierte Reichweite ausgelegt. Im Modus »Normal« (80 kW, 210 Nm) ist das Fahrzeug für den täglichen Gebrauch gerüstet. »Power« (100 kW, 260 Nm) sorgt dafür, dass der Franzose für den Transport schwerer Lasten bestens geeignet ist.

Für den Van gibt es nur eine Ausstattungsvariante, die neben 17-Zoll-Aluminiumrädern eine 180-Grad-Rückfahrkamera, eine elektrische Feststellbremse sowie ein 7-Zoll-Touchscreen-Zentraldisplay mit 3D-Navigation umfasst. Im Cockpit blickt der Fahrer auf ein analoges Kombiinstrument mit einer an die Technik angepasster Farbmatrix.
Die ersten Modelle des Peugeot e-Expert Hydrogen sollen noch 2021 an Gewerbekunden in Frankreich und Deutschland ausgeliefert werden. Preise und Verfügbarkeit für den österreichischen Markt sind derzeit noch nicht bekannt.

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