Der Wein sprießt endlich wieder im Lavanttal: Verein »Lavanttaler Wein« ist wieder sehr aktivAusgabe 23 | Mittwoch, 9. Juni 2021

Nachdem der Verein »Lavanttaler Wein« aufgrund der Corona-Pandemie im Vorjahr etwas leiser treten musste, geht es nun auch wieder mit Veranstaltungen los. Bereits am 21. Mai fand im Obst- und Weinbauzentrum in St. Andrä ein Bioweinseminar statt.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Viele Mitgliedsbetriebe des Vereins »Lavanttaler Wein« besuchten den Bio-Weinbaukurs am 15. Mai. Vorne rechts die Referentin DI Sabrina Dreisibner-Lanz, Bio-Weinbauberaterin in der Steiermark. Rechts: Sechs Lavanttaler Weinbaubetriebe bringen am 22. Juni einen gemeinsamen Verkostungskarton heraus. KK

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Lavanttal. So spät und langsam wie noch nie schieben sich die jungen Triebe aus den Knospen der Lavanttaler Reben. Man könnte das als Gleichnis für die Tätigkeiten des Vereins »Lavanttaler Wein« verstehen, der nach einer Phase des Leisetretens wieder Akzente setzen kann, darunter ein Bio-Weinbauseminar, ein gemeinsames Verkostungspaket und eine Online-Weinverkostung. 

»Schon vor Jahren haben sich Lavanttaler Winzer vorgenommen, gemeinsam statt einsam vorzugehen, und den Verein Lavanttaler Wein gegründet«, erzählt Erwin Gartner, Obmann des Vereins.

Aufgrund Covid-19 musste der Verein »Lavanttaler Wein« das bereits für 2020 geplante Bioweinbauseminar verschieben. Am Freitag, den 21. Mai, war es dann aber soweit: Sabrina Dreisiebner-Lanz, Bio-Weinbauberaterin in der Steiermark, kam ins Obst- und Weinbauzentrum in St. Andrä, um über Bedingungen und Möglichkeiten eines Bioweinbaus im Lavanttal zu referieren. Gekommen waren nicht nur die Winzer des Tals, sondern auch Bio-Winzer aus dem Rest Kärntens. Die Vortragende verstand es ausgezeichnet, die Bereiche Bodenanalyse- und pflege, Stockpflege und Pflanzenschutz anschaulich miteinander zu verbinden. Wie sie bei der anschließenden Weingartenbegehung zeigen konnte, sind auch auf einer kleinen Fläche unterschiedliche Bodenformen vorhanden, die ebenso unterschiedlich bewirtschaftet gehören.

Die Lavanttaler Winzer bemühen sich, ihre Rebflächen ökologischer zu bewirtschaften: Mittlerweile gibt es keinen Betrieb mehr, der nicht auf den Einsatz von Herbiziden im Bereich zwischen den Rebstöcken verzichtet, obwohl das einen zumindest dreifachen Kosten- bzw. Arbeitsaufwand mit sich bringt. 

Einige Winzer haben überhaupt zu pilzwiderstandsfähigen Sorten gegriffen, so der Weinbaubetrieb Strutz in Auen. Die Sorten Muscaris, Cabernet blanc, Pinotin oder Cabernet Jura kommen mit geringerem chemischen Pflanzenschutz aus. 

Online-Weinreise

Der Verein möchte sich aber nicht nur wieder regelmäßig zur Weiterbildung zusammenfinden, sondern in den nächsten Wochen  auch den neuen Jahrgang 2020 ins Rampenlicht stellen, der qualitativ und mengenmäßig ein sehr guter war. Geplant ist eine Online-Weinreise durch das Lavanttal mit neun Lavanttaler Weinen unter der Ägide des Kärntner Sommeliervereins. Dieses Verkostungs-Format hat sich in der Corona-Zeit etabliert. Die Weine werden in Kleinflaschen an die Teilnehmer geschickt. Die Winzer stellen sich und die Weine am 22. Juni per Zoom vor. Die Verkostung ist unter der Webadresse https://www.lenzbauer.wine/webshop/product/24-weinreise näher beschrieben und um 50 Euro buchbar. 

Anmeldeschluss ist der 16. Juni um 12 Uhr. 

Eine Novität

Die Betriebe Lavanttaler Beschäftigungsinitiative, Lippitz, Ritter, Lenzbauer.wine, Strahlegger und Strutz haben einen Sechserkarton mit ihren Weinen zusammengestellt. 

Ein Großteil der Weine wird auch bei der Online-Verkostung dabei sein. Verkaufsstart ist ebenfalls der 22. Juni. Der Karton kann bei jedem der teilnehmenden Betriebe bestellt werden. 

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