WK-Obmann Gerhard Oswald: »Regionale Wirtschaft braucht kein Kirchturmdenken der Politik«Ausgabe 40 | Mittwoch, 2. Oktober 2019

Nach einem Artikel Unterkärntner Nachrichten reagiert die Interessenvertretung der Wirtschaft. Sie wiederholt Forderungen zum Thema Lebensstandort und Wirtschaftsraum Lavanttal: »Die jahrelange Nichtumsetzung von Hausaufgaben muss ein Ende haben!«

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Die Wirtschaftskammer fordert die Politik auf, endlich in die Gänge zu kommen. Der Wolfsberger Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer, Gerhard Oswald (Bild r.), gibt ein klares Bekenntnis dazu ab, an ernsthaften Bestrebungen der Gemeinden mitzuarbeiten.Fotos: UN (1), WKK/WATL

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Wolfsberg. »Meldungen wie jene, dass ein interkommunaler Gewerbepark im Lavanttal endgültig gescheitert sei, will die heimische Wirtschaft einfach nicht hören.« So reagierte der Lavanttaler Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald auf einen Bericht der Unterkärntner Nachrichten mit der Schlagzeile »Interkommunaler Gewerbepark endgültig gescheitert«. 

Weiters meinte die Wirtschaftskammer Bezirksstelle Wolfsberg in einer Presseaussendung: Bekanntlich sei es eine jahrelange Forderung der Lavanttaler Wirtschaft, dass es mehr Kooperation in der Region und einen starken Auftritt nach außen geben solle. In dem aktuellen Artikel werde  laut Oswald zu Recht angeprangert, dass seit Jahren der Ansatz einer interkommunalen Zusammenarbeit im Lavanttal von Gemeinden und Regionalmanagement nicht umgesetzt worden sei. »Unternehmer wollen von der Politik Lösungen für die Zukunft, Verbindlichkeit und klare Standortbedingungen. Ein ewig gestriges Kirchturmdenken wollen wir nicht«, betonte Oswald in Richtung der Kommunen. 

»Unternehmer wollen von der Politik Lösungen, Verbindlichkeit und klare Standortbedingungen«
Gerhard Oswald, WK-Bezirksstellenobmann

Dass dies in der Praxis sehr wohl möglich sei, davon ist Oswald überzeugt. Man müsse sich lediglich die Entwicklungen im benachbarten Bezirk Deutschlandsberg ansehen, wo rund um den künftigen Bahnhof der Koralmbahn die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen.

Die Interessenvertretung der Lavanttaler Wirtschaft stellt zum Thema Standort drei konkrete Forderungen an die heimische Politik: Die vertragliche Umsetzung einer interkommunalen Zusammenarbeit mit allen neun Gemeinden samt interkommunalem Finanzausgleich als grundlegende Basis gelebter Kooperation.

Weiters wird ein Flächenmanagement von Reichenfels bis Lavamünd gefordert, um auf Knopfdruck zu wissen, wo welche wirtschaftlich nutzbaren Flächen tatsächlich zur Verfügung stehen.

Und dann muss noch ein professionelles Standortmarketing für den Lebensstandort und Wirtschaftsraum Lavanttal entwickelt werden. 

»Über 3.000 Unternehmen mit ihren Mitarbeitern zeigen tagtäglich, wie man etwas weiterbringt«
Gerhard Oswald, WK-Bezirksstellenobmann

»Das Lavanttal ist eingebettet in den großen Wirtschaftsraum Süd. Wenn wir als Region hier langfristig eine Rolle spielen wollen, muss es endlich ein Umdenken geben: Über 3.000 fleißige und innovative Unternehmen zeigen mit ihren Mitarbeitern tagtäglich, wie man durch Tun etwas weiterbringt. Die Politik kann es gerne von uns abschauen«, unterstreicht Oswald.  Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Wolfsberg gebe ein klares Bekenntnis dazu ab, an ernsthaften Bestrebungen der Gemeinden mitarbeiten zu wollen: »Als Drehscheibe der heimischen Wirtschaft kennen wir die Bedürfnisse unserer Mitglieder und setzen uns dafür ein.«

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