Lavanttal hat die Farbe gewechselt: Türkis statt BlauAusgabe 40 | Mittwoch, 2. Oktober 2019

Zwei Sieger, zwei Verlierer. So sieht die politische Welt im Bezirk Wolfsberg nach der Nationalratswahl 2019 aus. Die ÖVP schwingt sich auf 37,3 Prozent und den ersten Platz, die Grünen holten plus 5,1 Prozent. Die SPÖ verlor 1,8 Prozent, die FPÖ satte 13,8 Prozent.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Jubel bei der ÖVP des Bezirks Wolfsberg: Spitzenkandidat Johann Weber, Bezirksgeschäftsführerin Carmen Müller, der Wolfsberger Stadtrat Josef Steinkellner, der Bad St. Leonharder Stadtrat Gerhard Penz, die Wolfsberger Fraktionschefin Waltraud Beranek und etliche Freunde und Funktionäre der ÖVP feierten den Erfolg bei der Nationalratswahl im »BK12« in der Bezirkshauptstadt. Foto: KK/privat

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Lavanttal. Sie hatten allen Grund zum Feiern. Die ÖVP hat die Freiheitlichen bei der Nationalratswahl klar von der Spitze verdrängt und liegt im Lavanttal jetzt haushoch vorne. Mit 11.206 Wählern erreichten die Türkisen 37,3 Prozent und gewannen 2.199 Stimmen oder 10,5 Prozent dazu. Die SPÖ verlor 1,8 Prozent und liegt mit 26,7 Prozent wie 2017 wieder auf dem zweiten Platz. Arg gebeutelt wurde die FPÖ: Sie büßte im Tal 13,8 Prozent ihrer Wähler ein und wurde mit einem Stimmanteil von 22,6 Prozent vom ersten auf den dritten Platz zurückkatapultiert. Freuen dürfen sich auch die Grünen: Sie erreichten 6,5 Prozent und sprachen damit mehr als viermal so viele Lavanttaler an wie noch bei der Wahl 2017.

Katerstimmung herrscht jetzt bei der FPÖ. Deren Spitzenkandidat Christian Ragger, der wieder ins Parlament einziehen wird, ortet den Grund des Misserfolgs in der Spesenaffäre.

Lavanttal. Dass sich der politische Wind sehr schnell drehen kann, beweisen die Ergebnisse der Nationalratswahl 2019 im Bezirk Wolfsberg. Hatten vor zwei Jahren noch 12.223 Wähler für die FPÖ gestimmt und ihr damit 36,4 Prozent und die unangefochtene Führung beschert, sah das am vergangenen Sonntag ganz anders aus. Da kam Blau nur mehr auf 6.785 Stimmen oder 22,6 Prozent, ein sattes Minus von 13,8 Prozent – und Platz drei.

Strahlender Sieger war die ÖVP. Mit 11.206 Wählern erreichte sie 37,3 Prozent und den obersten Podestplatz. Sie gewann 2.199 Stimmen (oder 10,5 Prozent) dazu. Die SPÖ erwischte es im Lavanttal nicht so schlimm wie auf Bundesebene. Während die Sozialdemokraten da 5,1 Prozent verloren, waren es im Bezirk Wolfsberg »nur« 1,8 Prozent. Mit 8.012 Wähler oder 26,7 Prozent wurde wie 2017 wieder der zweite Platz erreicht.

Die Grünen langten diesmal ordentlich zu. Sie erreichten 1.950 Wähler (6,5 Prozent) und sprachen damit mehr als viermal so viele Lavanttaler an wie 2017 (460 Stimmen, 1,4 Prozent). Damit überholten sie die Neos, die sich aber ebenfalls steigerten: 1.491 Stimmen oder 5,0 Prozent (2017: 1.053 Stimmen, 3,1 Prozent).

In St. Andrä feierte die ÖVP den größten Erfolg im Tal mit zusätzlich 11,9 Prozent, Türkis hält jetzt 35,4 Prozent. Hier verlor die FPÖ am meisten: 15,1 Prozent weniger, jetzt 27,8 Prozent Wähleranteil.

Am wenigsten zulegen konnte die Kurz-Partei in St. Georgen, schaffte aber trotzdem eine Steigerung von 8,2 Prozent auf jetzt 33,1 Prozent. Die SPÖ gewann 1,2 Prozent und liegt nun bei 26,8 Prozent. Allerdings immer noch weit hinter der FPÖ, die zwar 12,0 Prozent einbüßte, aber immer noch  32,2 Prozent hält. Die SPÖ verlor am meisten in Preitenegg: minus 3,4 Prozent, gesamt jetzt 18,4 Prozent.  

Bedenklich stimmt die Zahl der Nichtwähler. Am Sonntag gingen 30.595 Lavanttaler zu den Urnen, damit 71,1 Prozent der 43.039 Wahlberechtigten. Vor zwei Jahren (43.473 Wahlberechtigte) gaben mit 34.059 Personen 78,3 Prozent ihre Stimmen ab. Ein Minus von 3.464 Wählern oder 7,3 Prozent.

> > Das sagen die Lavanttaler Spitzenkandidaten

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