Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt stellte ihre Ermittlungen gegen European Lithium einAusgabe 39 | Mittwoch, 25. September 2019

Der Wasserverband Koralm hatte eine Sachverhaltsdarstellung gegen Unbekannt eingebracht. Der Verdacht: Das Wolfsberger Projekt könnte das Trinkwasser von 20.000 Menschen gefährden. Monatelang wurde untersucht, jetzt folgte das Aus der Ermittlungen.

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Wolfsberg, Klagenfurt. Ein »Stolperstein« auf dem Weg zur Produktionsaufnahme ist aus dem Weg geräumt. European Lithium gab jetzt bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen eingestellt hat. Die Behörde »kam nach sorgfältiger Prüfung zu dem Ergebnis, dass kein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vorliegt«, schreibt European Lithium.

Hintergrund der Causa war eine  Sachverhaltsdarstellung des Wasserverbands Koralm, dem als Obmann der Deutschlandsberger Bürgermeister  Josef Wallner vorsteht. Sie wurde im Vorjahr gegen Unbekannt eingebracht und beinhaltete den Verdacht, der geplante Lithium-Abbau im Lavanttal könnte das Trinkwasser der steirischen Gemeinden Deutschlandsberg und Frauental und damit von 20.000 Menschen gefährden. Wallner meinte damals: »Unsere Befürchtung ist, dass durch die entstehenden Erschütterungen unsere Quellen verschüttet werden könnten, dass sich etwas tektonisch verschiebt und das Wasser plötzlich woanders austritt.« Dazu sei es laut dem Bürgermeister bei einer Probebohrung zu einer Verunreinigung gekommen.

»Wir werden das Wolfsberg Lithium Projekt nach modernsten Standards umsetzen«
Dietrich Wanke, CEO European Lithium

European Lithium weist nach der Einstellung der Ermittlungen »einmal mehr darauf hin, dass das Wolfsberg Lithium Projekt nach modernsten und strengsten Umweltstandards errichtet wird. Dem Unternehmen liegen in diesem Zusammenhang auch einschlägige Expertisen vor, die ausweisen, dass keine Beeinträchtigungen für Umwelt oder Wasser zu erwarten sind.« Weitere Prüfhandlungen und Begutachtungen würden im Rahmen der endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS) laufend stattfinden.

Das Unternehmen sieht sich jetzt in seinen Bemühungen bestätigt: »Der Beschluss der Staatsanwaltschaft und die umfassende Dokumentation möglicher Auswirkungen bestätigen, dass European Lithium für nachhaltigen Bergbau unter strengsten Auflagen steht.«

»Neue Maßstäbe«

Zu Wort meldete sich auch Dietrich Wanke, CEO von European Lithium. Er verspricht: »Unser Ziel ist es, der erste Lithium-Rohstofflieferant Europas zu werden und dabei neue Maßstäbe im Bereich Green Mining zu setzen. Wir werden das Wolfsberg Lithium Projekt daher zum Vorteil für die Region, den Standort Österreich und die gesamte europäische Batterie-Industrie nach modernsten Standards umsetzen.«

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