Causa Stadtwerke: Trettenbrein übt Kritik an Geschäftsführer und fordert PrüfungAusgabe 32 | Mittwoch, 7. August 2019

Aufgrund der Vorfälle bei der Wolfsberger Stadtwerke GmbH rief LAbg. Harald Trettenbrein kürzlich den Rechnungshof an und bat um eine Überprüfung. Auch vom Kontrollausschuss der Stadtgemeinde erwartet sich Trettenbrein nun eine Prüfung der Vorgänge.

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Wolfsberg. Seit einigen Wochen kehrt keine Ruhe bei der Stadtwerke GmbH ein (die Unterkärntner Nachrichten berichteten). Nun geht Beiratsmitglied Harald Trettenbrein (FPÖ) in die Offensive. »Bereits vor vier Wochen habe ich gefordert, die Stadtwerke GmbH sollte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen von den Beschuldigten einholen. Bis heute wurde diesem Ansuchen nicht nachgekommen«, ärgert sich Trettenbrein.

Trettenbrein meint weiters, dass ihm regelmäßig von Mitarbeitern über Missstände berichtet werden würde. »Jetzt gehen wieder die Quartalsvorschreibungen von Wasser, Kanal und Müll raus. Diese sind bereits um 40 - 50 Prozent teurer als vor fünf Jahren. Gebühren sind vom Bedarf abhängig. Wenn jetzt Abrechnungen zu hoch waren, warum soll dann der Bürger die Krot schlucken und mehr zahlen?«, fragt sich Trettenbrein.

Mittlerweile haben Trettenbrein und FPÖ-Landesparteisekretärin Isabella Theuermann den Bundesrechnungshof kontaktiert und um eine Überprüfung der Wolfsberger Stadtwerke GmbH gebeten.

Der Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ) reagiert auf die Kritik von Trettenbrein verärgert: »Wir haben eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft geschickt. Nun liegt der Ball bei dieser. Ich bin weder Richter noch Ankläger. Die Staatsanwaltschaft ist nun am Zug. Trettenbrein soll mit seinen ständigen Zwischenrufen aufhören. Der Fall ist zu sensibel und eignet sich nicht, um politisches Kleingeld zu wechseln.« 

Trettenbrein soll mit seinen ständigen Zwischenrufen aufhören.
Hans-Peter Schlagholz, Bürgermeister

Kritik an Geschäftsführer

Auch an Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Rabensteiner  übt Trettenbrein Kritik. »Sollte die Hälfte der Anschuldigungen wahr sein, was hat der Geschäftsführer getan? Er muss doch merken, wenn Baustellen teurer werden oder sich die Bauzeiten massiv verlängern. Sollten die Vorwürfe nicht stimmen ist zu hinterfragen, warum zwei der fähigsten Mitarbeiter einfach gekündigt wurden. In beiden Fällen ist dieser Geschäftsführer nicht mehr tragbar. Das erinnert mich stark an die Vorgangsweise der SPÖ bei der Kabeg, die die ehemalige Geschäftsführerin Mannegold unbedingt abservieren musste und mittlerweile sind dabei Kosten von über 300.000 Euro entstanden«, so Trettenbrein, der weiters in den Raum wirft »warum wurde Rabensteiner nicht auch beurlaubt oder ihm zumindest ein zweiter Geschäftsführer zur Seite gestellt, bis die Sache geklärt ist?«

Geschäftsführer Dieter Rabensteiner war aufgrund der laufenden Überprüfungen und Verfahren zu keiner Stellungnahme bereit.

Kontrollausschuss gefordert

»Der Kontrollausschuss der Stadtgemeinde muss reagieren, warum wurde dieser noch nicht aktiv?«, fragt sich Trettenbrein. Kontrollausschussobmann Heinz »Die Angelegenheit wird derzeit von der Staatsanwaltschaft geprüft. Der Kontrollausschuss kann aufgrund der Vertraulichkeit nur eingeschränkt prüfen und braucht dazu einen Auftrag«, antwortet Schlagholz und Kontrollausschussobmann Heinz Hochegger (Liste Wolfsberg) meint dazu: »Wir werden uns das jetzt sicher buchhalterisch anschauen. Aber wir sind kein Gericht. Wenn die Rechnungen mit dem Budget übereinstimmen, können wir lediglich auf Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit prüfen. Ich verstehe die Kritik von Trettenbrein nicht. Jede außerordentliche Ausgabe geht durch den Beirat, in dem auch der Herr Trettenbrein sitzt.«

Der Geschäftsführer muss doch merken, wenn Baustellen teurer werden oder sich die Bauzeiten massiv verlängern
Harald Trettenbrein, Beiratsmitglied

Trettenbrein kontert: »Da irrt Hochegger, die Investition wird mit der Gesamtsumme beschlossen, die Abwicklung und Abrechnungen der einzelnen Projekte obliegt der Geschäftsführung und ist nicht Angelegenheit des Beirates.«

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