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Die Jahresausstellung »frau:macht:kunst« im Stift St. Paul beleuchtet heuer vergessene Künstlerinnen Ausgabe 21 | Mittwoch, 20. Mai 2026

Von 26. Mai bis 31. Oktober zeigt das Stift St. Paul mit »frau:macht:kunst« eine Ausstellung, die vergessene Künstlerinnen sichtbar macht. Im Zentrum stehen die Werke von drei Künstlerinnen, die von Beharrlichkeit, Talent und künstlerischer Freiheit erzählen.

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St. Paul. Mit der Ausstellung »frau:macht:kunst« von 26. Mai bis 31. Oktober im Museum des Stifts St. Paul wird ein Kapitel der Kunstgeschichte neu beleuchtet: das Schaffen von Künstlerinnen, deren Werk lange Zeit unterschätzt, übersehen oder als bloße »Nebensache« abgetan wurde.

Im Zentrum stehen die drei außergewöhnlichen Persönlichkeiten Olga Holzhausen, Margarethe Martiny-Holzhausen und Elisabeth-Charlotte Martiny, deren künstlerische Entwicklung über Generationen hinweg den Weg in die Moderne nachzeichnet. Ausgangspunkt ist das bewegende Zeugnis Margarethe Martiny-Holzhausens: »Das Streben und die Liebe und die Begeisterung zur Kunst. Du hast das für eine Mädchenlaune gehalten, was das Ernsteste und Wahrste in meinem Leben ist.« Diese Worte stehen exemplarisch für das Schicksal vieler Frauen, deren kreativer Anspruch lange verkannt wurde. 

»Die Ausstellung ist eine überfällige Korrektur unseres Blicks auf die Geschichte« 
Gerfried Sitar, Museumsdirektor

Die Ausstellungseröffnung mit einer Sonderführung mit Museumsdirektor Pater Gerfried Sitar und Ulrike Janach, Leiterin des Kunsthauses Köflich, findet am Dienstag, 26. Mai, um 19 Uhr statt.

Die Sonderschau – eine Kooperation mit dem Kunsthaus Köflach – zeigt die Vielfalt und Tiefe weiblicher Kunst: Olga Holzhausen überzeugt als gefeierte Porträtmalerin mit feinem Gespür für Persönlichkeit und Ausdruck. Margarethe Martiny-Holzhausen entfaltet eine poetische Bildwelt in ihren Tierstudien und Märchendarstellungen. Elisabeth-Charlotte Martiny schließlich öffnet den Blick in die internationale Moderne – mit experimentellen, abstrakten Arbeiten, geprägt von globalen Einflüssen. Ihr gemeinsames Gesamtwerk ist mehr als eine künstlerische Entwicklungslinie – es ist ein Zeugnis von Mut, Beharrlichkeit und dem unerschütterlichen Willen, sich in einer von Männern dominierten Kunstwelt zu behaupten. 

Dabei verweist die Ausstellung über die Kunst hinaus: Sie macht sichtbar, dass Frauen auch in Wissenschaft, Literatur und Politik über Jahrhunderte hinweg gegen strukturelle Barrieren kämpfen mussten. Ihre Leistungen sind heute unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Selbstverständnisses – kraftvoll, innovativ und von bleibender Relevanz.

»›frau:macht:kunst‹ ist mehr als eine Ausstellung – es ist eine überfällige Korrektur unseres Blicks auf die Geschichte und ein starkes Statement für die Gegenwart«, so Museumsdirektor Pater Gerfried Sitar, der weiter meint: »Die Ausstellung versteht sich daher nicht nur als Rückblick, sondern als Einladung, die Rolle von Frauen in der Geschichte neu zu betrachten, ihre Stimmen hörbar zu machen und das weibliche Element als treibende Kraft von Innovation und gesellschaftlichem Wandel zu würdigen.«

Geöffnet ist die Ausstellung von 26. Mai bis 31. Oktober von 10 bis 17 Uhr. Führungen sind auf Anfrage unter 04357 2019 20 oder per Mail an ausstellung@stift-stpaul.at möglich.

Schatzhaus Kärnten

Die Hauptausstellung »Schatzhaus Kärntens – Universum Wissen« ist ebenfalls von Mai bis Ende Oktober 2026 zu besichtigen. Begleitend zu den Ausstellungen wird es auch wieder verschiedene Museumserlebnisse geben, wie beispielsweise eine Rätselreise durch die Ausstellungsräume im Schein der Taschenlampe. Alle Termine sind unter www.stift-stpaul.at zu finden. 

Tickets kosten 15 Euro für Erwachsene, 13 Euro für Senioren und 6,50 Euro für Kinder von sechs bis 16 Jahren. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei, Studenten, Präsenz- und Zivildiener sowie Lehrlinge und Menschen mit Beeinträchtigung müssen neun Euro bezahlen.

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