Seit 1887 | Das unabhängige Wochenblatt für Unterkärnten

Eröffnung am 20. November: Rudolf Verhounig übernimmt auch den Adeg-Markt in ReichenfelsAusgabe 47 | Mittwoch, 19. November 2025

Nach 70 Jahren, in denen die Familie Theißbacher das Kaufhaus in Reichenfels betrieben hat, gibt es nun einen neuen Eigentümer. »Adeg Reichenfels«, wie der Markt nun heißen wird, eröffnet nach einer Umbauphase mit einer Reihe von Neuerungen für die Gäste.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Artikel

Reichenfels. Der einzige Nahversorger in Reichenfels hat einen Nachfolger gefunden. Harald Theißbacher hatte am Samstag, 8. November, den Adeg-Markt zum letzten Mal geöffnet. Der 68-Jährige verabschiedete sich an diesem Tag in die Pension. Mit Rudolf Verhounig (62) übernimmt ein erfahrener Adeg-Kaufmann die Filiale, die nach einigen Tagen, in denen das Geschäft für Umbauarbeiten geschlossen war, am Donnerstag, 20. November, wieder eröffnet.

Verhounig übernahm 1993 die Adeg-Filiale von seinen Eltern in Griffen. Nach dem Rückzug der Adeg Wolfsberg Genossenschaft übernahm der Griffner im Vorjahr die Adeg-Märkte in Tainach, Ruden sowie die beiden Lavanttaler Filialen in St. Margarethen und in St. Stefan.

Zur Seite steht Verhounig seit einem Jahr Sabine Tragbauer. Die 43-Jährige blickt auf viele Jahre Erfahrung bei Adeg Wolfsberg zurück und ist als Geschäftsführerin für Verhounig tätig. Als Marktleiterin in Reichenfels wird Franziska Schilcher tätig sein (47), die von vier Mitarbeitern im Markt unterstützt wird. 

Am Beginn stand ein Gespräch
Verhounig erzählt, wie es zur Übernahme kam: »Harald Theißbacher und ich sind beide im Adeg-Aufsichtsrat. Er hatte keinen Nachfolger, und schließlich sind wir ins Gespräch gekommen. Gemeinsam mit Sabine Tragbauer habe ich mir den Markt angesehen, dann haben wir uns entschieden, ihn zu übernehmen.«
Harald Theißbacher ist sichtlich erleichtert, dass ein Nachfolger gefunden wurde: »Wir haben lange gezittert, ob es weitergehen wird. Reichenfels ohne Geschäft kann ich mir nicht vorstellen.«

Verhounig ergänzt: »Die Situation, wie sie hier in Reichenfels ist, war auch bei den anderen Märkten ähnlich. Es waren überall eingesessene Kaufleute, deren Märkte einen Nachfolger gesucht haben.«  

Nach dem Umbau, bei dem unter anderem eine neue Beleuchtung und eine Kameraüberwachung installiert werden, eröffnet »Adeg Reichenfels«, wie die Filiale zukünftig heißen wird, am Donnerstag 20. November um 7 Uhr. Zur Eröffnung gibt es neben Kuchen, Kaffee und Sekt auch eine Pizzaverkostung.

Regionalität im Fokus
»Wir setzen auf Regionalität und möchten die Wertschöpfung so gut es geht im Bezirk halten«, sagt Sabine Tragbauer. Viele Produkte wie Eier, Mehl, Nudeln uvm. kommen aus der Region. Besonderer Schwerpunkt wird im Reichenfelser Markt außerdem auf die Feinkost mit der heißen Theke gelegt. Da der Adeg-Markt auch Treffpunkt ist, wird es eine »Kommunikationsecke«, in der es Kaffee gibt und die Kunden miteinander reden können, geben.

Wie auch in den anderen vier von Verhounig übernommenen Filialen, wird es auch in Reichenfels ein hybrides Kassensystem geben, das einen Einkauf zwischen bzw. nach den Öffnungszeiten ermöglicht. Davon ausgenommen sind Alkohol, Zigaretten und Feinkost-Produkte.

Zukünftig hat die Filiale von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 12.30 Uhr geöffnet haben.

Das hybride Kassensystem ermöglicht einen Einkauf in der Mittagspause bzw. nach Ladenschluss. Der Zugang erfolgt mittels Bankomatkarte und ist an Wochentagen von 12 bis 14 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr und samstags von 12.30 bis 17 Uhr möglich.

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren