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Bad St. Leonhard. Rund 700.000 Euro wird die Stadtgemeinde Bad St. Leonhard in das örtliche Straßennetz investieren. Insgesamt 16 Projekte werden in den kommenden zwei Jahren damit umgesetzt.
Bürgermeister Dieter Dohr (Liste Dohr) sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 30. Juni, von einem historischen Tag. Straßenreferent Stadtrat Gerhard Penz (ÖVP) stimmte ihm zu und sagte: »Der Tag ist für mich und uns alle wirklich ein bisschen historisch. Unsere Straßen sind in den vergangenen Jahren etwas auf der Strecke geblieben. Wir haben in die Volksschule, den Kindergarten und die Feuerwehren investiert. Aber die Straßen werden nicht besser, sondern von Jahr zu Jahr schlechter.« Penz erklärte, man sei vor rund zwei Monaten die Straßen abgefahren, die es zu sanieren gilt, und habe darauf einen Stufenplan erstellt. »Wir haben 17 Weg-Projekte auf diesem Plan, davon können wir jetzt 16 umsetzen«, so Penz. Einzig die Sanierung der Bambergerstraße kann derzeit nicht umgesetzt werden, da erst Wasser- und Kanalleitungen erneuert werden müssen.
Vizebürgermeister Heinz Joham (Liste Dohr) informierte, dass bei drei Projekten auch die Wasserleitungen erneut werden, die Siedlung in der Bambergerstraße aber groß sei, dementsprechend viele Quadratmeter würden bei einer Sanierung von Wasser-, Kanal- und Straßennetz anfallen.
»Wir haben 17 Projekte auf unserem Stufenplan, 16 davon können wir jetzt umsetzen«
Gerhard Penz, Straßenreferent
Weniger euphorisch zeigte sich Gemeinderat Franz Walzl (SPÖ), der sagte: »Mir wird es ganz anders, wenn ich solche Wahlreden höre. Ihr baut um 700.000 Euro, aber so eine Straße wie auf den Kalchberg wünsche ich niemandem. Der Vorgänger hat 25 Jahre lang versprochen, die Straße zu sanieren. Sein Nachfolger ist in die Fußstapfen getreten. Aber ich begrüße natürlich, dass etwas gemacht wird.«
»Was an Budget da ist«
Der für die Straßen zuständige Penz antwortete: »Mir wäre auch lieber gewesen, wenn wir mehr Geld investieren könnten, aber wir können nur verwenden, was da ist. Der untere Abschnitt am Kalchberg wird aber wahrscheinlich schneller kommen, als du glaubst. Das Projekt ist am Laufen.«
Die Gesamtkosten von 697.000 Euro setzen sich zusammen aus rund 500.000 Euro der Gemeinde und 200.000 Euro Mitteln des Bundes. Der Beschloss für das Straßenbauprogramm erfolgte einstimmig.
Einstimmigkeit herrschte auch, als es darum ging den »Tag der Harmonika« zu beschließen. Der Harmonikaverband Österreich wird die Veranstaltung von 27. bis 30. Mai im kommenden Jahr durchführen. Die Unterstützung der Gemeinde beläuft sich auf 5.000 Euro. Den gleichen Unterstützungsanteil steuert das Unternehmen Harmonika Müller bei.
Und dem Hotel Moselebauer der Familie Pirker in Kliening, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestandsjubiläum feiert, wird das Stadtwappen verliehen. Die Überreichung des Wappens wird am 22. August erfolgen. Senior-Chef Gerhard Pirker verstarb erst im vergangenen Mai unerwartet auf einer Urlaubsreise.

Von Philipp Tripolt
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