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Bad St. Leonhard. Vor zehn Jahren wurde in Bad St. Leonhard ein wichtiger Schritt für die Kinderbetreuung gesetzt: Die Gemeinde übertrug die Führung des Kindergartens und der Kindertagesstätte an die LKH-Zwerge. Initiiert wurde diese Zusammenarbeit vom damaligen Vizebürgermeister und Schulreferenten, dem heutigen Bürgermeister Dieter Dohr (Liste Dohr). Zehn Jahre später ziehen Gemeinde und Betreiber eine positive Bilanz. Unter der Leitung von LKH-Zwerge-Geschäftsführerin Brigitte Wulz entwickelte sich das Haus in Bad St. Leonhard zu einem der größten und bedeutendsten Standorte der LKH-Zwerge. Heute umfasst die Einrichtung sechs Kindergartengruppen sowie zwei Kindertagesstätten für Kinder unter drei Jahren. Insgesamt werden derzeit 166 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren betreut. Beschäftigt werden in Bad St. Leonhard – inklusive Reinigungspersonal – 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
»Wir sind auf unser zehnjähriges Jubiläum sehr stolz«, betont LKH-Zwerge-Leiterin Brigitte Wulz. Mit der Übernahme im Jahr 2016 habe man von der Stadtgemeinde Bad St. Leonhard den Auftrag erhalten, ein Betreuungsangebot zu schaffen, das junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich unterstützt. Gleichzeitig wurden zahlreiche Qualitätsprozesse in den Bereichen Infrastruktur, Personal und Tagesablauf umgesetzt. »Die Überführung in ein modernes, zukunftsorientiertes Kinderhaus mit einem hoch motivierten Team ist bestens gelungen«, sagt Wulz.
Im Rahmen der kürzlich abgehaltenen Jubiläumsfeier wurden außerdem langjährige Mitarbeiterinnen für ihre zehnjährige Firmenzugehörigkeit ausgezeichnet: Doris Unterluggauer, Luise Hauser, Helga Pirker und Stefanie Kothmaier erhielten für ihre Treue zum Unternehmen eine Ehrung. Ein besonderer Dank gelte laut Wulz der Gemeindepolitik und insbesondere Bürgermeister Dieter Dohr, die das Haus stets unterstützt hätten.
Pädagogische Weiterentwicklung
Zu den wichtigsten Meilensteinen der vergangenen zehn Jahre zählt Wulz den umfassenden Umbau des Kindergartens sowie die Erweiterung von vier auf sechs Gruppen. Zudem wurden zwei Kindertagesstätten für Unterdreijährige eingerichtet. Auch pädagogisch habe sich das Haus konsequent weiterentwickelt. Heute steht die Werkstattpädagogik mit einer MINT-Vertiefung im Mittelpunkt des Konzepts. Die Kinder können während der Funktionszeiten täglich zwischen 14 Werkstätten wählen – von der Holzwerkstatt über den Snoezelenraum (Anm.: ein reizarmer Raum zur gezielten Entspannung und Sinneswahrnehmung), die Kletter- und Englischwerkstatt bis hin zu Montessori-, Zahlen-, Buchstaben- und MINT-Angeboten. Neue Ideen werden gemeinsam mit den Kindern in eigenen Kinderkonferenzen entwickelt und umgesetzt.
Für diese Qualitätsarbeit erhielt das Bildungshaus im Jahr 2025/26 gleich zwei bedeutende Auszeichnungen: das Gütesiegel »Gesunde Kinderbetreuung« sowie das »MINT-Gütesiegel«.
Nicht immer verlief der Weg ohne Herausforderungen. Vor allem die Zusammenführung des bisherigen Personals von Gemeinde und Caritas in das Unternehmen der LKH-Zwerge sei ein anspruchsvoller Veränderungsprozess gewesen. »Es war wichtig, alle Beteiligten gut abzuholen, zu begleiten und für den neuen gemeinsamen Weg zu begeistern«, blickt Wulz zurück.
Bürgermeister Dieter Dohr erinnert sich an die Anfänge der Kooperation: »Die Zusammenarbeit wurde vor zehn Jahren von mir initiiert, weil mir eine professionelle Kinderbetreuung ein großes Anliegen war. Gerade kleinere Gemeinden verfügen oft nicht über die personellen Möglichkeiten, einen Kindergarten und eine Kindertagesstätte in dieser Qualität selbst zu führen. Mit den LKH-Zwergen hat sich ein erfahrener sozialer Verein dieser wichtigen Aufgabe angenommen.«
»Bestmögliche Betreuung«
Gerade in einer Zeit, in der beide Elternteile häufig berufstätig seien, brauche es qualitativ hochwertige Betreuungsangebote. »Die Kinder erhalten hier eine bestmögliche Betreuung mit einem breiten Angebot und zahlreichen pädagogischen Schwerpunkten. Diese Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen zehn Jahren absolut bewährt«, so Dohr. Ein besonderes Anliegen sei ihm außerdem die Modernisierung des Kindergartens gewesen, deren Neugestaltung 2024 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Auch Kindergartenreferent und Vizebürgermeister Alexander Pichler (SPÖ) unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft: »Die Elementarpädagogik ist eine der wichtigsten Aufgaben einer Gemeinde. Die LKH-Zwerge sind für uns der perfekte Partner. Sommerbetreuung, flexible Öffnungszeiten, eine gesunde Jause, Mittagessen sowie eine Öffnungszeit von 50 Wochen im Jahr und viele weitere Angebote machen diese Zusammenarbeit für unsere Familien besonders wertvoll.«
Zehn Jahre nach dem Start der Zusammenarbeit sind die LKH-Zwerge aus Bad St. Leonhard nicht mehr wegzudenken. Den Kindern in Kindergarten und den beiden Kitas wird ein modernes Betreuungskonzept geboten.

Von Philipp Tripolt
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