Albert Wutscher: »Ich werde immer ein politisch denkender und interessierter Mensch bleiben«Ausgabe 09 | Mittwoch, 3. März 2021

Mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar endete die 45 Jahre dauernde kommunalpolitische Arbeit von Albert Wutscher in der Gemeinde St. Georgen. Wutscher hatte und hat auch zahlreiche ehrenamtliche Funktionen bei verschiedenen Vereinen inne.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Albert Wutscher war 45 Jahre in der Kommunalpolitik tätig und übte in St. Georgen unterschiedliche Funktionen aus. Bild rechts: Als Mitglied des Pfarrgemeinderats half Wutscher (2. v. r.) unter anderem auch bei der Sanierung der Kirche in St. Georgen mit. Fotos: KK

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St. Georgen. »Als ich die landwirtschaftliche Schule abgeschlossen habe, wurde uns gesagt: Jetzt geht es raus ins Leben. Man hat uns auf den Weg mitgegeben, das Leute an uns herantreten werden, die möchten, dass wir uns einem Verein anschließen oder in die Politik gehen«, beginnt Albert Wutscher zu erzählen. Der St. Georgener blickt auf zahlreiche politische und ehrenamtliche Tätigkeiten zurück. »Motiviert wurde ich von meinem Lehrer, Cölestin Spendl. Er hat gesagt, bevor wir zu etwas nein sagen, sollen wir uns überlegen, ob wir mitbestimmen oder bestimmt werden wollen«, so der St. Georgener weiter.

»Wenn ich etwas übernommen habe, dann habe ich nach bestem Gewissen gehandelt«
Albert Wutscher über seine Tätigkeiten

Wutscher hatte mit dem Lagerhaus bis zu seiner Pensionierung nur einen Arbeitgeber. »Ich habe als Mädchen für alles angefangen, war dabei, als die Filiale in St. Andrä eröffnet wurde und war ab 1985 bis zu meiner Pensionierung Geschäftsführer des Lagerhauses in St. Paul.« Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat sich Albert Wutscher aber vielen weiteren Interessensfeldern zugeneigt. Begonnen hat alles 1964 mit der Gründung der Landjugend-Ortsgruppe St. Georgen. Wutscher: »Ich war Gründungsmitglied und ab 1966 Obmann der Ortsgruppe. Von da an hatte ich immer eine Führungsrolle in meinem Leben inne.« Ebenfalls 1966 fand er – dank Friedrich Orter – den Weg in die Politik. Heute blickt Wutscher auf 48 Jahre kommunalpolitische Arbeit zurück. Er war Gemeinderat, Obmann des Kulturausschusses, Gemeindevorstand und Kontrollausschussobmann. »Meine Devise war immer: In der Politik gilt es, das Richtige zu tun und nicht das Populäre«, so Wutscher. Am 28. Februar endete seine kommunalpolitische Tätigkeit. »Ich werde aber immer ein politisch interessierter und politisch denkender Mensch bleiben. Ich möchte allen für die Zusammenarbeit danken«, sagt Wutscher. Weiterhin verankert bleibt er im ÖVP-Parteivorstand.

Vereinsleben
Um über sämtliche Tätigkeiten, die Wutscher  in diversen Vereinen  ausgeübt hat, zu berichten, reicht hier schlicht der Platz nicht aus. Ein paar Auszüge: Wutscher war 35 Jahre Obmann der ÖAMTC-Ortsgruppe St. Paul. Zu seinem Eintritt zählte die Gruppe 34 Mitglieder, als er das Amt abgab, waren es 1.700. Er war außerdem 25 Jahre Bezirksobmann-Stellvertreter und neun Jahre lang Bezirksobmann. Er hat sich über zehn Jahre lang für den Neubau des ÖAMTC-Zentrums eingesetzt. »Wir haben versucht allen Schulen die Verkehrserziehung für die Schüler anzubieten«, blickt Wutscher zurück.

In St. Paul war Albert Wutscher 20 Jahre Obmann der Werbegemeinschaft, hat Fachvorträge gehalten und acht Mal das Städtequiz mit der Wirtschaftskammer und dem ORF veranstaltet. Mitglied des Österreichischen Kameradschaftsbunds ist der St. Georgener seit 1972.

Aktuelle Funktionen
Seit 2014 ist er Bezirks-Obfrau-Stellvertreter des Kärntner Seniorenbunds und seit 2017 auch Landesobfrau-Stellvertreter. Im Pfarrgemeinderat ist er, mit kurzen Unterbrechungen, seit 1973 aktiv, und der Ortsgruppe des Kärntner Abwehrkämpferbunds steht er seit 1985 als Obmann vor. »Wenn ich etwas übernommen habe, dann habe ich nach bestem Wissen und Gewissen dafür gehandelt. Die ehrenamtlichen und öffentlichen Funktionen sind mit enormem Zeitaufwand verbunden und können auch nervenaufreibend sein, aber machen auch viel Freude. Und wenn einem etwas Freude macht, dann ist es keine Belastung«, weiß Wutscher.

Den Ausgleich für seine ganzen Tätigkeiten findet Wutscher daheim. »Familie, Haus und Garten halten mich im Gleichgewicht. Ohne den Rückhalt meiner Familie, und ganz besonders ohne das Verständnis meiner Frau Herta, wären viele Funktionärstätigkeiten nicht möglich gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar.«

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