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St. Paul. »Wenn die Schwalben heimwärts zieh’n« ist ein Hit und jedem Volksmusikfan ein Begriff. 2,6 Millionen Aufrufe allein auf YouTube beweisen das. Der Schöpfer dieses Lieds ist Hubert Urach. Aber auch andere Hits wie die »Mauspolka« oder »Leise rauscht die Lavant« stammen aus seiner Feder. »Du hast Generationen von Musikern geprägt«, sagte Bürgermeister Stefan Salzmann (SPÖ) bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Urach. Begonnen hat Urachs Musikerkarriere 1963 mit der Gründung des Urach Trios. 1965 wurde aus dem Trio die fidelen Lavanttaler.
Am Freitag, 5. Dezember, zeichnete Bürgermeister Stefan Salzmann verdiente St. Pauler Persönlichkeiten mit Ehrenzeichen aus. Hubert Urach erhielt dabei die Ehrenbürgerschaft.
Die ganz besondere Laudatio hielt Sänger und ORF-Moderator Marco Ventre. Er bezeichnet sich auch als einen jener Musiker, für die Urach Vorbild und Idol ist. Besonders geschätzt haben die zahlreichen Fans von Hubert Urach seine Zugänglichkeit. Obwohl ein Superstar der Szene, nahm er sich immer Zeit für seine Fans und war ein »großer Star zum Angreifen«. So passierte es etliche Male, das Urach und seine original fidelen Lavanttaler überraschend bei einer Geburtstagsfeier eines Fans vorbeikamen und ein Ständchen spielten. Er werde nie, so Ventre, die Tränen in den Augen seines inzwischen verstorbenen Papas vergessen, als Hubert Urach ihn mit seinen original fidelen Lavanttalern zum runden Geburtstag überraschte.
Die sehr persönliche Laudatio zeigte, wie sehr Hubert Urach auch als Texter seiner Lieder dem Alltag seiner Fans verbunden ist. Für jedes Lebensereignis von der beginnenden Liebe über die Geburt eines Kindes bis zum letzten Erdenweg eines nahen Menschen hat der nunmehrige Ehrenbürger mindestens ein Lied geschrieben. Diese Urach-Texte waren das Gerüst für Marco Ventres Rede. Ventre machte den Anwesenden klar, dass »der liebe Gott vor den Erfolg wie immer den Schweiß und die Tränen gesetzt hat«, bevor Hubert Gold, Platin und Diamant für seine Tonträger erreichte. Nicht nur die Texte, auch die Melodien trafen und treffen das Ohr der Menschen. Mit dieser besonderen Mischung sorgte er für ausverkaufte Konzerthallen, Millionen verkaufte Tonträger und Fernsehauftritte und mehr. Seine Rede schloss Ventre mit Zeilen aus einem Urach-Text: »Bleib lang noch bei uns, wir haben dich gern. Du bist für uns ein leuchtender Stern.«
Mit einem Überraschungsauftritt stellten sich die jungen fidelen Lavanttaler bei der Ehrung ein. Nach dem Eintrag in das goldene Buch der Marktgemeinde St. Paul bedankte sich der frischgebackene Ehrenbürger bei seinen Wegbegleitern, seiner Familie sowie den Vertretern der Gemeinde. Ein sichtlich bewegter Hubert Urach sagte: »Ich freue mich sehr über diese besondere Auszeichnung. Ich bin überwältigt.«
Weitere Ehrungen
Mit dem Anbau von Spezialkulturen auf ihrem Bauernhof wurde Margit Holzer österreichweit zu einem Begriff und damit zur Botschafterin der Region. Dafür erhielt sie die Ehrennadel in Silber.
Mit der Ehrennadel in Gold wurde Büchsenmachermeister Herbert Streitmeier ausgezeichnet. Mit seiner Spitzenqualität gehört er weltweit zu den Größen seiner Branche und machte St. Paul zu einem Mekka für Liebhaber exklusiver Jagdwaffen.
Als Zeichen der Dankbarkeit für seinen langjähriger Einsatz als Hausarzt erhielt Dr. Paul Kurnig die Ehrennadel in Gold
90 Laufveranstaltungen hat Armin Wasner erst gemeinsam mit Stefan Guetz und seit dessen frühem Tod allein ehrenamtlich organisiert. Dafür bedankte sich St. Paul mit der Ehrennadel in Gold.
Architekt Josef Klingbacher bringt sich seit dem Ende seines Studiums als Mitgestalter der Gemeinde ein. Das neue Rathaus aus zwei historischen Gebäuden ist das sichtbare Zeichen dafür – und die Ehrenmedaille in Silber ist das sichtbare Zeichen der Anerkennung der Gemeinde.
Untrennbar mit Artur Asprian ist der Eislaufplatz in St. Paul und sein Engagement für den ASC St. Paul verbunden. Daneben war er jahrelang als Gemeinderat, später als Vizebürgermeister, Wohnungs-, Sozial- und Sportreferent tätig. Dafür wurde er mit der Ehrenmedaille in Gold geehrt.
Beim gemütlichen Ausklang bewies Urach, dass er noch immer ein fideler Lavanttaler ist. Umrahmt wurde die Feierstunde von einem Quintett der Alt Lavanttaler Trachtenkapelle St. Paul mit Kapellmeister Adolf Streit.

Von Michael Swersina
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