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Wolfsberg. Wenn am Montag, 14. September wieder die Schultaschen gepackt werden, beginnt im Bezirk Wolfsberg für mehr als 3.500 Pflichtschüler ein neues Schuljahr. Insgesamt besuchen in diesem Schuljahr 3.513 Pflichtschüler die Volks‑ und Mittelschulen des Bezirks Wolfsberg, ein nahezu unveränderter Wert gegenüber dem Vorjahr, es sind lediglich sechs Kinder weniger. Die Verteilung zeigt: 1.951 Volksschüler und 1.562 Mittelschüler starten in das neue Schuljahr.
Besonders im Fokus stehen die jüngsten: 520 Taferlklassler beginnen ihren ersten Schultag, viele mit einer Mischung aus Vorfreude und Nervosität.
Das Lavanttal verfügt über ein dichtes Netz an Schulen. Im gesamten Bezirk gibt es 19 Volksschulen – sieben davon in der Bezirkshauptstadt – sowie neun Mittelschulen, die das Fundament der regionalen Bildungslandschaft bilden. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr 111 Volksschulklassen und 78 Mittelschulklassen geführt. Gesamt sind das 189 Klassen, eine weniger als im Schuljahr 2025/26. Die Zahl der Pädagogen an den Lavanttaler Schulen bleibt hoch: 189 Lehrkräfte unterrichten an den Volksschulen, 223 an den Lavanttaler Mittelschulen. Sie sind es, die den Schulalltag prägen, Lernfortschritte begleiten und oft weit mehr leisten als reine Wissensvermittlung.
Neuerungen gibt es im neuen Schuljahr auch bei zwei Schulen. Nach der Auflösung der Polytechnischen Schule in Wolfsberg wird diese künftig an der Mittelschule St. Andrä geführt (wir berichteten). Im neuen Schuljahr sind dafür 26 Schüler gemeldet.
Mit Beginn des neuen Schuljahrs ist auch der Umzug der Schüler der ehemaligen Musikmittelschule beim Stadionbad abgeschlossen. Damit gibt es keine Musikmittelschule mehr in Wolfsberg, stattdessen wird ein musikalischer Schwerpunkt in der Bildungswelt Wolfsberg angeboten.
Guter Besuch an höheren Schulen
Auch im weiterführenden Bereich bleibt das Lavanttal stark: 905 Schüler besuchen eine AHS (Allgemeinbildende höhere Schule), 1.110 haben sich für eine BHS (Berufsbildende höhere Schule) entschieden. Damit ist das Lavanttal einer der schulstärksten Bezirke Kärntens – ein Standort, der sowohl breite Grundbildung als auch spezialisierte Ausbildung bietet.
Der Schulstart bedeutet für viele Familien eine Rückkehr zu Routinen: frühes Weckerläuten, volle Straßen, neue Stundenpläne. Und in den Bildungseinrichtungen laufen die Vorarbeiten, besonders die Volksschulen bereiten sich intensiv auf die Erstklässler vor. Pädagogen berichten, dass die Anforderungen an die Schule steigen – nicht nur fachlich, sondern auch sozial. Viele Kinder benötigen mehr Begleitung, mehr Struktur und mehr individuelle Förderung. Gleichzeitig wächst der Anspruch an moderne Lernformen wie digitale Ausstattung.
Rahmenbedingungen
In den Mittelschulen steht der Übergang in die Berufs‑ und Bildungswelt im Mittelpunkt. Lehrkräfte betonen, wie wichtig stabile Rahmenbedingungen seien, um Jugendliche durch die entscheidenden Jahre zu begleiten. Die gleichbleibenden Schülerzahlen ermöglichen eine gewisse Planungssicherheit, doch Herausforderungen wie Integration, Lernrückstände oder soziale Belastungen bleiben präsent.
Der Bezirk Wolfsberg setzt weiterhin auf enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Gemeinden und Eltern. Besonders zum Schulstart wird auf Verkehrssicherheit hingewiesen: Die 520 Taferlklassler sind im Straßenverkehr unerfahren, viele Wege führen über stark befahrene Straßen. Gemeinden und Polizei appellieren an die Autofahrer, rund um Schulen besonders aufmerksam zu sein. Vor allem sollte das »Elterntaxi« vermieden werden, um Staus zu Unterrichtsbeginn und -ende um die Schulen zu verhindern.
Und 520 kleine Schulanfänger stehen am Beginn eines Weges, der sie viele Jahre begleiten wird – mit Neugier, Stolz und dem ersten eigenen Heft in der Schultasche.

Von Michael Swersina
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