Maildorf: Kinder am Schulweg in LebensgefahrAusgabe 43 | Mittwoch, 23. Oktober 2019

Jeden Morgen müssen die Kinder aus Maildorf entlang der Koralmlandesstraße bis zur Gemmersdorferstraße gehen, um zum Schulbus zu kommen. Die Straße ist sehr eng und Gehweg gibt es keinen. Eltern kämpfen seit Jahren um eine Verbesserung, bislang vergeblich.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Ausweichmöglichkeiten gibt es auf Teilen der Straße in Maildorf keine. Immer wieder kommt es dadurch zu gefährlichen Situationen zwischen Fahrzeugen und Passanten, wie das Bild beweist. Foto: KK/privat

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Maildorf. Die Straße auf die Koralm in Maildorf ist eng und kurvenreich, Hecken verdecken die Sicht, es gibt keinen Gehweg und oftmals halten sich Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung.  Immer wieder müssen von den Autofahrern Ausweichmanöver oder Notbremsungen durchgeführt werden, Zäune wurden bereits in Mitleidenschaft gezogen, Kinder zum Glück noch nicht verletzt. Tagtäglich sind sie aber auf ihrem Weg zum Schulbus diesen Gefahren ausgesetzt. Seit Jahren kämpft Mario Piskernig mit einigen Eltern darum, die Situation zu verbessern. Getan hat sich seit 2007, als Piskernig aktiv wurde, nur wenig. 

Und das, obwohl seither unzählige Gespräche mit dem Land Kärnten, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und den zuständigen Stadträten geführt, Lokalaugenscheine vorgenommen und zwei Unterschriftenaktionen gestartet wurden. Gescheitert sei laut Piskernig eine Lösung bislang immer wieder am Geld, aber auch an den unterschiedlichen Zuständigkeiten. Denn für die Straße ist das Land zuständig, die Errichtung eines Gehwegs fällt in die Zuständigkeit der Stadtgemeinde.

»Vielleicht kann man mit Hinweistafeln besser auf den Schulweg der Kinder aufmerksam machen«
Büro Landesrat Gruber auf die Anfrage der UN

»Vor rund sechs Jahren wurde das Bankett erweitert, damit die Fußgänger zumindest einen Großteil der Strecke neben der Fahrbahn gehen können. Doch wenn es zugewachsen ist, nach Regenfällen oder im Winter kann der schmale Streifen nur schwer benutzt werden und die Leute müssen erst wieder auf die Fahrbahn ausweichen«, erzählt Piskernig.

Sein Wunsch ist ein rund ein Meter breiter, befestigter Gehweg. Dafür wäre auch ein Anrainer bereit, einen Teil seines Grundstücks abzugeben. »Die Vertreter der Gemeinde und des Landes haben sich immer sehr bemüht, der Durchbruch ist aber noch immer nicht gelungen«, sagt Piskernig.

»Ich kenne die Problematik, aber wir müssen warten, bis das Land die Straße saniert, dann können wir von der Gemeinde einen Gehweg errichten. Es geht dabei ja auch um Grundablösen. Denn neben der Straße ist derzeit zu wenig Platz für einen Gehweg. Für die Straße ist das Land zuständig, für den Gehsteig die Stadtgemeinde«, erklärt Stadtrat Josef Steinkellner (ÖVP).

Experten sollen anrücken

Aus dem Büro des zuständigen Landesrats  Martin Gruber (ÖVP) heißt es auf Anfrage der Unterkärntner Nachrichten: »Die Experten unserer Straßenbauabteilung schätzen die Errichtung eines Gehwegs aufgrund der beengten Platzverhältnisse als sehr problematisch ein. Es gibt dort wegen der engen Fahrbahnverhältnisse bereits eine Wartepflicht bei Gegenverkehr. Was wir von Landesseite dennoch anbieten können, ist, dass wir unsere Sachverständigen so rasch wie möglich die Situation vor Ort besichtigen lassen. Denn vielleicht kann man mit Hinweistafeln besser auf den Schulweg der Kinder aufmerksam machen.«

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