Artikel
Wolfsberg. Erst vor zwei Monaten eröffneten Küchenchef Ralph Kollnitzer und Restaurantleiter Patrick Kranl im ehemaligen CaféAldershoff mit Souschef Dominik Tomschy ihr neues Lokal »Roots« – kürzlich wurden sie vom Restaurantführer »Gault & Millau« mit drei Hauben ausgezeichnet.
Kollnitzer, ein gebürtiger Feldkirchner, hat sich damit ein »Comeback« erkocht. Nachdem er im Vorjahr als Küchenchef im Reiterhof Stückler Beachtung fand, verlor er seine Hauben beim Wechsel: Hauben bleiben am Haus, nicht am Menschen. Sein Ziel beim Start des »Roots« war daher: »Die Hauben neu erarbeiten.« Das ist ihm gelungen – und zwar mit einer Küche, die regionale Produkte mit modernen Techniken vereint.
»Die Hauben bestätigen unsere Leistung. Wichtiger ist aber, dass Gäste zufrieden heim gehen«
Ralph Kollnitzer, Haubenkoch
Die »Gault & Millau«-Jury hebt das Fine‑Dining‑Konzept hervor: Traditionelle Zutaten aus der Umgebung werden kreativ interpretiert. »Im vergangenen Jahr haben wir Ralph Kollnitzer noch als Koch im Reiterhof Stückler bewertet. Beeindruckt waren wir damals schon. Jetzt macht er im Lavanttal sein eigenes Ding. Gemeinsam mit Patrick Kranl als Restaurantleiter legt er ein Menü vor, das neuerlich eindrucksvoll ist«, heißt es im Testbericht. Kollnitzer nennt sein Erfolgsrezept schlicht: »Wir interpretieren traditionelle Gerichte neu und modern: Sei es das Paprikahendl, Scheiterhaufen, Marillenknödel. Die Hauben bestätigen unsere Leistung. Wichtiger ist aber, dass Gäste zufrieden nach Hause gehen.«
Hinter dem Erfolg steht nicht nur ein talentierter Koch, sondern auch ein klares Konzept: »Roots« ist für jedermann offen – vom Frühstück, dem schnellen Mittagsmenü bis hin zum Fine-Dining-Konzept. Kollnitzer bringt Erfahrungen aus Spitzenhäusern mit, unter anderem in Salzburg und der Schweiz, und lässt sie in die regionale Küche einfließen.
Hauben im oberen Tal
Bereits seit 1989 wird das Restaurant »Tripolt zum Bären« in Bad St. Leonhard mit Hauben ausgezeichnet. So auch diesmal wieder. Für das Traditionslokal im oberen Lavanttal gab es diesmal 16,5 von 20 Punkten, das ist ein halber Punkt mehr als im Vorjahr und bedeutet wieder drei Hauben. »Wie man Alpen und Adria fusioniert und istrische Aromen dazu klingen lässt – diese Übung beherrscht Seppi Trippolt meisterhaft«, heißt es im Testbericht.

Von Michael Swersina
Lavanttaler Hockeyliga: Vier spannende Partien sorgten zwischen den Feiertagen für Action am Eis
Viele engagierte Kinder und Jugendliche bei Sternsingeraktion in Wolfsberg
Es war einmal: Liveübertragungen des Wolfsberger Gemeinderats sind schon wieder Vergangenheit
0 Kommentare Kommentieren
Keine Kommentare gefunden!