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Eishockey: Icebreakers drehen einen 0:3-Rückstand gegen die Predators und verteidigen MeistertitelAusgabe 10 | Mittwoch, 4. März 2026

Icebreakers drehten das Spiel gegen die Predators und machten aus einem 0:3 ein 5:3. Damit feierten die Breakers den zweiten Titel in Serie. Den dritten Platz sicherten sich die Eispiraten gegen Forelle Heinrich und Jakling siegte gegen Mökriach und holte Platz fünf.

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Unterkärntner Nachrichten Redaktion Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion officeno@spamunterkaerntner.at
Der EC Icebreakers sicherte sich, wie schon im Vorjahr, den Meistertitel der Lavanttaler Hockeyliga. Für die Titelverteidigung musste ein 0:3-Rückstand gegen die Predators aufgeholt werden. Foto: KK

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Wolfsberg. Am vergangenen Samstag ging in der Wolfsberger Eishalle der Finaltag der Lavanttaler Hockeyliga über die Bühne.  Im Spiel um Platz fünf trafen der EC Jakling und die Mökriach Pinguins aufeinander. Nach der dramatischen Penalty-Niederlage im jüngsten Duell wollte Jakling diesmal von Beginn an ein klares Zeichen setzen und sich Rang fünf sichern. Der Auftakt verlief durchwachsen. Zwar brachte Martin Pucher Jakling bereits in der achten Minute in Führung, doch zahlreiche Unkonzentriertheiten – vor allem bei den Wechseln – hielten die Pinguins im Spiel. In der 15. Minute nutzte Roland Koraschnigg eine dieser Situationen zum 1:1-Ausgleich.

Im zweiten Drittel präsentierte sich Jakling deutlich strukturierter und mit höherem Tempo. Mario Doliner stellte in der 16. Minute rasch auf 2:1. Nur zwei Minuten später erhöhte Luca Pucher auf 3:1 (18.). Mit zunehmender Spieldauer übernahm Jakling das Kommando. Martin Doliner traf in der 25. Minute zum 4:1, ehe Philipp Ammann mit einem lupenreinen Hattrick das Spiel endgültig entschied. Seine Treffer in der 29., 31. und 33. Minute bedeuteten das 5:1, 6:1 und 7:1.

Auch im Schlussdrittel fanden die Mökriach Pinguins kein Mittel mehr gegen die nun souverän auftretenden Jaklinger. Während Jakling weiterhin konsequent im Abschluss blieb, scheiterten die Mökriacher Angriffe immer wieder am stark aufspielenden Goalie Hartl-Kollmann, der mit sicheren Paraden und gutem Stellungsspiel überzeugte. Den Schlusspunkt setzte Raphael Heine in der 41. Minute zum deutlichen 8:1-Endstand. Der EC Jakling sicherte sich damit verdient den fünften Platz.

Bronze für die Eispiraten
Mit großer Spannung wurde das zweite Spiel des Tages erwartet. Schon am ersten Spieltag der nun endenden Saison standen sich die Eispiraten und die Forelle Heinrich gegenüber, damals behielt die Forelle überraschend die Oberhand. Die Retourpartie im Jänner ging knapp an die Piraten. Am Papier war das Spiel also offen.

Naturgemäß wollten beide Teams die Medaille für den dritten Rang unbedingt, dementsprechend flott gestaltete sich der Start, vorerst mit sichtbaren Vorteilen auf Seiten der Forelle, denn die ersten fünf Minuten spielten sich fast nur in deren Angriffsdrittel ab. Gewohnt sicher agierte aber Piraten-Goalie Günther Feimuth. Und schon bald konnten sich die Piraten aus der Anfangsdruckphase der Forelle befreien und es gestaltete sich ein offenes erstes Drittel, das mit der 1:0 Führung für die Piraten endete, nachdem Florian Konrad einen unglücklich abgefälschten Querschläger über die Linie schob.

Im Vergleich zur Vorwoche, als die Forellen mit ihrer besten Saisonleistung sensationell den EC Predators besiegen konnten, zeigte man sich nun doch das eine oder andere Mal etwas unkonzentriert. Dennoch konnte man einmal die für den Piratentormann im zweiten Drittel ungünstige Sonneneinstrahlung ausnutzen. Ungewohnterweise fand das Spiel am Nachmittag und somit bei Tageslicht statt. Paul Schratter versenkte den Puck zum 1:1 im kurzen Eck.

Kurios auch der erneute Führungstreffer zum Beginn des Schlussabschnitts. Nach einem Abwehrfehler nutzte Mario Samitsch die Gelegenheit zum Abschluss, Goalie Patrick Karasin wehrte ab, doch nach einem Ausflug bis knapp unters Hallendach fand die Scheibe den Weg direkt ins Tor. Jubel auf der Piratenbank.
Allen Bemühungen der Forelle Heinrich zum Trotz verteidigten die Eispiraten die Führung bis zum Schluss und ließen keinen Gegentreffer mehr zu. Zwei Minuten vor der Sirene fixierte Comebacker Bastian Rupp mit dem 3:1 endgültig die Bronzemedaille.

Eis frei somit für das große Finale zwischen den Icebreakers und den Predators.

Icebreakers verteidigten Titel
Vor rund 400 Zuschauern setzten sich die Icebreakers in einem spannenden und fair geführten Finalspiel der Lavanttaler Hockeyliga mit 5:3 gegen die Predators durch. Die Predators beendeten den Grunddurchgang mit einem Punkt Vorsprung auf die Breakers, somit war ein Finale auf Augenhöhe gesichert. Beide Mannschaften starteten im ersten Drittel mit unheimlichem Tempo und sehr schönen Spielzügen ins Match. Chancen gab es auf beiden Seiten. Beide Teams wussten, dass die Mannschaft. die das erste Tor erzielt, einen großen Schritt in Richtung Meistertitel machen würde. So war es dann Georg Ortner, der die Scheibe zur 1:0 Führung der Predators ins Netz zimmerte. Die Breakers spielten aktiv weiter, wurden aber mehr und mehr in ihr Verteidigungsdrittel gedrängt. Die Predators erhöhten zunehmend das Tempo und das Körperspiel. Die Breakers waren mit dieser Situation sichtbar überfordert. Alexander Radl bekam die Scheibe von einem Breaker unglücklich aufgespielt, Radl nutzte die Chance und netzte den Puck aus zehn Metern Entfernung ins Kreuzeck. Der Breakers-Goalie Markus Gollob war chancenlos, sein Sichtfeld war verstellt. Mit einem 0:2-Rückstand ging es für den Vorjahresmeister ernüchternd in die Kabine.

Im zweiten Drittel kamen die Breakers wie ausgewechselt aus der Kabine: spielfreudig, körperbetont, konsequent. Es dauerte aber nur zwei Spielminuten, bis dem Topscorer der Liga, Sebastian Radl, das 3:0 für die Predators gelang. Doch damit war die Meisterschaft noch nicht entschieden. Die Breakers benötigten ein schnelles Tor, wenn sie noch um den Pott mitspielen wollten, die Predators mussten ihr Spiel weiterspielen, durften keine Fehler zulassen. So war es dann ein Abwehrfehler der Predators, Martin Krall stand ungedeckt im Slot, bekam die Scheibe aufgespielt und zimmerte die Scheibe zum 1:3 ins Netz. Die Halle tobte. 

Nun ging förmlich ein Ruck durch die Mannschaft der Breakers und eine unglaubliche Aufholjagd nahm ihren Lauf. Nur zwei Minuten später netzte Michael Ortner ein – 2:3. Ab diesem Zeitpunkt waren die Breakers die bessere Mannschaft und zwangen den Predators ihr Spiel auf. Die Zuseher in der Eishalle sahen ein spannendes Spiel. Die Stimmung in der Halle war einfach grandios. Die Predators waren mit dem Spiel der Breakers sichtlich überfordert und erhielten in der Folge Strafen. Eine Überzahl nutzte abermals Michael Ortner, der zum 3:3 ausglich. Arnold Probst erhöhte zum 4:3 für die Breakers. Der Turnover war geschafft. Ein weiterer Angriff zwang die Predators zu einem Foul an Prohart, Penalty. Michael Ortner trat an, spielte den Tormann aus, und netzte den Puck nicht ins leere Tor ein. Das wäre die Entscheidung um den Meistertitel gewesen. Spielstark gaben die Predators den Meistertitel nicht auf. Zahlreiche Angriffe der Predators wurden konsequent unterbunden. Michael Ortner erhöhte zwei Minuten vor dem Abpfiff zum 5:3. Der Meister stand fest. Ein unglaublich rasantes, schnelles und hartes aber ebenso faires Finalspiel. Das wohl interessanteste und mitreißendste Finalspiel aller Zeiten entschied der Vorjahresmeister dank einer unglaublichen Aufholjagd für sich.

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