Wahlen sind geschlagen – Bürgerlisten überraschtenAusgabe 9 | Mittwoch, 3. März 2021

Sechs Bürgermeister im Lavanttal wurden im ersten Wahlgang gewählt, in drei Gemeinden – Lavamünd, St. Paul und St. Andrä – kommt es zu einer Stichwahl. Stark präsentierten sich einige Bürgerlisten, die Bürgermeister stellen bzw. es in Stichwahlen schafften.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Bild links: Bis spät in die Nacht wurden in manchen Gemeinden die Stimmen ausgezählt. Bild rechts: Die SPÖ lag in fünf Gemeinden vorne, in drei Bezirken schafften es Bürgerlisten auf Platz eins, in Preitenegg konnte sich die ÖVP behaupten. Foto: kk

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Lavanttal. Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am vergangenen Sonntag, 28. Februar, sorgte für einige Überraschungen, zeigte in manchen Gemeinden des Lavanttals aber auch den Wunsch nach Beständigkeit.

Im Bezirk waren diesmal so viele Bürgerlisten wie noch nie im Rennen um Sitze im Gemeinderat. Und genau die Bürgerlisten überraschten in einigen Gemeinden.

In Lavamünd schaffte es die neu gegründete Liste Wolfgang Gallant mit 35,7 Prozent auf Anhieb auf Platz eins. Die SPÖ musste herbe Verluste hinnehmen und verlor die absolute Mehrheit. Aus 50,5 Prozent im Jahr 2015 wurde die SPÖ auf 33,9 Prozent reduziert. Im Kampf um das Bürgermeisteramt muss Listenführer Wolfgang Gallant gegen Raphael Golez von der SPÖ antreten.

Auch in St. Paul musste die SPÖ Verluste hinnehmen und hält nun bei 38,2 Prozent (2015: 46,2 Prozent). Die Liste Zukunft St. Paul – Adi Streit (ZAS) konnte zulegen und hält nun bei 35,1 Prozent (2015: 28,9 Prozent). Wer der neue Bürgermeister von St. Paul wird, wird bei der Stichwahl am 14. März zwischen Stefan Salzmann (SPÖ) und Adi Streit (ZAS) entschieden.

Eine klare Angelegenheit war die Bürgermeisterwahl in St. Georgen. Karl Markut (Team St. Georgen) wurde mit 62 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang wieder zum Bürgermeister gewählt. Auch bei der Gemeinderatswahl konnte das Team St. Georgen zulegen. Nach 28 Prozent im Jahr 2015 hält man nun bei 41,1 Prozent. Einen siebenten Gemeinderatssitz verpasste das Team St. Georgen um nur eine Stimme.

Für viele keine Überraschung war das Ergebnis in Bad St. Leonhard. Der Wahlsieger ist Dieter Dohr. Gleich beim ersten Wahlgang wurde Dohr mit 50,5 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gekürt. Auch bei  der Wahl des neuen Gemeinderats setzte sich die Liste Dohr mit 42 Prozent klar durch und landete auf Platz eins in Bad St. Leonhard. Die SPÖ stürzte von 48,2 auf 32,5 Prozent ab. 

In St. Andrä kommt es zu einer Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Die amtierende Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) kam im ersten Wahlgang nicht auf die erforderlichen 50 Prozent plus eine Stimme und muss am 14. März in einer Stichwahl gegen Gerald Edler (FPÖ), der um elf Stimmen mehr erhielt als Maximilian Peter von der ÖVP, antreten. Die beiden Namenslisten – »Für den Bürger« von Günther Drescher und »Team M3« von Martin Mayerhofer – schafften es nicht in den Gemeinderat.

Starke Ergebnisse schafften die amtierenden Bürgermeister in Wolfsberg und Frantschach-St. Gertraud. Gleich vier Parteien bzw. Listen wollten in der Bezirkshauptstadt die Absolute der SPÖ beenden. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Sozialdemokraten konnten sogar zwei Mandate hinzugewinnen. Eine ganz klarer Angelegenheit war die Wahl für Hannes Primus (SPÖ), er holte gleich im ersten Wahlgang 65,5 Prozent der Stimmen. 

In Frantschach-St. Gertraud konnte die SPÖ die Absolute erreichen, und auch Bürgermeister Günther Vallant wurde mit 61,3 Prozent in seinem Amt bestätigt.

Einen neuen Bürgermeister gibt es in Preitenegg. Thomas Seelaus von der SPÖ schaffte 56,2 Prozent. Im Gemeinderat liegen die ÖVP mit 35,7 Prozent und die SPÖ jetzt mit 35,6 Prozent fast gleichauf.

Manfred Führer von der ÖVP in Reichenfels verteidigte mit 53,4 Prozent sein Bürgermeisteramt.  Im Gemeinderat hat aber die SPÖ das Kommando übernommen. Mit 46,4 Prozent ist sie dort nun die Nummer eins.

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