Seit 1887 | Das unabhängige Wochenblatt für Unterkärnten

Spritpreise explodieren: Diesel und Super sind so teuer wie seit Langem nicht mehrAusgabe | Mittwoch, 11. März 2026

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Artikel

Lavanttal. Die Autofahrer im Lavanttal und darüber hinaus müssen dieser Tage wieder tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Super und Diesel klettern seit Beginn des Irak-Kriegs am 28. Feber spürbar nach oben – und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Laut aktuellen Marktbeobachtungen liegen die Preise österreichweit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Gründe dafür gibt es mehrere, doch für viele Konsumenten bleibt vor allem eines hängen: Tanken wird erneut zum Luxus.

Besonders stark wirkt sich die internationale Lage auf die Preisentwicklung aus. Geopolitische Spannungen und Konflikte im Nahen Osten haben die Rohölmärkte verunsichert und die Preise nach oben getrieben. Schon kleine Ausschläge am Weltmarkt schlagen sich mittlerweile fast unmittelbar an den Zapfsäulen nieder. Während Diesel und Super im Feber noch leicht rückläufig waren, kam es Anfang März zu einem deutlichen Preissprung. Laut ÖAMTC stiegen die Preise binnen einer Woche um bis zu 17 Cent bei Diesel und rund zwölf Cent bei Super. 

Für viele Experten ist die Geschwindigkeit dieser Anpassungen kaum nachvollziehbar. Zwar ist der Rohölpreis zuletzt gestiegen, doch liegt er immer noch unter früheren Höchstständen. Dennoch reagieren die Tankstellen äußerst sensibel – und oft schneller nach oben als nach unten. Auch der ÖAMTC kritisiert, dass die aktuellen Preisaufschläge nur bedingt erklärbar seien. 

Im Alltag der Menschen im Lavanttal macht sich die Entwicklung jedenfalls deutlich bemerkbar. Pendler, Lieferdienste, Landwirte und Gewerbetreibende spüren die Belastung besonders stark. Viele überlegen bereits, Fahrten zu bündeln, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder – wo möglich – Homeoffice stärker zu nutzen. Doch gerade im ländlichen Raum bleibt das Auto für viele unverzichtbar.

Hinzu kommt, dass die Preisentwicklung nicht nur das Tanken selbst betrifft. Steigende Transportkosten wirken sich früher oder später auch auf Warenpreise aus. Lebensmittel, Baumaterialien und Dienstleistungen könnten dadurch teurer werden. Die Teuerung trifft damit nicht nur Autofahrer, sondern die gesamte regionale Wirtschaft.

Wie es weitergeht, hängt nun stark von der internationalen Lage ab. Prognosen gehen davon aus, dass die Treibstoffpreise kurzfristig hoch bleiben, mittelfristig aber wieder etwas sinken werden – sofern sich die geopolitische Situation stabilisiert. Doch sicher ist das nicht.

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren