Mercedes eVito: Der rein elektrische TransporterAusgabe 51 | Mittwoch, 18. Dezember 2019

Mit dem rein elektrischen Kastenwagen eVito von Mercedes-Benz bietet der deutsche Automobilhersteller eine umweltfreundliche Option bei den Transporterfahrzeugen an. Der Wagen ist in zwei unterschiedlichen Längen erhältlich und kostet ab 50.388 Euro.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Was die Optik betrifft, ist der eVito nicht vom Pendant mit Verbrennungsmotor zu unterscheiden. Neben der Heckklappe lässt sich der Laderaum auch über die seitliche Schiebetüre öffnen. Durch die Paddles am Lenkrad lässt sich die Rekuperationsstufe wählen, die für die Energierückgewinnung der Bremskraft verantwortlich ist. Foto: Tripolt

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Wolfsberg. Der Vito von Mercedes-Benz genießt einen großen Bekanntheitsgrad. Den typischen Kastenwagen erkennt man auf den ersten Blick, viele Firmen nutzen ihn für die Beförderung von Material etc. Aktuell noch weniger bekannt ist die vollelektrische Version, genannt eVito.

Die Unterkärntner Nachrichten erhielten den Elektro-Kastenwagen, bereitgestellt von Mercedes Kaposi am Klagenfurter Südring und Mercedes Hartl in Wolfsberg, für eine Probefahrt zur Verfügung gestellt. Und gleich vorweg: Der Test war definitiv anders, als die Testfahrten davor. Ein Kastenwagen ist ein Nutzfahrzeug, und deshalb wird hier erwartungsgemäß der Fokus auch nicht auf Fahrspaß oder Erlebnis gelegt. Der eVito wurde konzipiert, um möglichst umweltschonend den Transport großer, sperriger und schwerer Gegenstände zu erledigen.

Ausstattungsvarianten sucht man im eVito zwar vergebens, doch das bedeutet nicht, dass man auf Komfort verzichten muss. Durch die hohe Sitzposition und die qualitativ hochwertige Verarbeitung im Interieur könnte man genauso gut in einem SUV sitzen. Optional erhältlich sind neben Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz auch elektrisch verstellbare Sitze oder Komfort-Sitze. Regensensor, Rückfahrkamera und Klima sind im eVito ebenfalls vorhanden.

Vier Rekuperationsstufen
Hinter dem Lenkrad befindet sich nicht nur die Bedienung für das Automatikgetriebe (Hebel rechts), sondern auch Paddles, die in diesem Fall nicht für den Gangwechsel, sondern für die Rekuperationsstufe zuständig sind. Die Rekuperation ist die Rückgewinnung von Bremskraft, die die Batterie mit Energie versorgt. Insgesamt vier Stufen (»D-«, »D«, »D+« und »D++«) lassen sich durch die Paddles steuern. Zusätzlich gibt es die Fahrmodi »C«, »E« und »E+« – von »Comfort« bis »Economy Plus«. Durch die verschiedenen Einstellungen, was die Rekuperation betrifft, wird es möglich, den eVito nahezu ohne Bremspedal zu manövrieren. Wird der Fuß vom Gaspedal genommen, verzögert der Wagen wie bei einer Bremsung und der Batterie wird zeitgleich wieder Energie zugeführt.

Ausgestattet ist der Transporter mit einem Elektromotor, der 116 PS leistet. Das maximale Drehmoment liegt bei 295 Nm. Versorgt wird der Motor über ein Batteriesystem, das über eine installierte Batteriekapazität von 41 kWh verfügt. Davon sind 35 kWh nutzbar.

Fahreigenschaften
Trotz seiner Größe (1.928 Millimeter breit und 1.941 Millimeter hoch) und seinem Leergewicht von über 2.100 Kilogramm, überzeugte der eVito im Test. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase stellen die Abmessungen keine Probleme beim Einparken oder dem Durchqueren engerer Gassen dar. Die 116 PS sorgen auch für eine ausreichende Beschleunigung. Für das Stadtgebiet, für das der eVito vorwiegend konzipiert wurde, stellt er eine echte Alternative zu Modellen mit Verbrennungsmotor dar.

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