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Wolfsberg. Wieder einmal soll es einen neuen Eigentümer für das Areal der früheren Aichelburg-Kaserne in Wolfsberg geben. In den vergangenen Jahren gehörte es erst dem steirischen Wohnbauunternehmen Kohlbacher, danach der Riedergarten Immobilien GmbH – und nun soll ein bekannter Wolfsberger Unternehmer der Inhaber sein. Allerdings: Der Kauf scheint im Grundbuch noch nicht zur Gänze auf, weshalb auch der Name des kolportierten neuen Besitzers nicht genannt werden kann.
»Es wurde Stillschweigen vereinbart, über alles. Ich bin dieser Vereinbarung verpflichtet«
Herbert Waldner, Geschäftsführer Riedergarten
Und: Alle Beteiligten geben sich verschlossen. So sagt der bekannte Wolfsberger Immobilienmakler Karl Kostmann: »Ich habe einen Vermittlungsauftrag für das Areal, ich weiß aber nicht, ob der Verkauf schon über die Bühne gegangen ist.« Riedergarten-Chef Herbert Waldner meint zu den Unterkärntner Nachrichten: »Es wurde Stillschweigen vereinbart, über alles. Ich bin dieser Vereinbarung verpflichtet.«
Schließlich der Wolfsberger Unternehmer, der als neuer Besitzer genannt wird. Er sagt auf die Frage, ob er den Grund gekauft hat: »Ach so!? Kein Kommentar.« Unklar bleibt, warum das Geschäft als »Geheimsache« betrachtet wird.
Fakt ist, dass die rund 10.000 Quadratmeter unbebaute Fläche des ehemaligen Militärareals ein harter Brocken sind. Nach dem Ende der Aichelburgkaserne wurde fünf Jahre lang erfolglos ein Käufer gesucht. Schließlich teilte man das Grundstück, was den Verkauf erleichterte. 2011 kaufte der Wolfsberger Johann Gutsche jene Hälfte, auf der die Kaserne stand, und errichtete den 2013 fertiggestellten »Wohnpark Aichelburg«.
Projekt kam nicht voran
Die andere Hälfte, die bis heute nicht bebaut ist und um die es hier geht, ging an das Wohnbauunternehmen Kohlbacher, das plante Eigentumswohnungen und Reihenhäuser zu errichten. Das Projekt kam aber nicht vom Fleck: Wegen Anrainerbeschwerden und negativen Stellungnahmen des Landes Kärnten musste mehrfach einschneidend umgeplant werden. 2015 beschloss der Wolfsberger Gemeinderat einen integrierten Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, in dem die Bebauungsdichte und -höhe reduziert wurde.
Kohlbacher akzeptierte das und wollte im Frühjahr 2017 mit dem Bau starten. Doch plötzlich wurde auch ein Wasserrechtsverfahren notwendig, außerdem sollte ein Gestaltungsbeirat hinzugezogen werden. Das war zu viel, das Unternehmen sagte das Projekt zur Gänze ab – obwohl bereits Kaufoptionen auf Wohnungen bzw. Häuser vorhanden waren. Das Grundstück wuchs in den folgenden Jahren zu, was abermals zu Beschwerden der Anrainer führte.
Es wurde wieder still
2022 wurde bekannt, dass Riedergarten es erworben hatte. Die Firma plante damals die Errichtung mehrerer Bauten mit Wohnungen für Alleinstehende, Familien, aber auch Gartenwohnungen. Danach wurde es still um das Vorhaben. Warum es nicht umgesetzt wurde, ist nicht bekannt.

Von Horst Kakl
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