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Koralpe. Erst am 5. Dezember des Vorjahrs haben Petra Füruter und Marco Schiechtl aus Tirol als neue Pächter das Schutzhaus auf der Koralpe übernommen. Durch ein Posting des Alpenvereins auf Facebook wurde öffentlich bekannt, dass das Tiroler Paar lediglich einen Pachtvertrag für die Wintersaison 20205/26 unterschrieben hat. Denn im Posting sucht der Alpenverein neue Pächter, die das Schutzhaus ab dem Frühjahr führen. Helmut Sumper, Obmann des Wolfsberger Alpenvereins, verweist auf das Posting davor – im November –, in dem die beiden Tiroler als Pächter vorgestellt wurden und in dem lediglich steht, dass sie »im Winter« das Koralpenhaus übernehmen. Damit sei auch klar, dass es sich um einen befristeten Pachtvertrag handle.
»Eine intensive Pächtersuche findet bis Ende Jänner 2026 statt«
Helmut Sumper, Obmann Alpenverein Wolfsberg
Sumper erklärt: »Wenn es Petra und Marco bei uns gefällt, können sie natürlich zu uns kommen und über einen Pachtvertrag für die Sommersaison sprechen. Darüber würden wir uns freuen! Sie haben das Recht, wie jeder andere Interessent auch, sich für den Sommer zu bewerben und hätten sogar einen Startvorteil. Da wir diese Entwicklung nicht vorhersehen können, gab es im November keine Aussage über die Sommersaison 2026.«
Füruter und Schiechtl waren im Sommer 2025 als Pächter des Zittelhauses, ebenfalls eine Schutzhütte des Alpenvereins, tätig, die aber nur im Sommer bewirtschaftet werden kann. Noch im November erklärte Petra Füruter, dass das Schutzhaus auf der Koralpe gerade deshalb interessant für sie sei, weil man es als Ganzjahresbetrieb führen könnte. Warum dann aber nur ein Pachtvertrag für die Wintersaison unterschrieben wurde, bleibt unklar. Füruter wollte gegenüber den Unterkärntner Nachrichten keine Stellungnahme dazu abgeben.
Knapper Zeitrahmen
Angesprochen auf den knappen zeitlichen Rahmen für einen möglichen Pächterwechsel, sagt Obmann Sumper: »Eine intensive Pächtersuche findet bis Ende Jänner 2026 statt. Sollte bis dahin kein Pächter gefunden sein, sind natürlich weiterhin Bewerbungen möglich.« Zwei Bewerber hätten laut dem Obmann bereits für das Koralpenhaus angefragt.
Um in Zukunft einem häufigen Pächterwechsel vorzubeugen, drängt sich die Frage auf, ob man mit den nächsten Pächtern eine Mindestpachtdauer, zum Beispiel auf die Dauer von zwei Jahren, vereinbaren möchte. Dazu sagt Sumper: »Die Laufzeit des Pachtvertrages wird mit jedem Pächter individuell festgelegt.«
Und auch für die Wolfsberger Hütte auf der Saualpe, ebenfalls eine Schutzhütte des Wolfsberger Alpenvereins, wird ein neuer Pächter gesucht. Die Schutzhütte, die nur in den Sommermonaten bewirtschaftet werden kann, musste im Vorjahr geschlossen bleiben, weil man keinen Pächter finden konnte. »Die Pächtersuche bei der Wolfsberger Hütte gestaltet sich schwieriger. Wir hoffen natürlich, dass sich ein geeigneter Pächter findet«, sagt Sumper.
Interessenten für die beide Schutzhütten können sich per E-Mail unter av.wo.huetten@gmail.com bewerben.

Von Horst Kakl
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