In der Reichenfelser Ideenwerkstatt wurde eifrig über die Zukunft der Marktgemeinde diskutiertAusgabe | Mittwoch, 10. November 2021

Im Veranstaltungszentrum der Marktgemeinde trafen sich in der Vorwoche Bürger, um ihre Ideen für die Zukunft von Reichenfels vorzustellen. In einer im Vorfeld durchgeführten Umfrage wurde deutlich, was sich die Reichenfelser in ihrem Wohnort wünschen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Sechs Karten zu unterschiedlichen Themengebieten wurden an die Wände des VAZ gehängt. Die Bürger hatten Zeit, zu diskutieren und ihre eigenen Ideen einzubringen. Neben dem mangelnden Sportangebot war vor allem der Mangel an Wohnungen und Häusern ein Thema, das beschäftigt hat. Foto: Tripolt

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Reichenfels. Am vergangenen Donnerstag war im Reichenfelser Veranstaltungszentrum (VAZ) die Zukunft der Marktgemeinde das Thema des Abends. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Manfred Führer (ÖVP) wurden in der Ideenwerkstatt von Barbara Hammerl und Elisabeth Oswald vom LandLABOR zuerst die Ergebnisse einer im Vorfeld durchgeführten Umfrage präsentiert, an der über 100 Gemeindebürger teilgenommen haben. In der Befragung wurden den Teilnehmern drei Fragen gestellt: 1. Was macht Reichenfels zu einer lebenswerten Gemeinde? 2. Mit welchen Themen sollte sich Reichenfels in Zukunft beschäftigen? 3. Was ist meine Lieblingsidee für Reichenfels? Über 50 Prozent gaben an, dass die Umgebung und Natur ausschlaggebend dafür sind, dass die Leute gerne in Reichenfels leben. Die Themen, mit denen sich Reichenfels in Zukunft vor allem beschäftigen soll, waren Sport, Infrastruktur und der Punkt Kinder und Jugendliche. Diese drei Themenbereiche waren auch bei der Lieblingsidee für Reichenfels die meistgenannten.

An diesem Abend waren im Reichenfelser VAZ schließlich Vertreter von Vereinen und Betrieben sowie »auserkorene« Bürger anwesend, die ihre Ideen zur Zukunft der Marktgemeinde preisgeben konnten.

Sechs Themen
An den Wänden des VAZ hingen sechs Karten von Reichenfels, die jeweils unterschiedliche Themenbereiche behandelt haben: »Ein lebendiger Ort«, »Leben und Arbeiten«, »Urlaub und Erholung in der Natur«, »Angebote und Ausstattung«, »Ein Zuhause für alle Generationen« und »Reichenfels macht sich stark fürs Klima«.

»Das Projekt ist der Start für die Zukunft von Reichenfels«
Manfred Führer, Bürgermeister

Die Anwesenden hatten anschließend über eine Stunde Zeit, mit Hammerl, Oswald und vier weiteren Mitarbeitern bei den einzelnen Stationen ihre Ideen für die Zukunft der Gemeinde einzubringen. »Es ist kein Wunschkonzert, sondern es geht darum, was kann ich tun, mit wem kann ich zusammenarbeiten, wie kann man gemeinsam aktiv werden«, erklärte Barbara Hammerl. Die Bürger konnten in der Ideenwerkstatt frei herumgehen, von Station zu Station spazieren und sich einbringen.

Einzelne Vorschläge und Ideen wurden auf Zettel geschrieben, die neben den Karten aufgehängt wurden. Im Saal entstanden rege Diskussionen, die sich mit den sechs vorhin genannten Themen beschäftigten.

Als die Zeit abgelaufen war, erhielt jeder der Anwesenden fünf Punkte, die es an die Ideen zu verteilen galt. Wem eine Idee besonders gefiel, konnte einen seiner Punkte »opfern«. Schnell zeigte sich, welche speziellen Themen den Reichenfelser Bürgern besonders am Herzen liegen. Hammerl, Oswald und ihre Kollegen gaben zum Abschluss kurz einen Überblick über die Diskussionen und die Ideen mit den meisten Punkten. Einige davon waren, dass das Badcafé in eine Pizzeria umgewandelt werden soll, die Sanierung des Radwegs, den Fußballverein neu aufleben zu lassen, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden zu installieren, Betreutes Wohnen und Kinderbetreuung, Bewegungsangebote für Jugendliche schaffen, Breitband-Internet und ein ganzjähriger Abgabeplatz für den Grünschnitt. Ein großes Thema waren auch die wenigen verfügbaren Häuser und Wohnungen.

»Wie man an den Wänden schon sieht, war das heute eine gute Sache. Wir möchten mit vollem Elan in die nächste Arbeitsphase gehen. Das Projekt ist der Start für die Zukunft von Reichenfels«, so Bürgermeister Führer abschließend.

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