Trainerwechsel, internationale Sensation und der Torschütze vom Dienst – das war die Saison des WACAusgabe 23 | Mittwoch, 9. Juni 2021

Während man in der Liga im letzten Abdruck das Saisonziel, einen internationalen Startplatz, verfehlte, lief es in der Europa League umso besser. Im ÖFB-Cup war im Halbfinale gegen den LASK Endstation. Das Spiel war auch das letzte von Feldhofer als WAC-Trainer.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Mit einem 1:0-Sieg gegen Feyenoord Rotterdam (Bild oben) qualifizierte sich der WAC für das Sechzehntelfinale der Europa League – der bislang größte internationale Erfolg in der Vereinsgeschichte. Bild unten: Frankfurt-Leihgabe Dejan Joveljic (r.) war für die Wölfe Gold wert. Der Serbe erzielte bewerbsübergreifend 20 Tore in der abgelaufenen Saison. Fotos: Pulsinger

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Wolfsberg. Die abgelaufene Saison war für den RZ Pellets WAC sehr ereignisreich. International sorgte man für eine Sensation, in der Liga wurde das Saisonziel, ein internationaler Startplatz, knapp verfehlt und im ÖFB-Cup war im Halbfinale Endstation.

In der Liga starteten die Wölfe bescheiden, holten aus den ersten fünf Spielen nur drei Punkte und standen Ende Oktober auf dem zehnten Tabellenrang. In den darauffolgenden acht Spielen setzte es nur eine Niederlage. Man arbeitete sich vor der in diesem Jahr verkürzten Winterpause auf den sechsten Tabellenrang vor.

Sensation in Europa
Deutlich besser lief es in der Europa-League-Gruppenphase, in der die Wölfe auf ZSKA Moskau, Dinamo Zagreb und Feyenoord Rotterdam trafen. Ein Sieg und ein Remis gegen Moskau sowie zwei Siege gegen Feyenoord reichten schlussendlich für den Aufstieg in das Sechzehntelfinale. Hier empfing man im »Heimspiel« in Budapest Tottenham Hotspur, da es aufgrund der Einreisebestimmungen für englische Teams kein Spiel in Klagenfurt gab. Es setzte eine 1:4-Niederlage. Sechs Tage später in London musste man sich mit 0:4 geschlagen geben. Trotz des deutlichen Ergebnisses war das Erreichen des Sechzehntelfinales der bislang größte internationale Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Zu diesem Zeitpunkt – Ende Februar – stand der WAC in der Bundesliga auf dem fünften Tabellenplatz, den man auch bis zum Ende des Grunddurchgangs nicht mehr abgab.

Am 3. März stand das ÖFB-Halbfinale gegen den LASK am Spielplan. Unruhe um Trainer Ferdinand Feldhofer machte sich einen Tag vor dem Spiel breit. Nach der 0:1-Niederlage nach Verlängerung gingen der WAC und Feldhofer schließlich getrennte Wege. Roman Stary übernahm den Trainerposten interimistisch bis zum Saisonende.

Play-Off gegen die Austria
In der Meisterrunde stand der WAC nach den zehn Spielen auf dem fünften Rang und musste gegen die Wiener Austria in zwei Spielen um den letzten internationalen Startplatz antreten. Das Hinspiel in Wien wurde mit 0:3 verloren. Im Heimspiel setzte es eine 1:2-Niederlage. Damit müssen die Wölfe in der nächsten Saison international pausieren. Wie wichtig die beiden Spiele für den Verein waren, zeigten auch die hochgehenden Emotionen. WAC-Präsident Dietmar Riegler rempelte den vierten Offiziellen an und erhielt dafür eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro wegen unsportlichen Verhaltens.

Lebensversicherung
Nach dem Abgang von Shon Weissman zu Real Vallodolid vor Saisonbeginn, liehen die Wölfe Dejan Joveljic von Eintracht Frankfurt für die Saison aus. In 46 Pflichtspielen erzielte der Serbe 20 Tore und war damit, gemeinsam mit Kapitän Michael Liendl, die personifizierte Lebensversicherung für den Verein. Zu den 17 Ligatoren von Joveljic kommen acht weitere Treffer von Liendl hinzu. Satte 19 Torvorbereitungen in der Liga gehen auf das Konto des Kapitäns. Joveljic steuerte drei Assists bei. Nachdem die Leihe von Joveljic mit Saisonende ausgelaufen ist, darf man gespannt sein, wen Präsident Riegler mit dem neuen Trainer Robin Dutt als Offensivwaffe aus dem Hut zaubern wird.

Planung für neue Saison
Kurz nach Saisonende setzt man sich beim WAC bereits mit der Planung für die neue Saison intensiv auseinander. Der Vertrag von Kapitän Liendl wurde kürzlich bereits um ein Jahr verlängert. In der Vorwoche wurden drei weitere, wichtige Spielerverträge verlängert. Sven Sprangler, seit Sommer 2018 bei den Wölfen, und Manuel Kuttin, der 2019 von der Admira zum WAC wechselte, verlängerten ihre Arbeitspapiere jeweils um ein Jahr. Der Vertrag mit Mittelfeldspieler Mario Leitgeb, der für den WAC bereits 133 Pflichtspiele absolvierte, wurde um zwei Jahre, bis zum Sommer 2023, verlängert.

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