Mikutta-Areal: Wolfsberger Bürgermeister plant neben Wohnungen auch einen KleinkindergartenAusgabe 12 | Mittwoch, 24. März 2021

2016 kaufte die Stadt das Gelände hinter dem Bahnhof, seither wird an einem Wohnbau-Projekt und einem neuen Stadtteil gebastelt. Bürgermeister Primus verhandelt derzeit mit dem Land: Er will so viele geförderte Wohnungen wie möglich und hat weitere Pläne.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Wo derzeit das Gras wächst, sollen in Zukunft viele Menschen wohnen. Bürgermeister Hannes Primus ist dabei, das Projekt auf dem Mikutta-Areal voranzutreiben. UN/much

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Wolfsberg. Darüber geredet wird seit Jahren, eigentlich sollten die Rohbauten längst stehen. Doch bisher ist auf den Mikutta-Gründen hinter dem Wolfsberger Bahnhof kein Bagger vorgefahren. Jetzt macht Bürgermeister Hannes Primus (SPÖ)  einen neuen Anlauf, um das Projekt, einen neuen Stadtteil in der Bezirkshauptstadt zu schaffen, voranzutreiben. Er steht mit der Kärntner Finanz- und Wohnbau-Referentin Gaby Schaunig (SPÖ) in Verhandlungen, um auf dem Areal möglichst viele Wohnungen bauen zu können.

»Die Verhandlungen laufen noch, ich kämpfe um jede weitere Wohnung«
Hannes Primus, Bürgermeister Wolfsberg

»Dort sollen leistbare Wohnungen, betreutes Wohnen und eine Kleinkindbetreuung entstehen«, sagt Primus und zählt auf: »Zwölf Wohnungen sollen frei finanziert werden, bei 29 weiteren soll es sich um geförderte Wohnungen handeln. Dazu kommen zwölf Wohnungen für betreutes Wohnen und den Kleinkindergarten. Die Verhandlungen laufen aber noch, wir brauchen mehr Wohnungen, ich kämpfe um jede weitere.«

Stadtobstgarten

Außerdem ist beabsichtigt, auf dem Areal einen Stadtobstgarten einzurichten, dessen Größe davon abhängt, wie viele Wohnungen gebaut werden können. »In den nächsten Wochen soll es die Ergebnisse der Verhandlungen geben«, sagt  der Bürgermeister.

Ihm liege viel an den Mikutta-Gründen: »Da draußen haben wir einen der besten Plätze in Wolfsberg. Man muss es als ganzheitliches Gebiet betrachten, es soll etwas Schönes entstehen.« Tatsächlich befindet sich das Areal in hervorragender Lage. Ruhig, zugleich aber auch in der Nähe des Bahnhofs und der Innenstadt. Nicht weit entfernt befinden sich etliche Einkaufsmöglichkeiten, der Kindergarten Ritzing ist fußläufig erreichbar. 

Aus all diesen Gründen wird seit langem ein neuer Stadtteil angekündigt. Bisher blieb es aber dabei. Die Gemeinde hat das Areal, das eine Größe von rund 1,8 Hektar besitzt, 2016 um 1,3 Millionen Euro gekauft. 2018 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den die Grazer »Nussmüller Architekten GmbH« gewann. In deren Plan waren ein Kino, ein Hotel und rund 70 Wohnungen vorgesehen. Mit den Jahren ist das Vorhaben freilich immer kleiner geworden, auf das Hotel wurde verzichtet, ein neues Kino ist bereits beim Stadionbad entstanden.

Im April 2020 sprach der damalige Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ) von rund 50 Wohnungen und einer »abgespeckten Variante«, die von der in Villach angesiedelten gemeinnützigen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft »Meine Heimat« umgesetzt werden sollte. Den für 2020 angesetzten, aber verschobenen Baubeginn begründete Schlagholz damit, dass Wolfsberg bei  den Förderungen des Landes nicht an die Reihe gekommen sei. 

In seiner letzten Gemeinderatssitzung vor dem Rücktritt im Juli des Vorjahrs sprach Schlagholz das Mikutta-Vorhaben, sein »Herzensprojekt«, neuerlich an: Es liege ein Bebauungsplan vor, der unter anderem die Errichtung von 55 Wohnungen vorsehe, zwei Drittel davon im sozialen Wohnbau mit Mieten um 6,50 Euro pro Quadratmeter. Schlagholz damals: »Nun wird hier eine Naherholungszone entstehen, und die Bürger sollen bei der Planung mitreden.« Sein Nachfolger Primus muss jetzt neu verhandeln.

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