Wolfsberg wirft abermals eines seiner Häuser auf den Markt: Um 570.000 Euro ist es zu habenAusgabe 31 | Mittwoch, 29. Juli 2020

Zum Verkauf steht ein Wohn- und Geschäftsgebäude in der Hauptstraße 14 in St. Stefan, in dem fünf von sechs Wohnungen und der Geschäftsbereich vermietet sind. Es stammt aus dem Jahr 1963 und wurde 1996 saniert. Wer es haben will, hat bis 31. August Zeit.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Dieses Gebäude in der Hauptstraße 14 will die Stadtgemeinde Wolfsberg loswerden. Laut Ausschreibung sind die derzeit bestehenden Mietverträge vom neuen Eigentümer, so sich jemand findet, zu übernehmen. Der Zustand des Hauses wird als »normal« beschrieben, der eventuelle Käufer muss es zehn Jahre lang behalten. Sonst geht es zurück an die Stadt. Foto: Hok

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Wolfsberg. Abermals trennt sich die Bezirkshauptstadt von einem ihrer Gebäude. Jetzt bietet die Immobilienverwaltung der Stadtgemeinde Wolfsberg ein Wohn- und Geschäftsgebäude in der Hauptstraße 14 in St. Stefan zum Verkauf an. Für das Gebäude und 1.575 Quadratmeter Grund wird ein Mindestpreis von 570.000 Euro (plus 20 Prozent Steuer) verlangt.

Das Haus wurde etwa 1963 erbaut, hat drei Geschosse und einen Keller. Sein Erhaltungszustand wird in der Ausschreibung als »normal« eingestuft. Im Erdgeschoss gibt es eine Geschäftsfläche mit einer Größe von rund 280 Quadratmetern, darüber befinden sich sechs Wohnungen mit einer Gesamtfläche von etwa 400 Quadratmetern. Fünf Wohnungen und die Geschäftsflächen sind vermietet, die Mieter müssen übernommen werden. 1996 wurde das Haus, das reichlich Parkplätze besitzt, generalsaniert und mit einem Vollwärmeschutz ausgestattet.

»Die Mieter können auch nach dem Verkauf bleiben, die Höhe der Mieten wird nicht angetastet«
Hans-Peter Schlagholz, Bürgermeister

Der Käufer ist verpflichtet, die Liegenschaft zumindest zehn Jahre lang in seinem Eigentum zu behalten, die Immobilienverwaltung behält sich für diese Zeit ein Wiederkaufsrecht vor. Kaufinteressenten können auf dem Postweg bis 31. August ein schriftliches Angebot an die Wiener Anwälte Stolitzka & Partner schicken. Zuvor haben sie ein »Angeld« von 1.000 Euro auf einem Konto zu deponieren. Das höchste Gebot erhält den Zuschlag.

Auf Facebook kommentierte der Wolfsberger Landtagsabgeordnete Harald Trettenbrein (FPÖ) den Verkauf so: »Lange wird es nicht mehr dauern und die SPÖ hat alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist« und warf der SPÖ vor, »Familiensilber zu verscherbeln«. Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ): »Trettenbrein muss sich keine Sorgen machen, es ist keineswegs beabsichtigt, alles zu verkaufen, sondern nur einzelne Objekte.« Das lukrierte Geld werde auch nicht zum »Löcherstopfen« verwendet, sondern fließe in die die neue Immobilienverwaltung, um sie mit Kapital auszustatten. 

Das Haus in der St. Stefan hat laut Schlagholz ein »Alleinstellungsmerkmal«: Es werde sowohl als Geschäfts- als auch als Wohnhaus genutzt, weshalb sich die Stadt davon trennen will. Im Gemeinderat wurde der Verkauf einstimmig, also auch mit Zustimmung der FPÖ, beschlossen. Schlagholz: »Die Mieter können selbstverständlich auch nach dem Verkauf bleiben, die Höhe der Mieten wird nicht angetastet.«

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadt eines ihrer Wohnhäuser am Markt feilbietet. Wie berichtet wurden im November 2019 die Gebäude Mauerweg 2 bis 14 zum Verkauf ausgeschrieben. Der Mindestkaufpreis für das Haus Mauerweg 2 betrug 550.000 Euro (zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer), die drei Doppelgebäude mit den Nummern 4 bis 14 waren um 360.000 Euro zu haben. Während sich für den Mauerweg 2 kein Käufer fand, beschloss der Gemeinderat im April, die Häuser 4 bis 14 an einen Investor abzugeben. Sein Gebot: 363.000 Euro.

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