Das Ziel der neuen Chefs: Das »Orpheo« soll ins Zentrum der Wolfsberger Gastronomie rückenAusgabe 2 | Donnerstag, 9. Januar 2020

Lukas Peinsitt und Mate Gerebics, Betreiber des »Stones«, übernehmen am 1. Februar auch das verwaiste »Orpheo« im Trattlpark. Der Gemeinderat segnete einen mehrjährigen Vertrag ab. Die Unterkärntner Nachrichten sprachen mit Peinsitt über die Vorhaben des Duos.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Lukas Peinsitt vor dem Wolfsberger »Orpheo«: »Es ist ein cooles Lokal, aus dem sich etwas machen lässt«, sagt er. Er und sein Kompagnon werden in Zukunft nicht nur im »Stones« hinter der Theke stehen, sondern auch hier arbeiten – »mit weiteren Angestellten natürlich«, sagt Lukas. Die Neueröffnung ist spätestens im April geplant. Foto: Hok

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Wolfsberg. »Wir haben uns schon vor Jahren gedacht: Das ›Orpheo‹ wäre etwas für uns.« Jetzt nutzten sie die Gelegenheit und ließen den Gedanken wahr werden: Lukas Peinsitt, 31, und Mate Gerebics, 29, sind die neuen Betreiber des Lokals im Trattlpark. Der Wolfsberger Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 20. Dezember einstimmig, das »Orpheo« an die beiden Chefs des »Stones« zu vergeben. Sie erhalten einen Vertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren und der Option auf ein weiteres Jahr. Beginn der Vereinbarung ist der 2. Februar.

Peinsitt: »Wir hatten ein Hearing, bei dem wir unser neues Konzept präsentierten. Es gab auch andere Mitbewerber, aber wir waren mit unseren Vorstellungen offenbar am überzeugendsten.« Ihr Konzept in groben Zügen: regionale Produkte sollen angeboten werden, Peinsitt und Gerebics wollen sich auf den Kaffeehaus-Betrieb konzentrieren. Dazu sind Veranstaltungen in den Bereichen Musik und Kulinarik sowie Themenabende geplant. »Wir wollen frisches Blut ins ›Orpheo‹ bringen, das Lokal aufleben lassen, damit es wieder ein zentraler Punkt in Wolfsberg wird. Es soll in den Mittelpunkt der Gastronomie der Stadt gerückt werden«, sagt der 31-Jährige, der sich über den Zuschlag »sehr gefreut« hat. Sein Ziel: Den besten Kaffee in der Bezirkshauptstadt anzubieten. Dafür verhandeln die beiden bereits mit mehreren Röstereien. 

So lange wie möglich

Ein weiterer Ansatz von Peinsitt und Gerebics ist, das »Orpheo« so lange wie möglich offen zu halten. »Wir streben an, die Saison zu verlängern«, sagt Peinsitt, was natürlich auch vom Wetter abhängt, da der Glaskubus über keine eingebaute Heizung verfügt. Doch dafür gibt es notfalls auch andere Lösungen, etwa Heizstrahler.

»Wir möchten den Gästen den besten Kaffee in Wolfsberg anbieten«
Lukas Peinsitt, Mitbetreiber des »Orpheo«

Welches Zielpublikum wünschen sie sich für den Trattlpark? »Alle sollen angesprochen werden, jede Altersklasse«, sagt Peinsitt. »Was wir im ›Stones‹ hinbekommen haben, wollen wir hier auch schaffen.« In Kürze werden die Neo-Wirte beginnen, »kleine Anpassungen« im »Orpheo« vorzunehmen, die Eröffnung ist spätestens im April geplant. Demnächst startet die Suche nach weiterem Personal.

Dass Lukas und Mate auch selbst anpacken werden, versteht sich. »Wir werden in beiden Lokalen arbeiten – mit weiteren Angestellten natürlich. Und das ›Stones‹ führen wir ebenfalls weiter wie bisher. Wir werden das Kind schon schaukeln«, so Peinsitt.

Bleibt die Frage, warum die beiden jetzt doppelt arbeiten wollen? Lukas: »Der Hauptgrund  für uns war, dass wir eine neue Herausforderung gesucht haben. Außerdem machen wir diesen Job sehr gerne.« Peinsitt, eigentlich gelernter Mechatroniker, und der Innenraumdesigner Gerebic sind seit rund acht Jahren im Geschäft und damit Profis. Zusammen führen sie das »Stones« seit 2012. Steht schon die Suche nach einem weiteren Lokal auf dem Programm? »Nein, derzeit nicht. Zwei sind genug«, sagt Peinsitt und lacht. 

Mehr Privatleben

Wie berichtet wurde das »Orpheo« frei, nachdem sich die bisherigen Pächter, Marion und Wolfgang Resch, im Oktober entschlossen hatten, sich mehr Zeit für das Privatleben und ihre Tochter zu gönnen. Das Ehepaar hatte das Lokal 13 Jahre lang geführt. Marion Resch meinte damals zu den Unterkärntner Nachrichten: »Es war eine Bauchentscheidung, die von mir ausging. Es waren wunderschöne Jahre im ›Orpheo‹.« Sie kündigten den Vertrag mit der Stadt vorzeitig, veranstalteten am 18. Oktober ein Abschlussfest und konzentrieren sich jetzt auf ihre Tätigkeit auf der Koralm. Dort führten die Reschs bisher das »Wasserhang-Stüberl« und übernahmen jetzt das Restaurant »Zum Heizhaus«.

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