Ein Priester aus dem Lavanttal ist jüngster Leiter einer Hochschule in DeutschlandAusgabe 41 | Mittwoch, 9. Oktober 2019

Der Wolfsberger Liturgiewissenschaftler Stefan Kopp wurde zum neuen Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn gewählt. Mit seinen 34 Jahren ist der Lavanttaler damit der jüngste Leiter einer Hochschule in Deutschland. Amtsübergabe erfolgt am 14. Oktober.

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Wolfsberg. Ehrenvolle Wahl für einen Lavanttaler Priester: Stefan Kopp, seit 2015 Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn und seit 2017 Prorektor der Fakultät, wurde nun zum neuen Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn gewählt. Mit 34 Jahren ist er aktuell der jüngste Leiter einer Hochschule in Deutschland. 

Der Rektor der Fakultät wird von der Fakultätskonferenz für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Die offizielle Amtsübergabe erfolgt am 14. Oktober bei der Akademischen Jahresfeier, mit der die Theologische Fakultät traditionell das neue Studienjahr eröffnet.

»Je mehr wir über den eigenen Tellerrand hinausblicken, desto mehr lernen wir voneinander«
Stefan Kopp, Rektor Theo.-Fakultät Paderbor

Als neuer Rektor will Kopp vor allem die interdisziplinäre Arbeit an aktuellen Fragestellungen, die für Theologie und Kirche besonders drängend sind, und den Dialog mit der Gesellschaft über den innerwissenschaftlichen Diskurs hinaus fördern.  »Je mehr wir über den eigenen Tellerrand hinausblicken und auf vielen Ebenen in Austausch treten, desto mehr lernen wir voneinander und desto größer kann auch der Beitrag der Theologie für Kirche und Gesellschaft sein«, so Kopp.   

Zur Person

Stefan Kopp, am 5. März 1985 in Wolfsberg geboren, maturierte 2003 am Stiftsgymnasium in St. Paul. Von 2003 bis 2004 absolvierte er das Propädeutikum in Horn. Von 2004 bis 2007 studierte Kopp Katholische Fachtheologie, Religionspädagogik und Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität in Graz, wo er 2009 zum Doktor der Theologie promovierte. Von 2007 bis 2012 war er als Religionslehrer an der HTL in Wolfsberg tätig. In Wolfsberg wurde Kopp 2009 auch zum Diakon geweiht. Nach seiner Priesterweihe 2010 im Dom zu Klagenfurt wirkte Kopp zwei Jahre lang als Kaplan in Wolfsberg. 

Ab September 2012 war Kopp für die Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München – diese erfolgte im November 2015 im Fach Liturgiewissenschaft – freigestellt und war während dieser Zeit als Akademischer Rat in Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft bei Winfried Haunerland sowie seelsorglich als Hausgeistlicher im Mutterhaus der Armen Schulschwestern tätig. 

Im Dezember 2015 wurde Kopp vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker zum Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn ernannt und zählte damals mit 30 Jahren zu den jüngsten Lehrstuhlinhabern im deutschen Sprachraum. 2017 wurde der gebürtige Wolfsberger zum Prorektor der Theologischen Fakultät gewählt. Kopp leitet die Liturgiekommission des Erzbistums Paderborn und der Diözese Gurk und ist Mitglied in mehreren Kommissionen, Arbeitsgemeinschaften und wissenschaftlichen Beiräten. Kopp bleibt auch nach seiner Wahl zum Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn Priester der Diözese Gurk, wo er auch weiterhin nach Maßgabe seiner zeitlichen Möglichkeiten als Aushilfsseelsorger tätig sein wird. 

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