Griffen sichert Schulstandort und beschließt zweites BaulandmodellAusgabe 27 | Mittwoch, 3. Juli 2019

Eine umfangreiche Gemeinderatssitzung gab es am Montag in Griffen. Zwei Kleinstkindgruppen sind ab Herbst möglich. In Poppendorf ist ein Baulandmodell geplant und bis 2022 gibt es eine Gemeindechronik.

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Griffen. Zur Förderung von Familien mit Babys und Kleinkindern stellt Adeg-Kaufmann Rudolf Verhounig auf seinem Firmengelände eine Windeltonne zur Verfügung. »Verhounig führt dies als Sponsor durch. Die Entleerung regelt er mit seinem privaten Entsorger«, erklärte Bürgermeister Josef Müller bei der Gemeinderatssitzung. Die Gemeinde soll ein Überdach für diese Windeltonne errichten, was einstimmig beschlossen wurde. Außerdem erhöht Griffen das einmalige Babygeld von 100 auf 150 Euro rückwirkend mit 1. Jänner 2019. Diese 150 Euro erhalten Familien mit neugeborenen Kindern in Form von Gutscheinen. Ein Antrag der FPö für die Einführung einer kostenlosen Windeltonne für Familien mit Babys oder pflegebedürftigen Menschen wurde dem zuständigen Ausschuss zugewiesen.

Nachdem das erste Baulandmodell mit 14 Grundstücken in Altenmarkt ausverkauft ist, plant die Gemeinde ein zweites in Poppendorf mit 13 bis 14 weiteren Baugründen. Der Verkaufspreis soll bei etwa 43 Euro pro Quadratmeter liegen. »Die Grundstücke sollen ab 2020 angeboten werden. Sieben Interessenten gibt es bereits«, so Müller. 

1.200 Jahre Griffen

2022 wird Griffen 1.200 Jahre alt. Aus diesem Grund wurde einstimmig die Erstellung einer Gemeindechronik beschlossen, die in Kooperation mit dem Kärntner Landesarchiv entstehen und rund 300 Seiten umfassen soll. 

Ein großes Thema war die Kleinstkindbetreuung (Alter ein bis drei Jahre). »Es gibt für Herbst bereits 25 Anmeldungen für die Kindertagesstätte«, erklärt der Bürgermeister. Dies ermöglicht zwei Kleinstkindergruppen, die heuer im Kindergarten untergebracht werden. Aufgrund des Raumbedarfs ist es bis zum Schuljahr 2020/21 geplant, die älteren Kindergartenkinder im Bereich der Volksschule unterzubringen und die Viertklässler der Volksschule wiederum im Bereich der NMS. 

»So können sich die älteren Kinder auch schon an die Schule gewöhnen, die sie dann besuchen werden und Kontakte knüpfen. Das kann man auch als Sicherung des Schulstandorts sehen«, sagt Müller. In Berichtsform erklärte der Bürgermeister auch, dass es aufgrund des Sabbatical-Jahres der NMS-Leiterin zu einer Kooperation zwischen VS und NMS kommt und die NMS einstweilen von der Direktion der VS mitbetreut wird. Lange diskutiert wurde der letzte Tagesordnungspunkt betreffend des neuen Badehauses in St. Kanzian, das zum Teil von der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten errichtet wird, an der die Gemeinde Griffen mit zwei Prozent beteiligt ist. Acht Gemeinderäte quer durch alle Fraktionen stimmten gegen den Beitritt zur Badehaus St. Kanzian Errichtungs GmbH & Co KG. Mehrheitlich wurde der Beschluss jedoch befürwortet.

Abschließend präsentierte Amtsleiter Mario Snobe noch die neue Website der Gemeinde, die seit vergangenen Freitag online ist. Neu ist auch die Gemeinde-App »Gem2Go«, die von jedem Bürger kostenlos auf dem Smartphone installiert werden kann. Via App erhält man so die neuesten Informationen aus Griffen, wie etwa Veranstaltungen, Müllkalender oder Gemeinderatssitzungen.

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