Einige Werke sind in den Amtsräumen ausgestelltAusgabe | Mittwoch, 13. Februar 2019

Rund 500 Gemälde und Bilder befinden sich im Besitz der Stadtgemeinde Wolfsberg. Im Zuge des neuen Rechnungswesens, das 2020 in allen Kärntner Gemeinden eingeführt wird, werden diese nun bewertet.

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Wolfsberg. Ab dem nächsten Jahr wird die Buchführung in allen Kärntner Gemeinden umgestellt. Diese Neuerung betrifft natürlich auch die Stadt Wolfsberg. Um eine Eröffnungsbilanz erstellen zu können, muss das gesamte Gemeindevermögen erfasst werden. Dazu gehören neben Bauwerken und Straßen unter anderem knapp 500 Bilder und Gemälde unterschiedlichster Art, die sich im Besitz der Stadt befinden.

Ist-Zustand wird abgebildet

»Die Bewertung findet aufgrund der vom Land vorgeschriebenen Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung statt und bildet einen Ist-Zustand ab«, erklärt die zuständige Kunst- und Kulturreferentin Manuela Karner, »Es ist immer möglich, dass ein Bild, das heute 200 Euro wert ist, in zwanzig Jahren 20.000 Euro kostet.« Die Kunstwerke sind katalogisiert und inventarisiert, ein Teil ist in den Amtsräumen ausgestellt, der Großteil befindet sich in einem Lager. »Es ist uns ein Anliegen, die Bilder sichtbar zu machen«, so Karner. 

Die Sammlung umfasst unter anderem Werke der Kärntner Künstler Kiki Kogelnik, Karl Schüssler, Hans Staudacher, Walter Melcher, Michael Dohr, Pepo Pichler und vielen mehr. Das älteste Werk dürfte das 1607 geschaffene und für Wolfsberg sehr bedeutsame Florianibild sein. Des Weiteren gibt es einige Portraits der Bürgermeister. Die Stadtgemeinde stellt jedes Jahr ein Budget für den Ankauf weiterer Werke zur Verfügung. »Vor allem, um die heimische Kunstszene zu beleben«, ergänzt Karner.

Mit der Bewertung der Kunstwerke wird das Kunstbüro Sturm beauftragt. Dies wurde im Stadtrat laut der Referentin bereits einstimmig beschlossen, am Donnerstag, 14. Februar, wird noch der Gemeinderat dazu abstimmen.

Neuer Raum in Stadtgalerie

Ebenfalls von der Stadtgemeinde betrieben wird die Stadtgalerie. »Hier geben wir vielen Künstlern die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Acht bis zehn Vernissagen finden jedes Jahr statt«, betont Karner. Jede Ausstellung läuft zwischen vier und sechs Wochen. Heuer bekommt die Stadtgalerie einen zusätzlichen Raum, in dem etwa Kultur-Frühstücke, Matineen oder Lesungen stattfinden sollen. »Die Eröffnung ist im April geplant«, verrät die Vizebürgermeisterin. Zudem gibt es jedes Jahr eine große Sommerausstellung auf Schloss Wolfsberg, heuer mit dem Lavanttaler Künstler Walter Melcher.

 »Wir sehen uns als wesentlicher Motor für die heimische Kunst- und Kulturszene«, sagt Karner. Auch Kooperationen im künstlerischen und kulturellen Bereich, wie etwa mit den Wolfsberger StadtMacherInnen, gibt es immer wieder. »Wir bilden ein gutes Team und sehen uns nicht als Konkurrenz«, sagt die Kunst- und Kulturreferentin abschließend.

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