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Reichenfels. »Es ist eine Katastrophe«, sagt Manfred Führer, ÖVP-Bürgermeister der Marktgemeinde Reichenfels. Führer meint damit eine Vandalismus-Aktion, die ihn gleich doppelt ärgert und belastet. Vermutlich in der Nacht auf Donnerstag, den 4. Dezember, hat ein oder mehrere bislang unbekannte Täter den Sportplatz in Reichenfels durch eine Drifteinlage ordentlich ramponiert. Doppelt betroffen ist Führer, weil er nicht nur Bürgermeister von Reichenfels, sondern auch Obmann des SV Reichenfels, dem Fußballverein, der auf besagtem Sportplatz seine Heimspiele austrägt, ist.
»Wir wissen bereits, welche Reifenbreite das Fahrzeug hatte«, so Führer, der von einem Gemeindemitarbeiter über den Vorfall benachrichtigt wurde. »Ich erhielt einen Anruf und mir wurden schließlich Fotos zugesendet, auf denen der Schaden zu sehen ist. Ich habe daraufhin gesagt, dass wir den Fall sofort bei der Polizei anzeigen müssen.« Betroffen von der nächtlichen Vandalismusaktion sind das Spielfeld und auch der Trainingsplatz. Bürgermeister Führer sagt, der Rasen sei »total vernichtet« und es stehe den Vereinsmitgliedern ein »riesengroßer Aufwand« bevor, die Spielfläche bzw. den Trainingsplatz wieder in Ordnung zu bringen.
»Es stellt für uns ein großes Problem dar, da die Reifenspuren wirklich tief in den Boden reichen. Es gibt Spurrinnen, die Grasnarbe ist an vielen Stellen ausgerissen«, so der Obmann des SV Reichenfels. Verärgert zeigt er sich auch, weil den Ehrenamtlichen, die den Sportverein führen, »dank« dieser nächtlichen Drifteinlage nicht nur viel Arbeit bevorsteht, sondern sie auch hohe Kosten zu stemmen haben werden. »Die genaue Schadenssumme kann ich noch nicht beziffern, weil wir noch niemanden zur Begutachtung hier hatten. Aber ich gehe von Zigtausenden Euro aus. Erfahrungsgemäß wird sich die Summe im Bereich von 10.000 Euro befinden, wie ich befürchte«, sagt Manfred Führer.
»Schlag ins Gesicht«
Für den SV Reichenfels hat die Zerstörungsaktion weitreichende Folgen, wie Obmann Führer sagt: »Wir wissen aktuell noch nicht, wo oder wie wir die Heimspiele im Frühjahr absolvieren sollen.« Der Verein postete auf Facebook am vergangenem Donnerstag unter anderem: »Was wir heute am Sportplatz vorgefunden haben, macht uns traurig und wütend zugleich. Diese Verwüstung des Sportplatzes ist nicht nur für die Kampfmannschaft ein Schlag ins Gesicht – sie trifft vor allem die rund 20 Kinder, die seit heuer wieder Woche für Woche mit Begeisterung auf unserem Platz trainieren und spielen.«
»Die Schadenssumme kann ich noch nicht beziffern. Ich gehe von Zigtausenden Euro aus«
Manfred Führer, Bürgermeister und Obmann
Der oder die Täter haben aber nicht nur den Sport- und Trainingsplatz in Reichenfels mit dem Auto verwüstet. Nördlich des Sportplatzes befindet sich der Tennisplatz des TC Reichenfels. Direkt anschließend sind weitere, tiefe Reifenspuren auf einem privaten Grundstück zu sehen. Doch damit nicht genug. Weiter nördlich, dem Radweg entlang, wurde ein Teil eines Holzzauns ausgerissen. Im Anschluss fuhr ein Auto darüber und hinterließ auch auf der dahinter liegenden Grasfläche Spuren.
Erhebung der Polizei
Nachdem der Fall von der Gemeinde Reichenfels bei der Polizei angezeigt wurde, sagte Führer: »Die Polizei erhebt jetzt und fragt in der Nachbarschaft nach, ob jemand etwas gesehen hat bzw. ob etwas auffällig war. Die ersten Infos gibt es bereits. Wir werden alles daran setzen, dass wir den Täter ausfindig machen.« Hinweise werden an die Polizeiinspektion Bad St. Leonhard (059133/2161) erbeten.

Von Philipp Tripolt
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