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Lavamünd. Der Gemeinderat in Lavamünd beschloss kürzlich den Rechnungsabschluss für das Jahr 2025. Sowohl der Ergebnis- als auch der Finanzierungshaushalt konnten positiver abgeschlossen werden, als durch den ersten Nachtragsvoranschlag eingeschätzt worden war.
Durch höhere Erträge bei Gemeindeabgaben, Ertragsanteilen sowie Einsparungen bei den Aufwänden konnte das ursprünglich geplante Nettoergebnis im Ergebnishaushalt von plus 164.900 Euro auf 1.666.179 Euro verbessert werden. Darin enthalten sind allerdings Auflösungen von Haushaltsrücklagen in Höhe von 1.112.000 Euro. Bürgermeister Wolfgang Gallant (Liste Gallant) dazu: »Der Finanzierungshaushalt ist sehr positiv, weil bereits Geld für das Baulandmodell Hart 3 reserviert ist.« Für eben dieses Baulandmodell in der sogenannten »Sturmsiedlung« wurde in der Sitzung auch eine Widmung beschlossen. Gallant: »In Parzellen mit einer Größe von 700 bis 800 Quadratmeter sind es ungefähr 30 Einheiten.« Für die geplanten Reihenhäuser werde man demnächst mit Bauträgern in Gespräche gehen.
Projekt mit Neuhaus
Thema in der Sitzung war auch die Errichtung einer Tierkörperentsorgungs-Sammelstelle. Angedacht ist hier ein interkommunales Projekt mit der Gemeinde Neuhaus. Nachdem sowohl die Gemeinde Lavamünd als auch die Gemeinde Neuhaus den Grundsatzbeschluss gefasst haben, wurde nun das Projekt von Lavamünder Seite aus auf Schiene gebracht. Die Idee ist, ein gemeinsames Projekt bestehend aus einem Containersystem mit einer Überdachung zu errichten, da das bestehende Gebäude baufällig ist. »Wir haben unsere Sache erledigt und hoffen nun, dass Neuhaus das Projekt ebenfalls beschließt«, sagt Gallant. Durch die interkommunale Zusammenarbeit entstehen für die Sammelstelle auch zusätzliche Fördermöglichkeiten. Die Gesamtkosten gibt der Bürgermeister mit rund 120.000 Euro an.
Leitschiene beim Sportplatz
Ein selbstständiger Antrag von Gemeinderat Harald Riegler (FPÖ) betreffend Sicherheitsvorkehrungen bei der Sport- und Freizeitanlage (wir berichteten) war in der Sitzung bereits obsolet. Bürgermeister Gallant klärte auf, dass er bereits vor zwei Jahren den Versuch gestartet habe, in dem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder ein Überholverbot durchzusetzen. »Es gab eine straßenbaurechtliche Verhandlung. Die Abteilung 7 des Landes und die Landespolizeidirektion haben allerdings keinen Anlass gesehen, hier eine Beschränkung oder ein Überholverbot in Kraft zu setzen, weil die Straße weit einsehbar ist«, so Gallant. Nach einem tödlichen Unfall im Juli 2025 wurden die genannten Maßnahmen gefordert. Mittlerweile wurden Gespräche mit der Landesabteilung 9 – Straßen und Brücken aufgenommen. Entlang des Fußballfelds wird nun eine Leitschiene errichtet.
Einstimmig angenommen wurde auch die neue Fördervereinbarung mit dem Tierheim in Wolfsberg. Die Gemeinde Lavamünd zahlt nun zwei Euro pro Jahr und Einwohner, in Summe rund 5.500 Euro pro Jahr. In der Reichenfelser Gemeinderatssitzung Ende April wurde der Fördervertrag mehrheitlich abgelehnt (wir berichteten). Gallant: »Für mich ist es solidarisch, dass wir hier mitmachen. Von Lavamünd sind in den vergangenen drei bis vier Jahren viele Tiere ins Tierheim gekommen. Es wäre nicht korrekt gewesen, die neue Vereinbarung nicht zu beschließen.«

Von Philipp Tripolt
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