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St. Andrä. Nicht nur die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Jakling, auch die künftigen Bewohner der sechs Wohnungen erhalten eine neue Heimat. In Jakling wurde am Montag, 4. Mai, der erste Spaten für eine Kombination aus Rüsthaus und sozialem Wohnbau mit prominenter Beteiligung gesetzt. Geplant ist, das etwa 2,8 Millionen Euro teure Projekt Ende 2027 abzuschließen.
Beim Spatenstich war halb Jakling auf den Beinen. Er herrschte Volksfeststimmung mit Bierbänken, Getränken und Kulinarik. Nachdem die Kleinen des Kindergartens Jakling ein Loblied auf die Feuerwehr gesungen hatten, sprach Harald Repar, Geschäftsführer von Landeswohnbau Kärnten, von einem Spatenstich, wie er ihn – mit soviel Resonanz aus der Bevölkerung – noch nicht erlebt hatte.
Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) ortete einen »besonderen Moment für Jakling und St. Andrä«: Denn das Projekt musste vor seiner Umsetzung einige Hürden nehmen. Sie dankte dem neben ihr stehenden Landeshauptmann Daniel Fellner und seiner ebenfalls anwesenden Stellvertreterin Gaby Schaunig (beide SPÖ) für die Unterstützung und ersuchte die Anwohner um Verständnis für den nun auf sie zukommenden Baulärm.
Die Selbstverständlichkeit
Der Kommandant der FF Jakling, Anton Findenig, sagte, der Bau sei keine »Selbstverständlichkeit«, was Fellner in seiner Rede aufgriff: Das Gefühl der Selbstverständlichkeit, mit dem der Einsatz anderer hingenommen werde, sei das »Krebsgeschwür der heutigen Zeit«. Denn es sei auch nicht selbstverständlich, dass die Kameraden der FF immer bereit stehen. Er verwies darauf, dass hier nicht das Geld der Politik – 80 Prozent der Kosten der Wohnungen werden vom Land gefördert – ausgegeben werde, sondern das der Steuerzahler.
»Hier wird das Geld der Steuerzahler ausgegeben, nicht das der Politik«
Daniel Fellner, Landeshauptmann
Nachdem Militärdekan Anselm Kassin den Segen gesprochen hatte, folgte der inoffizielle Teil – mit kalten Getränken und Kulinarik.
Wie berichtet wurde im Feber 2023 im Rüsthaus ein versteckter, aber massiver Wasserschaden entdeckt. Danach war der obere Bereich nicht mehr nutzbar. Eine Teilsperre des Gebäudes wurde notwendig, denn im ersten Stock lösten sich Teile der Deckenverkleidung. Die FF Jakling blieb zwar einsatzbereit, musste sich aber auf zwei Räume, die Umkleide und die Garage, beschränken. Die St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) entwickelte danach den Plan, die Errichtung eines neuen Rüsthauses mit sozialem Wohnbau zu verbinden.
Gemeinderat stimmte zu
Einem Baurechtsvertrag mit Landeswohnbau Kärnten (LWBK) zur Errichtung des neuen Gebäudes samt sechs Mietwohnungen stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Das Unternehmen erhielt kostenloses Baurecht, die Stadt stellte ein benachbartes Grundstück, das sie zu diesem Zweck ankaufte, zur Verfügung. Den Bau errichten wird die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft »Neue Heimat«.
Im Dezember 2025 wurde das Projekt im Rahmen einer Bürgerinformation präsentiert. Geplant vom Wolfsberger Architekten Heinz Petschenig, werden oben Wohnungen mit Größen von 51 bis 78 Quadratmetern errichtet, deren Mieten von 450 bis 690 Euro aufgrund der Fördermittel des Landes leistbar sein werden. Und für die Kameraden der FF Jakling ist unten mit 250 Quadratmetern Fläche mehr als doppelt so viel Platz wie bisher vorgesehen.
Der Baustart war erst im Sommer 2025 vorgesehen, erst musste aber auf den Beschluss der Kärntner Landesregierung abgewartet werden. Er wurde heuer gefasst, danach wurde der 4. Mai als Termin des Spatenstichs festgelegt. Im Juni wird der Bau beginnen.

Von Horst Kakl
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