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Lavanttal-Rallye: Wagner gewinnt erneut, wilder Ausritt von Lengauer auf dem Eitweger RundkursAusgabe 16 | Mittwoch, 15. April 2026

Die 48. Auflage der Lavanttal-Rallye ging am vergangenen Wochenende über die Bühne. Simon Wagner steht nach seinem Sieg in Wolfsberg vor dem sechsten Staatsmeistertitel. Michael Lengauer crashte am Eitweger Rundkurs gegen zwei Bäume und schied aus.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Simon Wagner gewinnt erneut im Lavanttal und zieht der Konkurrenz in der Rallye-Staatsmeisterschaft auf und davon. Es war bereits sein vierter Sieg in Wolfsberg – obwohl er sich am ersten Tag zwei Reifenschäden einfing. Foto: Pulsinger

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Lavanttal. Die »48. Laserhero Lavanttal-Rallye powered by Dohr Wolfsberg/SG Toolbox« ist Geschichte und erwies sich wieder einmal als Publikumsmagnet. Veranstaltet wurde die Rallye vom Motorsportclub (MSC) Lavanttal mit Obmann Helmut Klösch an der Spitze. Unterstützt wurde Klösch von seinem Vorstandskollegen Gerald Winter und Siegfried Gabriel sowie von Patrik Hochegger, der in diesem Jahr nicht als Fahrer an den Start ging, sondern seine ganze Kraft in die Organisation der Rallye steckte. Nach dem Zeremonienstart vor dem Wolfsberger Rathaus am Donnerstagabend, 9. April, standen am Freitag und Samstag zwei Tage voller Renntempo im Lavanttal auf dem Programm. Was das Sportliche betrifft, war es die Rallye der Turbulenzen, der Wendungen und letztendlich auch der vielen Ausfälle. Allein von den Toppiloten in Rally2-Boliden kamen von ursprünglich zwölf nur fünf ins Ziel. Dass Michael Lengauer keiner davon war, ebnete Simon Wagner den Weg zu seinem vierten Sieg im Lavanttal, seit seinem ersten im Jahr 2022 und wohl auch den Weg zu seinem sechsten Staatsmeistertitel in Folge. An diesem zweifelt nach drei Saisonsiegen in ebenso vielen Saisonläufen wohl nicht einmal mehr der oberösterreichische Rallye-Star selber.

Bis es so weit war, musste viel passieren. Simon Wagner fing sich am ersten Tag zwei Reifenschäden ein, bei Michael Lengauer mit seinem Lavanttaler Co-Piloten Jürgen Rausch platzte auf einem Highspeed-Abschnitt erst der Reifen und auf dem Eitweger Rundkurs knallte er am zweiten Renntag in zwei Bäume – ein jähes Ende für Lengauer und Rausch, die viel riskierten und alles verloren. Ihren Unfall überstanden sie bis auf kleinere Blessuren ohne größere Verletzungen. »Dem Chassis unseres Skoda Fabia geht es deutlich schlechter als meinem«, bilanzierte Jürgen Rausch nach dem Aus. Sein Fahrer, Michael Lengauer analysierte: »So haben wir uns das Ende definitiv nicht vorgestellt. Nach dem Reifenplatzer am Freitag und dem daraus folgenden Ausritt mit über 40 Sekunden Zeitverlust haben wir trotzdem alles versucht und die Aufholjagd gestartet. Der Anfang war perfekt, wir starteten gleich mit einer Bestzeit in den Samstag. Doch dann kam leider das Aus am Rundkurs Eitweg. Wir haben die Spur verloren und sind in zwei Bäume eingeschlagen.«

Neben Lengauer und Rausch verabschiedeten sich bei der 48. Auflage der Lavanttal-Rallye noch viele weitere, unter anderem der Pole Jaroslaw Koltun, der Niederösterreicher Daniel Mayer mit dem Lavanttaler Co-Pilot Gerald Winter, die Kärntner Lokalmatadore Andreas Mörtl, Thomas Klösch, Kurt Jabornig, Michael Penz, Gerd Koschier sowie Rene Thiede ebenso vorzeitig wie die Historic-Piloten Patrik Gaubinger und Horst Stürmer. Was übrig blieb war trotzdem ungemein spannend: nämlich ein beinharter Zweikampf um den Sieg zwischen Simon Wagner und Hermann Neubauer, bei dem Wagner das bessere Ende hatte. Zum anderen gab es hinter dem Zweitplatzierten Hermann Neubauer ein wildes Gefecht um den dritten Podestplatz, das sich ausschließlich aus einem ORM-2-Quartett bildete und das am Ende den von vielen Experten als Toptalent bezeichneten 21-jährigen Wolfsberger Maximilian Lichtenegger als Drittplatzierten in der Gesamtwertung hervorbrachte.

Bildergalerien der Rallye-Tage gibt es online unter unterkaerntner.at/galerien/.

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