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Ausgesummt: Bürgermeister trennt sich von Bienenstöcken Ausgabe 11 | Mittwoch, 11. März 2026

Günther Vallant, Ortschef von Frantschach-St. Gertraud, hört – vorerst – mit der Imkerei auf. Nicht wegen des Bienenstreits, sondern weil ihm die Zeit fehlt.

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Frantschach-St. Gertraud. Bürgermeister, Präsident des Kärntner  Gemeindebunds, ÖGB-Regionalsekretariat von Wolfsberg und Völkermarkt – dazu Hobbyimker. All das geht sich für Günther Vallant, SPÖ-Ortschef von Frantschach-St. Gertraud, nicht mehr aus. Daher hat er sich entschlossen, sich von seinen Bienen zu trennen. 

Vallant hat seine Völker – 2020 waren es 15 Bienenstöcke – zuletzt zum Verkauf angeboten. Er sagt: »Bienen bedeuten Verantwortung, die Imkerei braucht auch als Hobby Zeit, denn man muss regelmäßig dabei sein. Zwei Jahre habe ich gekämpft, aber ich habe diese Zeit nicht mehr, daher werde ich mein Hobby ruhend stellen. Ich freue mich aber schon darauf, wenn ich der Imkerei wieder werde nachgehen können, denn sie tut mir gut.«

»Die Zeit für die Bienen habe nicht mehr, daher werde ich mein Hobby ruhend stellen«
Günther Vallant, Politiker und Imker

Nun sucht der 49-Jährige einen Imker, der die Bienenvölker und sein Material übernimmt. »Ich habe auf eine Facebook-Seite ein Inserat gestellt«, sagt Vallant, »meine Apparate, etwa die Honigschleuder, behalte ich aber, weil ich irgendwann weitermachen will.«

Auf die Frage nach seiner Preisvorstellung sagt der Bürgermeister: »Da habe ich noch keine Vorstellung. Jetzt geht es mir darum, jemanden zu finden, der das fachgerecht weiterführen kann.«

Dann gibt es aber auch noch das »Honigatelier« seiner Frau Carmen Vallant-Friesacher, das Honigprodukte anbietet und das der Bürgermeister mit  dem Rohstoff versorgt. Was wird damit? »Zum einen habe ich die Völker, die ja weiter Honig produzieren, noch und man wird erst sehen, wie schnell sie weggehen. Zum anderen gibt es einen Lagerbestand, der noch für ein bis zwei Jahre ausreichen sollte«, so der Bürgermeister.

Zuletzt tobte im Lavanttal ein Streit um die »richtige« Biene. Denn laut dem seit 2007 geltenden Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz darf nur mehr ist die Rasse Carnica gehalten werden,  Die große Frage: Was ist eine Carnica und wie bestimmt man ihre Rasse? Vallant betont: »Damit hat mein Entschluss, die Imkerei vorerst sein zu lassen, nichts zu tun. In dieser Frage ist Ruhe eingekehrt. Mir geht es nur darum, dass ich so eingespannt bin, dass ich nicht mehr zum Imkern komme. Ich will auch Sport betreiben. Und wenn es mühsam wird, zeitlich alles unter einen Hut zu bringen, muss man sich etwas überlegen.«

Wer Interesse hat, die Bienen der Bürgermeisters zu übernehmen, kann sich per E-Mail unter der Adresse guenther@honigatelier.at bei ihm melden.

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